Salpeterausblühungen im Keller

07.04.2008



Hallo,

wir haben ein Expose von einem Einfamilienhaus vorliegen. Es sind Salpeterausblühungen an den Kellerwänden vorhanden. Bekannte haben gleich abgewunken - auf keinen Fall kaufen.

Nun, wie schlimm ist Salpeter wirklich?
Welche Folgen hat Salpeter? Kann man das beheben? Und wenn ja wie?
Die Decke über dem Keller müsste eine Holzbalkendecke sein. Der Keller (Teilkeller) soll als Lagerraum genutzt werden.

Wir haben das Objekt noch nicht besichtigt. Worauf müssten wir speziell in diesem Fall achten?

Gruß
Tanja



Fachmenschen mitnehmen.



Hallo Tanja,
Innen sichtbare Salzausblühungen (Salpeter ist eine Salzart) sind im Normalfall ein Warnsignal dafür, dass Bauteile zu stark durchfeuchtet sind oder waren. Generell ablehnen oder generell verharmlosen kann man das nicht, aber man/frau sollte der Sache auf den Grund gehen und feststellen, wodurch die Ausblühungen zu Tage getreten sind und ob es wirtschaftlich realistische Möglichkeiten gibt damit umzugehen. Am besten wäre es einen Fachmenschen für Bautrockenlegung, am besten firmenungebundenen Sachverständigen, mit ins Haus schleppen und den mal schauen lassen.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



Es ist sicher kein Salpeter, aber die Laien oder sog. Fachleute fassen alle Salze zusammen und sagen "Salpeter"



Nitrate (das sind Salpetersalze) sind die Salze und Ester der Salpetersäure.
Diese entstehen in der Hauptsache bei landwirtschaftlicher Nutzung. Stallungen etc.
Im Keller wohl eher nicht. Es werden Sulfate oder evtl. etwas Chloride auftauchen, alles kein Problem.
Soweit so gut.
Was ist zu tun?
Welche Nutzung ist vorgesehen?
Wie feucht soll/darf der Keller sein?





Hallo Edmund,

>Diese entstehen in der Hauptsache bei landwirtschaftlicher >Nutzung. Stallungen etc.
Es gibt zwar einen ehemaligen kleinen Stall auf dem Grundstück, aber das Grundstück ist für eine richtige landwitschaftliche Nutzung zu klein. Im Keller ohnehin nicht

>Es werden Sulfate oder evtl. etwas Chloride auftauchen, >alles kein Problem.
Hmm...

>Was ist zu tun?
Das war ja meine Frage...

>Welche Nutzung ist vorgesehen?
Steht oben. Lagerraum - Bücher, Werkzeug, was so anfällt. Ggf sollte eine Waschmaschine oder eine Tiefkühltruhe rein.
Bei Feuchtigkeit ist das natürlich nichts. Ein Wohnkeller sollte das nicht werden.

>Wie feucht soll/darf der Keller sein?
Bei der Hausgröße brauchen wir schon etwas Lagerfläche im Keller. Ich würde mal sagen, dass er schon halbwegs trocken sein sollte. Auf die Waschmaschine und die TK-Truhe im Keller könnte ich verzichten...


Hallo Martin
ein Fachmann wäre natürlich sinnvoll. Keine Frage. Allerdings würden wir das Objekt zunächst alleine besichtigen, um zu schauen, ob es überhaupt in Frage kommt. Dann wollten wir schon abschätzen, ob sich der Fachmann lohnt oder ob das Ganze keinen Sinn macht (weil eh Schrott).
Worauf sollte man diesbezüglich als Laie achten?

Gruß
Tanja


sollte der Sache auf den Grund gehen und feststellen, wodurch die Ausblühungen zu Tage getreten sind und ob es wirtschaftlich realistische Möglichkeiten gibt damit umzugehen. Am besten wäre es einen Fachmenschen für Bautrockenlegung, am besten firmenungebundenen Sachverständigen, mit ins Haus schleppen und den mal schauen lassen.