Gewölbekeller verputzen

27.11.2009



Hallo!

Wollte mir paar Tips zum Verputzen meines Gewölbekellers einholen. Habe keinerlei Erfahrung. Wie ich im Forum bereits gelesen habe ist anscheinend Kalkputz das Beste, oder?
Wie gehe ich dabei vor in Sachen Grundierung, Auftragen. Kann ich den Putz auch etwas farblich gestalten?

wo kaufe ich den Putz, bei uns in der Nähe kenne ich kein Geschäft, das solchen Putz anbietet.

Danke für eure Hilfe!!!



Was ist dein Ziel?



Wieso nicht einfach Streichen und die Steinstruktur sichtbar lassen?

Gruss, Boris



Ich



war mal in einem verputzten Gewölbekeller essen. Fand ich sehr schön, daher will ich ihn verputzen.





Eine Überlegung ....

Wie wäre es denn wenn du nur die Fugen neu ausfugst mit Lehm oder den bereits vorhanden Fugenmaterial ?
Denn so ganz trocken ist der Keller wohl nicht oder ?
Du solltest auf jeden Fall ein Material nehmen welches dampfdurchlässig ist und das Mikroklima in einen Gewölbe keller nicht versaut.

Ich würde an deiner Stelle wirklich überlegen es mit dem fast universalen Putzmittel Lehm zu versuchen.
Erst mal eine Wand und schauen wie es reagiert und nachher aussieht. Läßt sich einfach zurückbauen wenn's nix ist.
Oder einen Luftkalkputz oder Kalkanstrich nutzen, dies würde bestimmt auch gehen, und einzelne Steine welche besonders gut wirken, heraus arbeiten.
Wenn der Keller unbedingt wie verputzt wirken soll.

Vor allen überlege dir wie du den Boden machst- Beton wäre in diesen Falle auf jeden Fall kontraproduktiv.
Sowie wenn das was man auf dem Bild sieht dass einzigste Fenster ist, besteht auch dort evt. Handlungsbedarf.
Wichtig ist es auf jeden Fall das der Keller trocken ist ... Sonst wäre die Arbeit für die Katz .... in einen muffigen Keller sitzt man nicht gerne und trinkt und isst.

So nur mal einige Danken zu deinen Bauprojekt...
Die Rahmenbedingungen .... wie tief ist der Keller im Erdreich / wie sieht es draußen aus ...ist angeschüttet oder freiliegend lässt sich nicht so einfach aus der ferne sagen... hat aber bestimmt wie mir einige andere Mitglieder des Forums bestätigen können auch eine gewisse Auswirkung.
Ist also nicht ganz so einfach .... mal verputzen .. Boden rein und gut ist ...

LG
Joachim Pfeiff





Nehmen Sie einen Kalkputz.
Sie sollten aber vorher sicherstellen, das das Mauerwerk frei von Salzausblühungen ist, sonst haben Sie nicht lange Freude an Ihrem "neuen" Keller.
Also erst die Salze und Feuchtigkeit entfernen und ein neues eindringen verhindern und dann Putzen.



Keller verputzen



Hallo,

wenn ich Ihr Foto betrachtet, fällt mir auf, dass links im Sockelbereich alles dunkel ist. Nässe ?
Falls ja, lassen Sie den Verputz lieber.

Grüße vom Niederrhein



bei dauerfeuchtem Natur-Keller ist Lehmputz keine gute Empfehlung,



weil Lehm nicht trocknen kann-in Folge = Schimmelbildung.
Wenn Putz dann hier Kalkputze, die allerdings an immernassen Wänden nicht haften können. Mir scheint hier ein Kalkanstrich als die sinnvollste Empfehlung.



Vorschläge gabs genug



aber wenn Du trotz der gegenteiligen Empfehlungen putzen willst - versuch mal in einer Ecke einen "Pinselputz" - Kalkputz dünn anwerfen und mit Maurerquast verstreichen. Ist eine geputzte Oberfläche, sehr rustikal und doch atmungsaktiv. Wirst aber damit leben müssen, daß hie und da mal was runterkommt, wenn es zu feucht ist. Aber das passiert wohl mehr im Schuhbereich und nicht über den Tellern .... Ansonsten gelegentlich ein Foto mit gedeckten Tisch.



Eigentlich wurde schon alles angesprochen,



dennoch: Kalkputz ist ok, am billigsten selbst produziert: 1 Teil Weißkalk, 3 Teile Sand. Die Untergrundprüfung ist das Problem bzw. die Herausforderung. Salz, Feuchte, Kohlenstaub, mürbe und hohle Fugen, lose Zwicksteine, Veralgung, wie weit geht die Vorbereitung? Was muß abgekloppert werden. Stellt sich aber für jeden Putz. Ausführung an Kleinstelle testen.

Mir kommt es auch als vorwiegend Feuchteproblem vor. Das muß vor dem Putzen gelöst werden.



@Konrad



Was für Trockenzeiten empfiehlst du zwischen den Putzlagen?

Ich denke da besonders an die tieferen Fugen und Löcher, da kommen dann schnell mal 5-7cm Putzstärke....

Gruss, Boris



Vielleicht wäre die Frage



"wie lange feuchthalten?" besser. Denn davon hängt die Kristallisation und damit die Festigkeitsentwicklung und Bindefähigkeit des Kalkkarbonats maßgeblich ab. Zu schnell trocknen -> Aufbrennen. Aber kein Übernässen, die Feuchte soll ja nur das Kohlendioxid zum Karbonatisieren anliefern.

Insofern nützt ein eher langsames Herangehen mehr als schnelle Trocknerei. Und das Gelingen hängt selbstverständlich von den klimatischen und sonstigen Umständen vor Ort (Untergrund, Mörtelbeschaffenheit, ...) ab. Deswegen sach ich ja "TESTFLÄCHE". Oder "KALKERFAHRENEN HANDWERKSMEISTER". Beides nützt sehr. Zumindest zum Einstudieren.

Auch die max. Lagenstärke, das damit verbundene Schwinden und Spätreißen von innen nach außen, sind KO-Kriterien. Doch zu den ganzen Fehlern und Irrtümern im Umgang mit Kalkbaustoffen schreib' ich auf der Homepage so viel, da will ich hier keinen duplicate content anlegen.

So sehr auch alle hinter dem Patentrezept herjagen mögen: Gut Ding will Weile haben. Auch gut Kalk.

Insofern empfehle ich "ausreichend" Trockenzeiten. Neben vielem anderen, was zum Gelingen gehört.

Oder wäre dreiundzwölfzig Viertelminuten je Gigamikrometer Lagenstärke die gewünschtere Antwort gewesen? ;-)

Wird schon schiefgehen ... und aus falschen Tips und Schaden wird man klug.



Kalkputz



sollte keinesfalls zu schnell austrocknen, sondern aushärten und dazu brauchts Feuchtigkeit.
Bei sehr unterschiedlichen Putzstärken ist ein Ausgleichs- oder Unterputz erforderlich, mit dem die Fläche hergestellt wird und der rauh abgezogen wird. Gewebeeinlage reduziert die Rissbildung. Nach frühestens 5 Tagen kann dann der Oberputz hergestellt werden. Das austrocknen des Putzes kann dann nach 14 Tagen begonnen werden.
MfG
dasMaurer



Wie soll denn der Keller genutzt werden?



Soll hier auch geheizt werden?
Dringt denn auch Wasser ein, oder sind nur die Wände feucht?