Sandsteinkeller abdichten

28.02.2011



Hallo,

ich habe nun schon unendlich viel gelesen, habe aber noch keine einleuchtende Lösung für meinen feuchten Keller gefunden.

Folgendes Problem: Unser Haus wurde 1936 mit Sandsteinfundament in neben eine Tonkuhle gebaut. Nach innen eine Tonsteinwand vorgesetzt und viel später dann ein etwa 5 cm Estrichbelag auf die Lehmböden gegossen. Nach jahrelangem Fehlbewohnen (falsche Lüftung, falsche Putze, organische Farben) haben sich die Kellerwände mit Wasser voll gesogen und es sind Kollegen Kellerschwamm und Schimmel eingezogen.
Die Wände haben eine ziemlich alte Teerpappen-Horizontalsperre bei etwa 20 cm über jetziger Bodenhöhe. Keine Drainage. Der Keller schaut bis etwa 1 m über Erdbodenniveau aus dem Erdreich heraus.

Folgendes ist bisher passiert:
Schimmel und Kellerschwamm wurden fachmännisch beseitigt. Alle Putze von den Innenwänden entfernt. Fugen weitesgehend freigekratzt und nun mehr über einen Winter richtig gelüftet. Nach außen sind zumindest in den nassesten Wandbereichen die kompletten Wände bis zum Fundament freigegraben. Auf etwa 10 m Länge soll nun ein Anbau mit einer Bodenplatte auf Erdbodenniveau angesetzt werden. Ich werde also in dem Bereich nie wieder an die Sandsteinwände herankommen. Der Keller soll nie bewohnt werden und darf etwas feucht bleiben. Eine Dämmung wird also auch nur unter der Kellerdecke angelegt, bzw. in dem Bereich des Anbaus bis zum Erdniveau auch auf den Innenwänden. Ansonsten habe ich vor, die Innenwände nach dem Trocknen mit Kalkputz neu zu verputzen.

Ich habe mir nun Folgendes für die Außenwände überlegt und bin mir nicht sicher, ob das die richtige Lösung ist:
Ich entferne alle alten Fugen und Spachtel diese mit Trass-Mörtel wieder neu zu. Eine Drainage werde ich nicht anlegen, da das Gelände kein Gefälle hat, der lehmige Boden zwar nass ist, aber keine Wasserführung zu haben scheint (zumindest ist in meinen Baugruben noch keine Wasseransammlung sichtbar gewesen) und die Entwässerung des Grundstückes an den Regenwasserkanal liegt etwa 1 m über Sohle. Den sichtbaren Sockel über Erbodenniveau lasse ich ansonsten unverputzt. Der Sockelbereich, der dann im Haus liegen wird, habe ich vor, mit einem Sanierputz zu verputzen.

Nun die große Frage: was mach ich als Schutz vor das
feuchte Erdreich? Vielleicht erledigt sich das Feuchte Erdreich ohnehin, wenn erst der Vorbau dran sitzt und die komplette Hausfassade gedämmt und neu gemacht ist (nur bis auf Höhe des Sandsteinsockels). Dadurch wird die Fassade ca. 30 cm über den Sockel hinausragen.
Da ich aber nie weider unter die neue Bodenplatte komme, bin ich mir nicht sicher, ob ich nichts machen sollte und nur hoffe, dass alles gut geht. Bitum kommt natürlich für Sandstein nicht in Frage, ebenso wenig Zementputz. Aber wie sieht es mit einer mineralischen Schwämme aus oder aber auch die Idee, einfach eine Noppenbahn ohne Verklebung gegen zu stellen. Die würde das Wasser fernhalten, der Sandstein könnte noch etwas Wasser abgeben (zumindest im Mauerbereich, wo kein Anbau vorkommt). Im Bereich der Bodenplatte aber unsinnig, da es dann nich weiter nach oben entlüften kann, sondern an der Platte stoppen müsste.
Sorge ich ggf. sogar dafür, dass sich nach einer Abdichtung das aufsteigende Wasser erst recht in den schön diffusionsoffenen Bereich des Wohnraumes (Sanierputz!) hoch leite??

Hilfe! Kann mir jemand einen guten Rat (ggf. aus Erfahrungswerten) geben, was am sinnvollsten sein dürfte und was ich auf gar keinen Fall tun sollte! Liege ich mit meinen Überlegungen gar komplett daneben?

Mit freundlichen Grüßen, Torsten Maiwald



Kellerabdichtung



Hallo Torsten,
das was Sie da schreiben klingt für mich etwas konfus, logisch nicht nachvollziehbar und nach potentiellen Baufehlern.
Rein vom Gefühl her rate ich Ihnen erst einmal die Finger von Ihren Plänen zu lassen, bis sich ein Fachmann die Gegebenheiten vor Ort angeschaut hat.
Trtzdem ist es gut, das Sie zuerst fragen und dann schießen.

Viele Grüße