Feuchten gewölbekeller

08.11.2002



Hallo wir haben gerade ein altes Fachwerkhaus in Hanglage gekauft an dieses Haus ist 1900 ein Anbau gesetzt wurden und zwar rechts und links neben den Gewölbekeller.Danach ist der Keller und der Anbau 2,20 m mit Erde angeschütet wurden und auf allem eine Holz Stall-Scheunenanlage errichtet wurden.Logisch sind nun die Hinterwände und der Gewölbekeller nass da die Sperre nicht mehr vorhanden ist.Gibt es eine Lösung
für ein soloches Problem ohne die Scheune abzureissen.Wir sind fur alle Ideen dankbar.



thermische bauwerksabdichtung



s.g.hr.niessen
bei kellern, in denen die "füsse" feucht sind, und von aussen keine schutz- bzw. sanierungsmassnahmen durchgeführt werden können, verwenden wir eine sog. "thermische bauwerksabdichtung", indem wir in das mauerwerk, direkt über dem boden, einen ca. 5x5 cm grossen horizontalen wandschlitz schneiden, indem dann eine Heizung als ringleitung verlegt wird, die anschliessend wieder vermörtelt wird; die anfallende Feuchte luft, führen wir dann meistens mit einem gebläse, dass feuchtigkeitsgesteuert ist ab -luft muss dringendst abgeführt werden, weiterhin ist dieser keller aufgrund der erhöhten Luftfeuchtigkeit nicht mehr geeignet, hochwertige materialien (vor allem papier, etc.) zu lagern; hoffe ihnen etwas geholfen zu haben; grüsse aus würzburg



Nutzung?



Welche Nutzung sehen Sie denn für den Gewölbekeller vor. Es gibt unzählige und wenige gute Varianten der Trockenlegung, wenn z. B. das Gewölbe nicht gerade mit Lehm vermauert wurde. Bei früheren Fragen wurde bereits auf einiges eingegangen (-Recherche in Fachwerk.de!). Die Lösung mit Ringleitung und Gebläse halte ich persönlich für betriebskostenintensiv.



vielleicht falsch ausgedrückt



s.g.hr.lars, s.g.hr. kollege garkisch,
vielleicht haben wir uns in unserem ersten artikel etwas missverständlich ausgedrückt; sofern keine andere abdichtungsmöglichkeit sinnvoll bzw. aus kostengründen durchzuführen ist, verwenden wir die sog. "thermische bauwerksabdichtung";
bezgl. der kosten haben wir hier sehr gute erfahrungen gemacht; die kosten für deas Rohr sind sehr gering, die für den schlitz halten sich auch in grenzen und auch die Heizkosten bewegen sich zwischen 5 u. 15 % der gesamtheizkosten des objektes (abhängig von der grösse) - im vergleich z.b. zum aussenseitigen abdichten, einbauen von horizontalen sperrschichten aus edelstahlblechen, etc. entspricht dies einem bruchteil;

dennoch möchte ich zum abschluss noch einmal darauf verweisen, dass wir, ohne genaue kenntnis der sachlage vor ort, keine definitife sanierungslösung empfehlen können u. werden;
ferndiagnosen beinhalten immer ein gewisses potential von risiko; wir empfehlen, wenden sie sich bitte an einen fachmann ihres vertrauens vor ort (referenzen), der sich das problem besichtigen kann und ihnen dann eine sanierungslösung erarbeitet;
grüsse aus franken



Einschätzung



Sehr geehrter Kollege, ich habe Sie nicht falsch verstanden, auch Ihre Aussage im Bezug auf die letzte sinnvolle Möglichkeit nicht. Mein Einwand bezog sich auch weniger auf die Investition, denn auf die durch das (feuchtigkeitsgesteuerte) Gebläse hervorgerufenen Folgekosten, die wie Sie selbst anführten, zu keiner befriedigenden Nutzung führen würde.



Feuchten Gewölbekeller



Nutzung ?
Zuerst einmal ist wichtig zu wissen welche Nutzung der Keller haben soll. Dann würde ich empfehlen eine unverbindliche, kostenlose Mauerwerksdiagnose einzuholen (Anbieter bitte erfragen). Ich habe bei solchen Objekten gute Erfahrungen mit einer umweltfreundlichen (keine Chemie, keine Stromkosten)Mauertrockenlegung in Verbindung mit einer sinnvollen, kostengünstigen Sanierung gemacht. Seriöserweise kann eine genaue Vorgehensweise erst nach der Diagnose erstellt werden.