Nasser Keller

05.01.2011



Hallo,
wir haben vor drei Jahren ein Knusperfachwerkhäuschen gekauft. Es ist sehr niedrig, aber wir fühlen uns wohl. Einziges Problem: Der Keller ist sehr nass. Es ist ein kleiner Gewölbekeller, ca. 4 x 2 m, mit einer Klappe über dem Zugang. Wir haben die alte Holzklappe schon ersetzt durch eine feuchtigkeitsbeständige Klappe, aber ich habe das Gefühl, die wölbt sich langsam wegen der Nässe.
Meine Frage: Was muss man unternehmen? Wir sind finanziell leider nicht auf Rosen gebettet. Wir benötigen den Keller nicht - ehrlich gesagt, ich war noch nie unten, weil die Treppe megasteil ist. Lediglich die Gas- und Wasseruhr befinden sich dort und der Wasserhahn für den Gartenschlauch, der zweimal im Jahr betätigt werden muss. Hat jemand einen guten Tipp für uns? Vielen Dank!



Nasser Keller



Hallo Christiane,
wie genau wölbt sich die Klappe?
Zeigt die Wölbung nach oben, zum Wohnbereich?
Wie dicht sitzt die Klappe an den Rändern?
Hat der Keller ein Fenster?

Viele Grüße



Im Winter lüften



Im Winter Lüften hilft meist vorzüglich, da wird es trocken. Kommt auch ein bisschen drauf an, woher die Feuchte kommt.

stt



Moin Christiane,



möglichst für Durchzug im Keller sorgen (2 Öffnungen), Klappe dämmen, im Sommer Öffnungen verschliessen, damit die feuchtwarme Luft von aussen nicht an den kühlen Kellerwänden kondensiert.

Evtl. als "Starthilfe" erstmal 2 Wochen einen Kondensentfeuchter ("Bautrockner") reinstellen ums gröbste abzutrocknen.

Gruss, Boris



Nasser Keller



Hallo zusammen,
vielen Dank für die schnellen Antworten, ich hab gedacht, das dauert viel länger :-)) Also - wölben ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, ich habe das Gefühl, die Klappe verformt sich und hat so einen gräulichen Ausschlag durch die Feuchtigkeit. Wie könnte man sie denn dämmen? Wir sind handwerklich leider ziemliche Nullen. Ich weiß, dann sollte man ein solches Haus nicht kaufen, aber es war halt Liebe auf den ersten Blick. Auf die Idee, im Sommer das Fenster geschlossen zu halten, wäre ich nicht gekommen, aber das probieren wir mal aus. Leider ist nur ein Fenster da. An eine zweite Öffnung hatten wir auch schon gedacht, aber wer macht so was? Einfach ein Loch in die Außenwand hauen geht ja schlecht, außerdem ist da der Gasanschluß.
Grundsätzlich wüßte ich gerne: Was passiert, wenn man nichts am Keller macht und ihn naß läßt? Wir nutzen ihn ja nicht. Schadet das dem Haus? Woher die Feuchtigkeit stammt, wissen wir nicht, ansonsten haben wir im Haus keine Probleme mit Schimmel oder Feuchtigkeit. Vielen Dank im voraus für alle Antworten, wir sind für jeden Tipp dankbar :-) Gruß
Christiane



Keller feucht



Hallo Christiane,
meine Frage zielte darauf, ob die Kellerfeuchte nicht vielleicht vom Wohnbereich herkommt, also über eine undichte Kellerklappe.
Wenn in Ihrem Keller kein Wasser in tropfbar- flüssiger Form vorhanden ist, dann lassen Sie ihn so wie er ist.
Allerdings empfehle ich Ihnen den Übergang zum Wohnbereich zu dichten und zu dämmen. Das betrifft in erster Linie die Kellerklappe und die Decke.



Wird schon



"Wir sind handwerklich leider ziemliche Nullen. Ich weiß, dann sollte man ein solches Haus nicht kaufen, aber es war halt Liebe auf den ersten Blick."

Das wird schon!

"Auf die Idee, im Sommer das Fenster geschlossen zu halten, wäre ich nicht gekommen"

Dafür ist das Forum ja da. Mitlesen hilft, hab ich selbst erlebt.

Einen Kommentar hab ich noch: "Wir haben die alte Holzklappe schon ersetzt durch eine feuchtigkeitsbeständige Klappe, aber ich habe das Gefühl, die wölbt sich langsam wegen der Nässe."

Eine feuchtigkeitsbeständige Klappe, die sich wegen Feuchtigkeit verzieht ist eben NICHT feuchtigkeitsbeständig! Sie wurden reingelegt :-))

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Liebe und Freude an Ihrem Haus.

stt



Nasser Keller



Ach ja, @ stt:

und vielen Dank für das "Das wird schon"!!!



Nasser Keller



Hallo zusammen,
noch mal vielen Dank für die Antworten, das Forum hier ist wirklich toll.
Tja, ich weiß nicht, ob wir mit der Klappe reingelegt worden sind, die hat ein Bekannter von uns reingemacht, der Schreiner ist. Das Holz bzw. Material hat so einen speziellen Namen, den hab ich leider vergessen, aber er hat uns versichert, das wäre das Beste für so einen "Fall".
Wie man die Klappe dämmen soll, ist mir noch nicht so ganz klar, der Keller ist halt sehr niedrig wie das ganze Haus. Mein Mann ist 1,97 m groß und auch immer froh, wenn er da wieder raus ist; wenn er den Wasserhahn für draußen auf- oder zudreht, muss er einmal ans andere Kellerende und fegt mit seinem Haar in einem die Gewölbedecke. Er sieht dann aus wie ein Halloweengespenst und ich kann mir nicht vorstellen, in welcher Körperhaltung er die Decke dämmen sollte - und wie dämmt man eine runde Decke? Vielleicht ist wirklich die beste Idee, alles so zu lassen und rund um die Klappe so was wie Tesa Moll anzubringen, denn da zieht es auch mächtig. Meine größte Sorge war halt, dass das restliche Haus von unten her wie auch immer Schaden nimmt, aber die Sorge ist mir ja hier weitgehend genommen worden. Vielen Dank dafür!
Christiane





Hallo Christiane, hier mein e Vermutung und mein Vorschlag:
-also ich vermute der Keller und das Haus sind getrennte Bauwerke, d. h. der Keller liegt unter dem Haus, die Grundmauer des Hauses steht aber nicht auf der Kellermauer. Diesen Keller bekommt man quasi nicht trocken, man kann es nur abmildern durch entsprechendes Lüften. Um das beurteilen zu können würde ich ein Hygrometer in den Keller hängen und entspr. der Anzeige lüften oder nicht, nach Gefühl geht schlecht.
- die Feuchte im Keller kommt nicht vom Wohnbereich, denn warme Luft ist leichter als kalte und steigt somit nach oben. Die Luft aus dem Wohnbereich müsste dann sehr kalt sein (Winter), aber diese Luft enthält dann auch sehr wenig Wasser.
-wenn sich der Deckel nach oben wölbt ist er feucht ( evtl. auch zu straff genagelt)!!! Leider kenne ich die verwendete Holsart nicht ist aber egal.Ich habe eine solche Klappe in meiner Gartenlaube von unten mit unbesandeter Dachpappe beschlagen, das bringen Sie als "Nullen" auch. Ich empfehle aber vorher die Klappe auszubauen und einige/mehrere Tage zu trocknen mögl.im Sommer in der Sonne. Meine Klappe ist damit ziemlich trocken und wölbt sich nicht mehr. Oben sollte die Restfeuchte entweichen können, also keine Lackfarbe und kein Belag auf der Klappe.
Mit besten Grüßen und viel Erfolg
Gotthard Senf



Nasser Keller



Hallo Christiane, hier mein e Vermutung und mein Vorschlag:
-also ich vermute der Keller und das Haus sind getrennte Bauwerke, d. h. der Keller liegt unter dem Haus, die Grundmauer des Hauses steht aber nicht auf der Kellermauer. Diesen Keller bekommt man quasi nicht trocken, man kann es nur abmildern durch entsprechendes Lüften. Um das beurteilen zu können würde ich ein Hygrometer in den Keller hängen und entspr. der Anzeige lüften oder nicht, nach Gefühl geht schlecht.
- die Feuchte im Keller kommt nicht vom Wohnbereich, denn warme Luft ist leichter als kalte und steigt somit nach oben. Die Luft aus dem Wohnbereich müsste dann sehr kalt sein (Winter), aber diese Luft enthält dann auch sehr wenig Wasser.
-wenn sich der Deckel nach oben wölbt ist er feucht ( evtl. auch zu straff genagelt)!!! Leider kenne ich die verwendete Holsart nicht ist aber egal.Ich habe eine solche Klappe in meiner Gartenlaube von unten mit unbesandeter Dachpappe beschlagen, das bringen Sie als "Nullen" auch. Ich empfehle aber vorher die Klappe auszubauen und einige/mehrere Tage zu trocknen mögl.im Sommer in der Sonne. Meine Klappe ist damit ziemlich trocken und wölbt sich nicht mehr. Oben sollte die Restfeuchte entweichen können, also keine Lackfarbe und kein Belag auf der Klappe.
Mit besten Grüßen und viel Erfolg
Gotthard Senf



Keller



Kleine Denksportaufgabe an Gotthard Senf:
Wenn sich die Klappe nach oben wölbt, dann ist das Holz an der Küchenseite feuchter als auf der Kellerseite.
Wieso dann feuchter Keller?
Wozu dann Schweißbahn?

Zweite Denksportaufgabe:
Wenn der Keller als unabhängiges Bauwerk errichtet wurde, also quasi innerhalb des Gebäudegrundrisses aber nicht unter den Umfassungswänden, warum soll er dann feucht sein?
Dazu beiliegendes Foto aus so einem Keller. An der Stelle wurde die alte Wasserleitung unter der Außenwand und durch die Kellerwand gedrückt.
Kann man da Feuchtigkeit erkennen?

Viel Spaß beim denken und vermuten



Nasser Keller



Halo Christiane,
sieht Ihre Kellerklappe in etwa so aus?
Warum habe ich nach der Wölbung gefragt:
Nur wenn die Klappe sich nach unten wölbt, ist die Luftfeuchte im Keller höher als in der Küche, das Holz ist unten feuchter und dehnt sich aus.
Umgekehrt heißt das, die (ungedämmte)Klappe ist kälter als die Luft in der Küche- an der Oberseite bildet sich Kondensat- das Holz wird feucht und verzieht sich.
Das scheint dann wohl bei Ihnen der Fall zu sein. Das bedeutet, das Ihr Keller gar nicht so feucht sein kann, wenn man von Kondensat und etwas Kapillarfeuchte mal absieht.
Deshalb war meine Empfehlung den Zugang zum Keller a) zu dämmen und b) luftdicht zu verschließen.
In Ihrem Keller wird sich ein stabiles Feuchtegleichgewicht einstellen, da bei Ihnen wohl kein Wasser von außen nachläuft.
Ob sich nun 70, 80 oder 90% rel. Luftfeuchte im Keller einstellen, sollte Ihnen egal sein. Als Wein- und Gertränkelager ist er allemal geeignet.

Viele Grüße



Nasser Keller



Sehr ggehrter Herr Böttcher, ich nahm an, man kann in diesem Forum diskutieren und Meinungen austauschen. Sie müssen mir ja nicht zustimmen, Sie dürfen mir auch komplett widersprechen. Eine gewisse Form darf man auch da erwarten, auch von einem Premiummitglied.
Mit freundlichen Grüßen
Gotthard Senf



feuchter Keller



Genau das tun wir hier.
Sie können gern auf meine Beiträge eingehen.
Das nennt man diskutieren und Meinungen austauschen.

Viele Grüße