Kellersanierung

04.09.2007



Unser Haus von ca. 1890 ist in 2-3 Meter Tiefe teilunterkellert und hat eine Grösse von rund 7 m2 und eine Deckenhöhe von 1,80 m. Er besteht aus einem Ziegelmauerwerk und in der Mitte läuft eine total verrostete Eisenstange an der Decke entlang. Ausserdem befindet sich ein Fenster in dem Raum. Ach ja, und es hat auch mal jemand dort unten eine normale Wandheizung einbauen lassen, die aber im Moment nicht in Funktion ist. Genutzt wird der Raum, der ehemals nur ein Kartoffelkeller war nur für alle möglichen Ab- und Zuleitungen ins Haus und für eine Waschmaschine. Ueber das Originalmauerwerk wurde im Laufe von vielen Jahrzehnten viel Putz geschmiert, der bröckelt. An zwei Seiten ziehen die Wände Feuchtigkeit und es schimmelt leicht. Wir wollen den Keller nicht trocken bekommen oder weiter nutzbar machen, möchten aber, dass es aufhört dort zu schimmeln. Woher die eindringende Feuchtigkeit kommt, wissen wir nicht. Wir wohnen aber in der Nähe eines Naturschutzgebietes mit vielen Wasserstellen und ich könnte mir vorstellen, dass das Grundwasser nicht so schrecklich tife ist, weiss es aber nicht. Frahe: Was können wir wirklich Sinnvolles tun, zumal wir das Haus vermietet haben und es weiter in einem vernünftigen Zustand vermieten wollen?
Vielen Dank für Ihre Hinweise.



Der Schimmel und der Keller



Zunächst: erst mal gut, dass der Keller benutzt werden soll, als was er gebaut wurde: als Keller. Alte gemauerte Keller mögen oft keine Putze und keine dichten Fußböden. Das ist aber von Fall zu Fall verschieden.
Meist hilft: Putz runter, reinigen und auf alle Fälle lüften. Richtig lüften. Hier ist wichtig, dass die zugehende Luft trocken ist, nicht dass noch mehr Feuchte in den Keller kommt. Den ganzen Tag Lüften möglichst nur im Winter! Den Rest des Jahres sollte möglichst nur gelüftet werden, wenn die Luft wirklich sehr trocken ist und die Außentemperatur unter der des Kellers liegt.
Falsches Lüften kann übrigens zu dauerhaften Schäden führen, versalzen, ausblühen usw..

Kontrolliertes Lüften im vermieteten Objekt ist bestimmt schwierig. Intelligentes Lüften erfordert dann intelligente Mieter.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer