Wasser im Keller mit Lehmboden

06.03.2007



Hallo,

ich habe schon die Einträge zum Thema feuchter Keller gelesen und die Behebung hört sich recht aufwändig an.
Wir haben uns ein Fachwerkhaus angeschaut, das wir evtl. kaufen möchten. Der Keller ist zum Teil betoniert, ein Raum hat aber noch einen Lehmboden. Bei der zweiten Besichtigung (in der Nacht hatte es geregnet) befand sich ca. 1 cm hoch Wasser in diesem Raum. Anscheinend drückt immer wieder Wasser rein, wenn es regnet. Das Bruchsteinmauerwerk ist bröselig, wenn man mit den Fingern dran reibt und fühlt sich feucht an.
Der Keller riecht nicht muffig oder schimmlig und ein kleines Fenster hilft beim Lüften. Das Wasser scheint auch wieder abzufliessen.

Meine Frage: Muss der Keller trockengelegt werden oder kann man das auch so lassen, wenn es nicht weiter stört und das Wasser wieder abfliesst? Meine Befürchtung ist, dass auf Dauer das Bruchsteinmauerwerk verrottet, da im Taunus in der Regel auch häufig Schiefer verwendet wurde. Ist eine Feuchte Bruchsteinmauer auf Dauer eine Gefahr für die Statik? Riecht das nach großem Sanierungsaufwand? Dann würden wir lieber die Finger von dem Haus lassen.



Wasser im Keller mit Lehmboden



Hallo Michael,
Zu Deinen Fragen:
Falls Ihr den Keller nicht unbedingt trocken braucht, muß er nicht nachträglich saniert werden. Wenn das Wasser von selbst wegläuft und der Keller schon sicher lange Zeit so steht und funktioniert, wird er und das Mauerwerk auch noch länger halten.
Die nachträgliche Trockenlegung ist sicher sehr aufwändig. Ich empfehle Euch bei Kauf den Keller als Weinkeller zu nutzen. Wenn die Deckenhöhe ausreicht, 10 cm groben Kies einfüllen und Gehwegplatten ohne Vermörtelung auflegen. So ist der Boden immer trocken.
Wenn bei der Sanierung des Hauses Dachentwässerung, Geländeprofil, Oberflächenentwässerung usw. erneuert werden, kann das schon ausreichen, den Wasserzufluß zu vermindern.

Viele Grüße
Georg



Eine Lösung gibt es immer.



Hallo Michael,


Die örtlichen Bedingungen sollten geklärt werden wie auch die Nutzung. Eine feuchte Mauer
bricht, nur weil Sie feucht ist, nicht gleich zusammen. Lüften ist eine gute Entscheidung, wenn Sie sich mit
dem Wasser arrangieren können hilft ein Entfeuchtungsputz. Dieser ist für feuchte Wände ideal -
es gibt keine bessere Alternative.

Mit freundlichen Grüssen.

Andrea