Luftfeuchtigkeit im Keller senken / Festigkeit Lehmboden

14.06.2010



Hallo Zusammen,
folgende Situation:
Gemauerter Keller, Bj. 1920.
Untergrund: Lehmboden
Der Vorbesitzer hat etwa 20cm vom ursprünglichen Lehmboden im Keller abgegraben und mehr Kopffreiheit zu haben und einen Boden hineinbetoniert (Aufbau unklar bis fragwürdig).
Unter dem Beton dürfte zur Abdichtung Plastikfolie liegen, zumindest sieht man welche am Anschluss zu den Wände herausstehen.
Gemacht wurde das ganze vor etwa 10-15 Jahren.
Natürlich wurde bei den "Grabungsarbeiten" auch das Fundament etwas freigelegt.
In der Mitte des Kellers steht der Schornstein, dessen Fundament ebenfalls mit freigelegt wurde.
Zur Zeit habe ich keine Ahnung, wieviel von den Fundamenten noch in der erde ist, dazu müsst ich eine Ecke vom Boden wegstemmen und runtergraben.
Meine Frage ist jetzt: inwiefern kann die Tragfähigkeit vom Lehmboden nachlassen, wenn durch eine etwaige Nutzung die Feuchtigkeit im Keller zurückgeht und der Lehmboden unter dem boden bzw. im Bereich der Fundamente zu trocken wird.
Oder wird der Lehm vom umgebenden Erdreich immer ausreichend feucht gehalten.
Die normale Luftfeuchte im Keler liegt bei ca. 60-70%
Nachdem fast 3 Wochen anhaltenden Dauerregen ist die Feuchtigkeit etwas angestiegen und ich will diese mit einem Lufttrockner wieder auf normalniveau bringen, bis das umgebende Erdreich wieder die normale Feuchte hat.
Der Grundwasserspiegel liegt ca. bei 16m.
Fotos vom Keller: http://picasaweb.google.com/idingert/Haus#

Vielen Dank schon mal für eure Ratschläge.
tom



Keller



Hallo Tom,
hier kann man Entwarnung geben.
Der sichtbare Sockel ist gemauert, das bedeutet es wurde keine Fundamentflanke freigelegt und damit keine Mantelreibung vom Fundament genommen.
Das Schornsteinfundament scheint mir verstärkt zu sein, auch hier keine Gefährdung vorhanden.
Der Beton wirkt wie eine Auftriebssicherung gegen Grundbruch.
Falls bindiger Boden anliegt, so wird sich die Eigenfeuchte kaum verändern. Bei starkem Regen kann ein erhöhter Wasseranfall außen am Fundament anliegen, aber da dieses Haus schon eine ganze Weile steht ohne das Verformungen aufgetreten sind, stellt dies auch kein Problem dar.
Bei Austrocknung und unter Belastung kann bindiger Boden schrumpfen, wenn das Porenwasser ausdiffundiert bzw. ausgequetscht wird. Auch hier sehe ich keine Probleme, die Abdeckung verhindert Austrocknung und die Konsolidierung (Setzung durch Auflast) ist lange abgeschlossen.
Ein schöner Keller!

Viele Grüße