Dämmung Kellerdecke und Feuchtigkeit

11.11.2011



Wir haben ein Haus Baujahr ca. 1930. Das Haus besteht komplett aus Ziegelwänden. Es sind zwei Horizontalsperren im Keller vorhanden. Die Erste Sperre am Kellerboden über dem ersten Ziegelstein. Die zweite Sperre befindet sich auf Augenhöhe ca. 1,85m im Keller. Ich bin gerade dabei die Fugen der Ziegelsteine neu zu verfugen. Es bricht fast überall der alte Mörtel raus. Teilweise wurde Putz aufgetragen (natürlich der Falsche) und diser löst sich nun natürlich. Der Keler soll zukünftig als reiner Keller und nicht als Aufenthaltsraum dienen. An einigen Ziegelsteinen geht die oberste Schicht ab. Aus meiner sicht wurde hier jahrelanf falsch gelüftet und das Mauerwerk mit falschen Mörtel verschlossen. Dank dieses Forums verfuge ich nun mit reinem Kalkmörtel. Es gibt im Keller immer eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Früher (bis vor ca. einem dreiviertel Jahr) hatte man im Keller gewaschen. Dies geschieht jetzt aber nicht mehr. Damals waren auch teilweise Kellerfenster komplett herausgenommen, diese wurden jetzt eingesetzt. Jetzt wird abhängig von Temperatur (Außen) und Luftfeutchtigkeit am frühen Morgen stoßgelüftet. Am Kellerboden haben wir aber trotzdem immer leichte Feuchtigkeitsflecke. Den alten Putz im Keller (Vermutung Zement- oder Sanierputz) eintferne ich zur Zeit komplett und mache die Fugen der Ziegelsteine neu. Nun wollen wir die Kellerdecke (Hohldielen aus Beton) dämmen. Was könnte man für die Dammung empfehlen, oder sollte man vorher einen Baubiologen kommen lassen???



Kellerdecke



Hallo Puschi,
für die Kellerdecke empfehle ich ihnen Topdec Kellerdeckendämmung von Isover.
Das Material kostet etwa 25,- €/m².

Zu den den feuchten Flecken auf dem Fußboden kann ich ohne genaue Kenntnis der Örtlichkeit nichts sagen.
Wichtig ist das es kein flüssiges Wasser ist das in den Keller dringt.

Das mit dem "reinen" Kalkmörtel sollten Sie nicht so eng sehen. Wichtig ist das der eingesetzte Mörtel nicht härter ist als der Untergrund, also die Ziegel.
Da es ein normaler Keller bleiben soll, könnten Sie sich auch die Mühe mit dem Verfugen sparen und einen einfachen Pinselputz aufbringen, darauf einen frescalen Kalkanstrich.

Noch ein Tipp:
Sehen Sie sich mal den Sockelbereich außen genauer an. Das ist der Bereich etwa 40 cm unter und 40 cm über der Geländeoberfläche. Hier kann Spritz- und Sickerwasser ans Mauerwerk, bei defekter senkrechter Abdichtung und anströmendem Oberflächenwasser dringt dieses Wasser ins Mauerwerk.
Falls sie mehr über die Funktion von Kellerabdichtungen wissen wollen schauen Sie mal auf meine Homepage. Da steht unter Tipps und Infos etwas über trockene Keller.

Viele Grüße





Hallo,
vielen Dank für die netten Tip. Ich habe jetzt ein wenig über das von Ihnen empfohlene Produkt beim Hersteller gelesen. Handelt es sich bei der empfohlenen Dämmung um „Toptec UNIVERSAL“ oder wie ist die genaue Typenbezeichnung? Unsere Kellerdecke ist sehr uneben und ab und zu sind verlegbare Kabel und Rohre vorhanden die nicht ohne weiteres verlegt werden können. Kann man nun das Produkt an diese Gegebenheiten anpassen und dabei Lufteinschlüsse bei der Dämmung vermeiden? Trotz Videos des Herstellers konnte ich da keine richtigen Infos finden und das Produkt sieht trotzdem sehr starr in seiner Materialstruktur aus.
Der Kellerboden ist an einigen Stellen wie schon erwähnt nur leicht feucht. Also kein flüssiges Wasser vorhanden. Unser Haus liegt an der Hinterseite an einem kleinen Hang zum Wald (Geflläe zum Haus ca. 10 %: Das Gelände zieht aber wiederum seitlich um ca. 10 % weg vom Grundstück. Das Hinterhaus sitzt zur Häfte bis ca. 1,90 Meter im Erdboden. An der anderen Hälfte befindet sich der Hintereingang (Höhe kurz über Fundament) wo eine Ziegelmauer mit Treppe außen mit einen Abstand von ca. 90cm vom Haus sitzt. An der vorderen Seite des Hauses geht das Erdreich bis ca. 1,60 m direkt bis an das Haus. Als man das Haus vor ca. 10 Jahren sanierte brachte man einen Streifen mit groben Kies als Spritzschutz an ca. 60 Prozent der Hauswände an. Wie tief dieser geht habe ich leider noch nicht ergründet. Der Sockel wurde komplett damals mit irgendeinem Putz (Vermutung Zement) auf Putzgage neu gemacht. In dem Bereich des Erdreiches sieht man eine Streifenstruktur (grau), als wenn irgendein zusätzlicher eventueller wasserabweisender Stoff aufgepinselt wurde. Unser Boden herum um das Haus besitzt viele Lehmschichten. Die bestätigten uns die vielen Grabarbeiten im Grundstück um das Haus herum. Manche Lehmstellen unserer Einfahrt waren wie total weiche Knetmasse. Bei anderen Grabungen am Hinterhaus ist der Lehm halt feucht. Eine Drainage gib es heute noch nicht am Haus. Wir haben nun den Gedanken das Haus im nächsten Jahr Stück für Stück an der Wand bis zum Fundament aufzugraben. Diesen Bereich dann eventuell glattputzen und danach mit Heißschweißbahn zu bekleben um eine Vertikalsperre zu errichten. Weiterhin wollten wir ca. 0,5 Meter vor diesen Wänden eine Drainage mit Kies und Flies errichten. Und den Rest bis zur Oberkante Erdboden mit groben Kies als Spritzschutz auffüllen. Nun habe ich viel gelesen, das bei Vorhandensein eines Lehmbodens die Installation einer Drainage um das Haus herum negative Effekte bringen kann. Können Sie das bestätigen? Leider weiß ich nicht wie ich mehrere Bilder hier im Forum Bilder einstellen kann, dann würden einige Dinge selbsterklärend sein.

Grüße aus Thüringen