Nahrung ...

04.05.2010



Guten Morgen

Es gab in meiner Garage vor genau 8 Jahren einen Pilzbefall . Dieser wurde durch Unwissenheit vom Vorbesitzer im Keller der Garage gezüchtet . Er hatte den Keller mit Bauschutt verfüllt , unter anderem auch Holzreste . Der Keller scheint früher schon immer recht feucht gewesen zu sein . Ein halbes Jahr nach dem Verfüllen kam der Pilz im Erdgeschoss hinter den Fussbodenleisten zum Vorschein .
Also wurde alles wieder aus dem Keller geschafft . Dann wurde eine Probe im Labor untersucht und es handelte sich nicht um den echten Hausschwamm . Mehr konnte ich nicht in Erfahrung bringen . Zumindest wurde im Keller der Putz von den Wänden geschlagen und mit Borsalz behandelt . Dann hat der Vorbesitzer den behandelten Keller 8 Monate kontrolliert und dann diesen mit Füllsand aufgefüllt .
2005 habe ich das Haus gekauft und wurde über einen Pilzbefall informiert . Eine Rechnung von der Firma habe ich gefunden . Behandlung mit Borsalz usw holzzerstörender Pilz usw usw . Mehr ist leider nicht festzustellen .
Nun meine Frage . Dem Pilz ist ja seine Anfangsnahrung genommen worden . Weitere Myzellstränge kann ich so nicht feststellen . Ist davon dann auszugehen , dass sich die Sache erledigt hat ?

Vielen Dank
Horst



Dokumentation...



Hallo,
wenn das Holz im Keller entfernt wurde und das Mauerwerk durch eine Fachfirma mit Schwammsperrmittel behandelt wurde, ist zunächst einmal nicht davon auszugehen, dass der Echte Hausschwamm wieder auflebt. Allerdings sollten auch die weiteren Rahmenbedingungen abgeklärt werden:
- Wer hat den Befallsumfang untersucht und dokumentiert?
- Gibt es in der Deckeneben KG/EG verbautes Holz, und wenn ja, wie ist der Deckenaufbau?
- Wurde die Schwammbekämpfung vollumfänglich durchgeführt, d.h. wurden z.B. auch die möglicherweisen massiven Bauteile der Decke und aufgehenden Wände im EG mit einem Schwammsperrmittel bekämpft?
- Wenn bei der Schwammbekämpfung im EG nicht die in der DIN geforderten Sicherheitszonen eingehalten wurden (dies muss nicht zwangsläufig einMangel sein), welche Gründe gab es dafür und wo wurde dies dokumentiert?

Zur Schwammbekämpfung sollte es eine Dokumentation seitens der ausführenden Firma oder ein Gutachten eines Sachverständigen geben. Fordern Sie dies beim Vorbesitzer an. Möglicherweise erteilt Ihnen auch die Fachfirma Auskünfte.

Ungünstig wäre es in Ihrem Fall, wenn sich ausschließlich auf die Schwammsperre in den Kellerwänden verlassen wird, und im EG Holz ungeschützt verbaut worden ist. Die Borsalze werden sich bei entsprechender Feuchtelast mit der Zeit aus dem Mauerwerk auswaschen. Das muss kein Problem darstellen, wenn bei der Planung der Sanierung dies mit einkalkuliert worden ist (auch hier wieder der Hinweis auf ein Gutachten/Dokumentation).

Gruß aus BS
Boris Blenn





Hallo
Leider habe ich nur eine Rechnung von der Firma gehabt . Diese ist nicht mehr vorhanden . ich werde mich aber mal an den Vorbesitzer wenden . Mal schauen was er noch so alles hat .
Ich kann nur noch soviel sagen .

Die Decke bestand laut Bilder und Aussagen aus Stahlbeton .
Der Keller war immer recht feucht , daher sah man keinen Nutzen davon .
Dann hat er diesen ja mit "Müll" u.a Holz zugeschüttet , was zu diesem Schimmelbefall führte . Es war aber laut Aussage Vorbesitzer kein echter Hausschwamm . Er hätte es untersuchen lassen . Auch da werde ich ihn nochmal nach fragen .

Gehen wir doch einmal davon aus wir haben einen Keller in dem ein alter Holzschrank steht . Dieser wird vom echten Schwamm befallen und der Schwamm wächst und wächst .
Nun nehme ich dem Schwamm die Nahrung , also den Schrank , weg . Wächst er dann trotzdem ohne Holz weiter ?

Danke



Wer lesen kann...



...ist klar im Vorteil. Ich hatte gelesen, dass Echter Hausschwamm festgestellt wurde. Mein Fehler.
Ein Prüfbericht vom Labor wird es ja gegeben haben. Den sollten Sie sich vorsorglich zeigen lassen.

Wenn es sich nicht um Echten Hausschwamm gehandelt hat, war die Borsalzbehandlung des Mauerwerks sogar zuviel des Guten, da nicht notwendig und laut Zulassungsbescheid der Holzschutzmittel auch nicht erlaubt bei Naßfäulepilzen.

Wird einem Organismus die Nahrung entzogen, so wächst er nicht mehr weiter. Echter Hausschwamm macht auch da im Prinzip keine Ausnahme. (Einige?) Pilze haben allerdings die Fähigkeit, das eigene Mycel zu resorbieren, um an anderer Stelle weiterzuwachsen. Dadurch können aber nur geringe Entfernungen zurückgelegt werden, und auch das nur bei einem ausgeprägten Befall mit ausreichend Biomasse. Ich habe gehört, dass der Echte Hausschwamm auf diese Weise bis zu etwa 10-30 cm weiterwachsen kann, bis ihm die "Puste" ausgeht.





ok dann bedanke ich mich für die antworten . das hat mir schon sehr geholfen . wünsche einen schoenen tag .
gruss
horst