Hochwasserschaden Gewölbekeller von 1776

08.09.2010



Hallo und folgende Fragen: Bei uns ist vor 4 Wochen ein verheerendes Hochwasser durchs Haus geflossen. Einzig über dem Gewölbekeller war noch eine Lehmstampfschicht+kapillarbrechender Aufstreuschicht. Darin eingebettet aber auf Randsteinen der Wände aufliegend, waren Holzbalken 100x120mm und darauf eine 27mm Holzdielung. Alles ist jetzt raus und nun soll energiesparend, HOCHWASSERSICHER, und verträglich für den Keller und das übrige Haus(Vollziegel, Doppelmauerwerk ca. 1912)saniert werden. Geplant ist eine Ebenheits- und Sauberkeitsschicht als Porenleichtmörtel wasserdicht XC4( Poriment Dämmung aus dem Fahrmischer von Heidelberger Zement als Grundschicht über dem Gewölbe ausbringen, danach Bitumenschweißbahn, darauf verdichtungsfeste Dämmung EPS DEO WAP 035 oder XPX und darüber 50-60mm Zementestrich. Um später mit Trittschallschutzunterlage , Laminat Verlegen zu können. Spricht etwas gegen diesen Aufbau, oder hat jemand schlechte Erfahrungen damit und gibt es vielleicht bessere Vorschläge. Bin im Zeitdruck der Entscheidung, will aber künftig wasserfeste Baumaterialien verbauen. Recht vielen Dank.





Kann es sein das es sich um eine Kappendecke handelt und nicht um ein Gewölbe ?

Grüße aus Schönebeck



Kappendecke oder Gewölbekeller?



Ja kann gut sein, es sind am Rand echte Grnitsteine und zur Mitte hin Vollziegel oder Klinker gewölbt vermauert. Wie gesagt, alte Basis, mehrfach umgebaut



Bilder sagen mehr als tausend Worte



Hallo

stell mal ein Bild rein, dann braucht man nicht so viel fabulieren.

Von dem zementchemikalischen Aufbau rate ich ab.

FK





Ok,

Bj. 1776 vom Keller sollte dann ein Gewölbe sein, bin mit dem Bj. 1912 vom Haus durcheinander gekommen.

Grüße aus Schönebeck



"Wasserfest Bauen"



geht mit Kunststoffen, Bitumenbahnen, WU-Betonen und Edelstahl. Und dann müssten alle Bauteile gegen solche Materialien ausgetauscht werden.
Allerdings werden bauphysikalische Prozesse wie Dampfdiffusion und kapillarer Feuchtetransport komplett unterbunden. Und wer will in sowas dann wohnen??
Der einzig wirkungsvolle Schutz vor Wasser ist, das Zeugs draussen zu halten. Mit Eurem "Wasserfesten" Aufbau gibts sicher Feuchteprobleme, auch ohne Hochwasser.
Wählt lieber einen Aufbau, der im Ernstfall leicht zu demontieren ist und schnell wieder ausgetrocknet werden kann. Und nach Trocknung wieder eingebaut werden kann.
MfG
dasMaurer





Ich hab mit der Bauweise keine Probleme. Beim x-ten Hochwasser spätestens vergeht Ihnen die Lust am Austauschen.

Grüße von 2,00 m unter maxH 1929.

(da sollte man einfach nicht siedeln, aber ist ja nun mal passiert)