Sandstein im Keller / Vorstellung




Hallo Ihr Lieben.

Mein Name ist Thorsten.
Ich beabsichtige, mir ein Fachwerkhaus zu kaufen. Baujhar 1746.
Drei Seiten des Hauses sind verputzt, nur die Rückseite ist das Fachwerk zu sehen (Esemble Schutz).

Nun habe ich mir das Haus am Dienstag angesehen und mich gleich in das Heim verliebt.
Da ich aber mit Fachwerk KEINERLEI Ahnung habe, bin ich nun hier gelandet und freue mich jetzt schon riesig auf Eure Hilfe :-)

Nun meine Frage (n)

Das Fundament besteht aus Sandstein. Die Sandsteinmauer im Keller wurde auf dem Lehmboden gebaut (also keine Beton oder Steinplatte) im Keller.
Bei der Besichtigung ist mir aufgefallen, das das Mauerwerk im Keller eine gewisse Feuchte hat. (Fugen und Sandstein bröseln teilweise)
Der Makler meint, das sei für so ein Haus Normal und sicherlich ist das früher auch bewust so gebaut worden...

Nun meine Frage:
Stimmt das, das eine gewisse Feuchtigkeit im Mauerwek vorhanden ist und das das nicht schlimm ist??

Vielen Dank schon einmal für Eure Antworten :-)



Sandstein feucht …



Hallo

na DAS ist ne Frage …

Feuchtz ist feucht oder auch nicht …

Wenn die Feuchte natürlich ist … ist sie "gut" … wenn sie auf Grund von anderen Baufehlern neu entstanden ist und vermehrt auftritt kann sie zu weiteren Schäden führen …

Maklergeblubber kann man in der Hinsicht in den Abort treten …
DAS ist wahrlich keine baufachliche Aussagekraft … 

Ich habe schon alte Hütten gesehen deren Keller wirklich nass waren aber alt und stabil … dann auch andere die nass und marode waren wegen der neuzeitlichen "Baukunst" und deren DIN-fetischistischen Predigern, die NUR auf Chemopampe setzen anstatt auf jahrtausend alte Überlieferungsnachhaltigkeit … wie im Medizinbereich … lieber Chemo schlucken anstatt gesund werden …

Man müsste es sehen umd was zu sagen … etweder "gut" oder "normal" oder "sch…"

Florian Kurz





Danke erst einmal für die Antwort.

Nun ja, ich habe wohl gesehen, das an der Hauswand von Außen eine Reihe mit Kies (so lang wie das Haus) und ca, 0,5m breit entlang läuft. Vermute eine Drainage.

Die Wand ist nicht triefend nass, aber schon Klamm / leicht beschlagen.

Der nächste Kellerraum ( Heizungskeller) ist komplett Verputzt und hat auch eine Bodenplatte (Estricht)



Eine Beratung ...



... tut Not. Kaufen Sie auf keinen Fall dieses Haus ohne eine fachkundige Immobilienkaufberatungdurch einen fachwerkerfahrenen Architekten oder Bauingenieur.

Vergessen Sie das wohlfeile Maklergeschwätz. Makler wollen verkaufen und nicht beraten und sind vornehmlich an ihrer Provision interessiert.

Bei FAchwerkhäusern müssen Sie immer mit dem Thema Baufeuchte aus den unterschiedlichsten Quellen und den damit verbundenen Bauschäden rechnen.

Die können um Keller/Fundament beginnen und sich über die Bodenkonstruktion bis in die Außenwände und das Dach ziehen. Verputztes Fachwerk (seit wann?/welcher Putz?/welcher Anstrich?) ist ggf. prädestiniert dafür, unter dem Putz zu verrotten.

Wenn Sie KEINE AHNUNG von FAchwerkbauten haben -und sich damit in der gleichen Situation wie die meisten fachwerkinteressierten Käufer befinden- können Sie auch nicht im entferntesten abschätzen, welche Sanierungskosten nach dem Kauf auf Sie zu kommen.

Deshalb mein Rat: Entlieben Sie sich! Ein Hauskauf, insbesondere ein ALtbaukauf, ist keine romantische Angelegenheit, zu der man sich aus einem Bauchgefühl heraus bekennt.

Ganz rational müssen überprüft werden: Konkrete (finanzielle) Folgen und Auflagen aus dem Ensembleschutz (=Denkmalschutz?), Bauschäden nach Inaugenscheinnahme, Sanierungs- und Umbaukosten, bau-, planungs- und nachbarschaftsrechtliche Einschränkungen etc. Alle bisher vorgenommenen "Sanierungsarbeiten" müssen sehr kritisch überprüft werden; sie sind in den seltensten Fällen fachkundig und substanzgerecht ausgeführt worden.

Investieren Sie in eine gute Kaufberatung und lassen Sie es sehr langsam angehen.




So schaute das ganze ohne Plane aus

Hallo Thorsten,

bitte tu' Dir einen großen Gefallen und nehm' zu weiteren Besichtigungen jemanden mit, der sich wirklich mit alten Fachwerkhäusern auskennt!

Das Fundament ist bei ollen Häusern nur eins von ganz vielen Dingen, wo man als Laie - ich bin auch einer! - völlig falsch liegen kann. Eventuell gibt es bei Deinem Traumhaus viel gravierendere Probleme, die viel teurer zu beheben sind. Und das gilt für Baujahr 1746 ganz genauso wie für ein Haus von 1960 oder 1985.

Und mit Maklern haben wir auch unsere Erfahrungen gemacht. Wenn die Aussage "Ensembleschutz" nur vom Makler oder Eigentümer kommt, würde ich auch die mit Vorsicht genießen. Schau mal unter http://denkxweb.denkmalpflege-hessen.de/ nach, vielleicht ist Eure Gegend schon online recherchierbar. Und auch bei einem Ensemble-Denkmal würde ich bald (vor dem Kauf!) bei der unteren Denkmalschutzbehörde in die Sprechstunde gehen. Dort kann man dann noch vor dem Kauf besprechen, welche Sanierungen, Umbauten etc. geplant sind und ob vielleicht sogar Geld zur Unterstützung bereit steht.

Viele Grüße

Dirk - mit "Sanierungsprojekt" in der Wetterau

Ps: Will Pickartz war schneller beim Artikel-Schreiben als ich ;-) Und: Auch in Häuser die gar nicht danach aussehen kann man sich verlieben...



makler



blubbern in der regel wirklich viel aus ihrem gefährlichen halbwissen heraus. im prinzip hat er in diesem fall sogar recht,aber wie oben in einer antwort schon angeraten sollte sich das bei der nächsten Besichtigung auf jeden fall ein fachmann anschauen. jedes haus ist anders und muss auch aus diesem grunde individuell behandelt bzw begutachtet werden.

gruß



Aber Obacht...



... bei der Wahl des Sachverständigen. Da gibt es auch genug Nichtsblicker...





Hallo Thorsten,

da man das bei meiner Antwort falsch herauslesen kann: Dass das Fundament ganz leicht feucht ist, ist häufig tatsächlich kein Problem.

Ein Arbeitszimmer einzubauen ist aber beispielsweise keine gute Idee. Es ist wichtig abzuklären, dass keine anderen Gründe dafür vorliegen (kaputte Regenrinne, erhöhter Boden ums Haus so dass Wasser ans Haus kommt, falsche Dämmung...).

Viele Grüße

Dirk



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Generell waren Keller früher nicht als Wohnräume gedacht, sondern dienten in der Vor-Kühlschrank-Zeit als Lagerraum für Lebensmittel. Hier war eine höhere Luftfeuchtigkeit eher von Nutzen, als Folge davon sind viele Kellerwände auch feucht (u.a. durch Kondensation).

Zu weiteren Besichtigungen jemanden mitzunehmen, der sich wirklich mit alten Fachwerkhäusern auskennt, ist sicher eine gute Idee. Eine gewisse Feuchtigkeit im Mauerwerk ist aber in den meisten alten Kellern vorhanden und per se kein Grund zur Sorge.



gewisse Feuchtigkeit



Hallo,

Eine "gewisse" Feuchtigkkeit im Sandsteinkeller war zur Bauzeit beabsichtigt.
Keller waren sehr wichtig zur Einlagerung von Feldfrüchten und Obst.
Kellerbauen war ja eine echte Herausforderung---- Loch von Hand graben---- schwere Steine verbauen usw.

Aber: Was ist eine gewisse Feuchtigkeit?

Wenn es nicht so weit weg ist, können Sie sich bei Bedarf bei mir melden.

viele Grüße