Alten keller sanieren

06.02.2009



Hallo zusammen,

wir stehen vor folgendem Sanierungsproblem:

Unser Haus Baujahr 1934 hat einen Kellerraum.
Dieser hat keinen Boden (auch keinen Lehm etc.). Wir haben stets hohe Luftfeuchtigkeit in diesem Keller, die an den Waenden und der Decke kondensiert. Die Aussenwaende bestehen aus 60 cm Schotterbeton, davor ist noch einmal vorbetoniert mit Perimeterdaemmung, Noppenfolie, Drainage usw..

Die Balken an der Decke sind zum Teil faulig und wir moechten diese austauschen.

Folgende Vorgehensweise haben wir uns ueberlegt:

Kellerboden noch 15 cm ausgraben

-Schotter als kapillarbrechende Schicht 15cm
-Folie
-Splitbett
-Tonhohlplatten

Decke:

Neues Balkenlager mit Einschub aus OSB
Dazwischen Liaporschuettung
Obendrauf OSB verschraubt
Trittschalldaemmung
Trockenestrichelemente
Linoleum

Ist es sinnvoll von unten noch eine Dampfsperrfolie anzubringen, und wenn ja kann ich diese dann mit Fermacell oder aehnlichem verkleiden (nur aus optischen Gruenden)?

Der Keller wird nur als Lagerraum genutzt, es soll aber eventuell mal die Gefriertruhe rein.

Vielen Dank fuer die Antworten.



Kein Boden ?



Erläutern Sie das doch mal. Fahren Sie direkt zur Hölle ?

Grüße



Betr. kein Boden



ok es ist ein Boden vorhanden.
Erdreich ist vorhanden aber keinerlei Aufbau.

Kann ich so wie beschrieben vorgehen?
Ich kann nicht viel weiter ausgraben da das Fundament hier aufhoert.



Keller sanieren



Hallo Alex,
Sie sollten bereits aufhören zu graben, wenn Sie die FUNDAMENTOBERKANTE, nicht die UNTERKANTE!!! erreicht haben. Das Freilegen des Fundamentes gefährdet die Standsicherheit Ihres Hauses.
Zum Aufbau:
Schotter ist teuer und überflüssig, geht aber.
Eine Folie darauf ist nutzlos, beim Einbau des Splitts wird sie zerstört. Wenn, dann ein Geotextil als Zwischenlage.
Ein dünnes Splittbett darauf bringt gar nichts, die Folie oder das Geotextil wirken wie eine schwingende Membran.
Was für Tonhohlplatten und warum wollen Sie verlegen?
Die Dinger, egal wie sie aussehen, sind auf jeden Fall nutzlos und zu teuer.

Alternativvorschlag:
- feuchten, vernässten Boden ausbauen,
- glatte Oberfläche als Planum herstellen,
- wenn Sie eine Folie einbauen wollen, dann hier drauf,
- Kiessand ca. 10 cm einbauen und Verdichten,
- Gehwegplatten in Sand 0-5 knirsch verlegen.

Für die Gefriertruhe suchen Sie sich lieber einen anderen Platz im Haus.
Wenn doch, dann stellen Sie das Gerät auf einen Sockel: Jeweils eine Gehwegplatte pro Fuß reicht schon.

Viele Grüße



Tonplatten



Hallo Herr Boetcher,

vielen Dank schon mal fuer die Antwort.
Die Tonhohlplatten sollen ganz gut die Feuchtigkeit regulieren, deshalb habe ich an diese gedacht. Im Splitt verlegt um einen ebenen Untergrund zu haben.
Die Folie wollte ich auslegen um ein wenig die Verdunstungsfreuchtigkeit auszusperren ohne eine Betonplatte einzugiessen.

Bodenplatten aus Beton sind natuerlich auch eine Alternative um einen sauberen Boden zu bekommen. Vielen Dank.



Feuchter Keller



Hallo Alex,
welche Feuchte sollen denn Deine Tonplatten regulieren?
Die von unten kann es ja wohl nicht sein, dazu willst Du ja eine dichte Folie legen.
Gut feuchteleitendes kapillares Material wie Ziegel wurde früher in die Keller als Flachschichtpflaster gelegt, damit möglichst viel Bodenfeuchte über die Steinoberflächen verdunsten konnte. So wurden die Keller im Sommer gekühlt.

Willst Du eine feuchte Fußbodenoberfläche und eine möglichst hohe Luftfeuchte, dann lass die Folie weg.
Willst Du einen zumindest oberflächlich trockenen Fußboden, dann lass die Tonplatten weg.
Übrigens kann man den Begriff Tonhohlplatte weit auslegen.
Ich verstehe darunter Tonhourdis, Deckenfüllkörper zum Einhängen in Elementedecken.
Solche Füllkörper sind nicht als Bodenbelag gemacht, sie zerbrechen bei Punktlasten.

Viele Grüße