Kellerverschönerung, Tipps für den Boden bitte!

11.07.2008



Renoviere unseren Keller, er soll aber Keller bleiben...

Baujahr 1907, Bruchsteinmauer ca. 60 cm dick. Ab Unterkante Fenster steht das Haus in der Erde, deshalb sind die Mörtelfugen auch erdfeucht. Der Kellerboden war ursprünglich einfach mit Schotter, wurde aber beim Umbau 1942 mit einer Betonschicht übergossen. Diese ist aber nur zwischen 3 bis 8 cm dick, und lässt entsprechend Feuchtigkeit durch.

Der Boden wird ab und zu an den Rändern von unten her feucht, wahrscheinlich vor allem dann, wenn die Trocknungsleistung aufgrund des Klimas nicht so gross ist, richtig nass ist er nie. Es sind nur etwa 10% der Fläche davon betroffen.

Der Boden soll nun definitiv schöner werden, die Ideen reichen von Tonplatten bis Natursteinplatten. Kann man die direkt auf einen Betonboden legen, der von unten Feuchtigkeit bringt (die Feuchtigkeit stört mich nicht, soll kein Wohnraum werden)? Besser abdichten? Wenn ja wie.

Vorab: Ich möchte keinesfalls den vorhandenen Betonboden rausreissen und einen neuen Betonboden giessen. Das mag zwar evtl. eine optimale Lösung sein, aber für einen Keller ist mir der Aufwand zu gross.

Bin gespannt auf Eure Tipps!

Gruss
Christian





Hallo Christian,
da du dich mit der Ausgleichsfeuchte deines Bodens arrangiert hast und dich kurzfristige Feuchte Stellen nicht stören würde ich auf einen Belag verzichten. Die Diffusion wird erschwert und die Feuchtigkeit in der Bodenplatte steigt. Sie wird sich auf kurz oder lang ihren weg die Wände hinauf suchen. Ich würde mir einen Topfschleifer kaufen oder leihen(mit adäquatem Staubsauger) und den Boden Schleifen. Du erhältst so einen ebenen Boden der gut zu reinigen ist und auch besser ausschaut als dein Rohbeton.
Das ganze ist zwar eine Schinderei mit einem so kleinen Gerät, dafür aber selbst machbar und Kostengünstig.

gruß



Kellerboden



Das die Betonplatte hier nicht das ideale ist, ist wohl klar.
Mann könnte aber z.B. Natursteine in einem Kalkmörtel darauf Verlegen oder ein Feinplanum aus Splitt und Pflastern (z.B mit alten Backsteinen). Beides diffusionsoffene Varianten, die sich nicht mit der vorhandenen Feuchtigkeit beißen.
Viele Grüße



Kellerverschönerung



Und falls an der besonders feuchten Ecke zufällig außen ein Standrohr von der Dachentwässerung verlaufen sollte, empfehle ich Dir eine Kontrolle auf Funktionstüchtigkeit.

Viele Grüße



ja die besonders feuchte Ecke...



Da war die Dachentwässerung defekt und die Ecke muss mal bis unter die Decke feucht gewesen sein, der Lagerbalken in der Wand und die Balkenköpfe der hinteren zwei Deckenbalken sind nämlich weggefault (deshalb die Stützen). Vor 4 Jahren haben wir neue Dachentwässerungsleitungen ums Haus legen lassen. Ich werde mal noch den Anschluss an die neuen Leitungen überprüfen.....

Christian



Feuchter Keller



Aha.

Viele Grüße