Feuchtigkeit im Gewölbekeller

01.08.2007



Letzten Winter haben wir in unserem Gewölbekeller einen Partyraum eingerichtet, da war der Raum noch trocken.
Jetzt im Sommer haben wir dort unten ein Feuchtigkeitsproblem, das Wasser, vermutlich Kondenswasser, läuft an warmen Tagen fast die Wände herunter, zusätzlich riecht es modrig.
Was kann man dagegen tun? Raumluftentfeuchter mit Salz(?) bringen kaum Besserung. Elektrische Entfeuchtungsgeräte sind mir zu teuer.
Der Keller ist aus Sandsteinen gemauert und mit Kalk(?) verputzt, im Sockelbereich ca 1m hoch mit einem Zementputz (vom Vorbesitzter) verputzt und mit einer Wasserdichten Farbe gestrichen worden. Belüftet nur durch ein Fenster von ca 20x40 cm



Moin



eine Zwangsentlüftung dürfte das Problem lösen, bitte benutzen Sie die Suchfunktion



Feuchtigkeit im Gewölbekeller



Hallo Herr Zettl,

im Sommer ist die denkbar schlechteste Zeit für Kellerwände. Die warme Aussenluft nimmt sehr viel Feuchtigkeit auf welche dann an der Kellerinnenwand kondensiert. Hier hilft ein Entfeuchtungsputzsystem, das ist von Dauer, und stoßweise Lüften in den kühleren Stunden des Tages, dann ist der Modergeruch schon erst mal weg. Eine mechanische horizontale Sperrschicht verhindert zuverlässig das weitere Aufsteigen von Feuchtigkeit in den Kapillaren der Wände.

MfG Andrea Cyba



Keller na



Guten Tag,

auch ohne Hokuspokus wird Ihr Keller trocken, wenn die entstehende Feuchtigkeit abtransportiert wird: Zwangslüftung war das richtige Wort.
Das Fensterchen ist viel zu klein.

Grüße vom Niederrhein



Partyraum und wie?



Was hat sich denn von früher (da war der Raum noch trocken) zu jetzt verändert? Sie werden das fenster ja wahrscheinlich nicht kleiner gemacht haben?!

Ich denke man müßte die Ursache für die veränderung finden und nicht ein Patentrezept (Entschuldigung) anbieten!
Also weitere Infos wären hilfreich. Wärmedämmung? Heizung? Fußbodenaufbau? Fensternutzung? Sonstige bauliche Veränderungen ...?

Dann kann man eine Prognose wagen. Aber - wenn es vorher wirklich trocken war (wie lange schon?) müßten Sie etwas verändert haben. Die Frage ist nun - was?



Feuchtigkeit im Gewölbekeller



Hallo Herr Zettl,
ohne den Keller gesehen zu haben, würde ich Ihnen folgendes vorschlagen:
1.Putz und Farbe entfernen , Ausfugen mit Kalkmörtel
2.Lüftung im Sommer durch Schließen des Fensters unterbinden (Taupunkt an der feuchtwarmen Wand verhinden)
3.Das nackte Bruchsteinmauerwerk mit Altrosil Dual (eine Art Wasserglas) besprühen und damit Oberfächentrocknung einleiten
4.zur Unterstützung und als eine Maßnahme zur Trockenlegung Dry Tech -Elektroosmose Technik einsetzen (www.dry-tech.de)- das geht allerdings nur , wenn kein drückender Lastfall vorliegt
Bei Unsicherheiten am besten per Mail mal ein paar Bilder und den Grundriß schicken.Mfg Frank Tabatt



Zwangslüftung funktioniert einfach von selbst ohne Strom



Hallo,

eine Art der "Zwangslüftung" ist Fenster oder Tür auf und wieder zu. Die Luft zirkuliert alleine. Das machen Millionen Menschen täglich und das funktioniert prima ohne Strom.

MfG Andrea Cyba



Feuchtigkeit im Gewölbekeller



Liebe Frau Cyba,
wenn das Fenster und damit die Belüftungsfläche zu klein ist, funktioniert das eben nicht!

Viele Grüße
Georg Böttcher



Wie können Sie alle ...



überhaupt ein Empfehlung aussprechen mit so wenig Fakten?

Man kann natürlich viele Dinge machen ... ob es hilft kann man doch wohl nur beurteilen, wenn man der Ursache auf den Grund geht. Richtiges Lüften wird wohl nicht schaden. Ob es aber das Problem behebt, ist erst einzuschätzen, wenn man die URSACHE kennt!

Also, solange Herr Zettl nicht ein paar mehr Informationen zur Verfügung stellt, kann man sich auch vorstellen, das das Fallrohr außen zufällig zeitgleich undicht geworden ist und nun das Wasser durch die Wand drückt. Dann würde ich die Reparatur des Fallrohres empfehlen. Mit der Zwangslüftung bekommt man das dann nicht in den Griff.
Ich will hier niemanden ärgern - aber Aussagen ins Blaue helfen Herrn Zettl sicherlich kaum weiter!



Veränderung im Keller?!



Von dem Vorbesitzer des Hauses weiß ich, dass der keller imm Sommer immer schon feuchter war als im Winter. Ich selbst kenne das Haus erst seit Herbst letzten Jahres, in sofern glaube ich nicht, dass sich durch das einrichten des Partykellers die Bauphysik verändert hat.
ebensowenig kann ich mich mit der Aussage von Herrn Tabatt anfreunden, der Kosten/Arbeitsaufwand wäre mir hier doch zu hoch



Zwangslüftung



Wäre es nicht sinnvoll über die Sommermonate durch einen Lüftungsventilator ausreichend viel warme Aussenluft in den Keller zu blasen, so dass sich die Wände im Inneren des Kellers erwärmen, und dadurch die Luftfeuchtigkeit nicht mehr so leicht kondensieren kann?



Zwangslüftung



Hallo,
mehr warme Luft = mehr Luftfeuchte , denn an ein "aufheizen" der erdtemperierten Kellerwände glaube ich nicht. Sind eigentlich die Innenwände auch betroffen?
Mfg Frank Tabatt
www.bau-sanierung-tabatt.de





der Keller hat bei 4,5x4,5 Meter nur Außenwände



Wände



Es ist ja auch nur der unterste Teil der Wände betroffen, aso nur so ca 50 cm vom Boden ab.
Der Boden selbst (Sandsteinplatten ca 50x50 cm, verfugt mit Mörtel(?))
ist trocken.
Aber auch im Keller untergebrachte Dinge (z.B. Sitzkissen der Gartenstühle) fingen innerhalb kürzester Zeit zu schimmeln an



Neckar fließt nebenan



Oder ist die Ursache darauf zurückzuführen, dass in ca 50 Meter entfernung der Neckar vorbeifließt, dessen Wasserspiegel jedoch tiefer ist als der Boden des Kellers?



Da sind doch schon mal einige Anhaltspunkte ...



aber vorab Herr Zettl -> Das Lüften ist immer dann sinnvoll, wenn die Außenluft kälter ist als die Innentemperatur. Sonst würde die Außenluft sich im Keller abkühlen und dadurch Feuchtigkeit an den Raum abgeben. (Kalte Luft kann nicht so viel Feuchtigkeit speichern wie warme Luft.) Darum treten Feuchtigkeitsprobleme auch eher im Sommer auf, wenn die warme, Feuchte Luft sich in kühleren Räumen abkühlen kann.
Der Effekt mit den wärmeren Wänden entsteht wohl nur durch eine Heizung. ...

Sie schreiben es ist nur der unterste Teil betroffen, der Boden nicht. Dazu noch einige Fragen:
Ist die ganze Kellerwand unter der Erde oder vielleicht nur diese 50 cm?
Wissen Sie ob unter dem Fußboden eine eigenständige Feuchtigkeitssperre/Isolierung eingebaut ist?
Der Zementputz mit der Farbe ist also etwa doppelt so hoch wie die sichtbare Feuchtigkeit?
Ist es wirklich ganz deutlich zu merken, dass das Problem vor allen Dingen an warmen Tagen auftritt?
Ist denn das Fenster geöffnet?
Wie hoch ist denn der Grundwasserspiegel? Haben die Nachbarn auch feuchte Keller?


Also, was sich jetzt schon zeigt - Sie könnten mit einem "teuren, elektrischen" Luftentfeuchter im DAUERBETRIEB erreichen, das die Polster nicht mehr schimmeln aber die Wände bekommen Sie so sicherlich nicht trocken.
Vielleicht können Sie zu den Fragen noch einige erhellende Antworten liefern!?





Hallo Her klocke,

der Keller steht bis auf die obersten 20 Zentimeter komplett im Erdreich.

Ich gehe davon aus, dass die Sandsteinplatten vom Boden direkt auf der Erde verlegt wurden ( Das Haus ist ca Baujahr 1870 und seither wurde an dem boden nichts geändert.

Der Zementputz ist auch nur in den Ecken ca. einen halben Meter hoch feucht. auf der Restlichen Wand ist sind es teilweise vom Boden ab nur wenige Zentimeter.

Am Stärksten tauchte die Feuchtigkeit in den sehr warmen Frühlingswochen auf, in den Wochen wo das Wetter dann wieder schlechter wurde, war die Feuchtigkeit fast garnicht mehr zu sehen.

Das Fenster ist immer offen.

Die höhe des Grundwasserspiegels kenne ich nicht, er wird aber wohl kaum oberhalb der Wasseroberfläche des Neckars liegen.

Bei den Nachbarn habe ich noch nicht nachgefragt, werde ich aber diese Woche noch machen.

Wäre denn eine Heizung sinnvoll?



Wieder etwas klarer ...



Sie schreiben :Das Fenster ist immer offen. Ich würde das Fenster an sehr warmen Tagen immer schließen, wegne des beschriebenen Abkühlungseffekts. Dadurch wird man die Luftfeuchtigkeit auf jeden Fall reduzieren können.

Was von hier aus nicht zu klären ist, ist ob es wirklich "nur" Kondenswasser oder auch von außen eindringende Feuchtigkeit ist. Das müßte man (meiner Meinung nach) sehen.
Es klingt aber zunächst mal eher nach Kondenswasser (jedenfalls überwiegend).

Mein Vorschlag wäre zunächst mal das Fenster je nach Witterung zu öfnen/schließen. das dürfte schon eine Veränderung mit sich bringen.

Dann sind aber sicherlich noch zusätzliche Maßnahmen nötig.
Das könnte ein Heizung sein (evtl. Randleistenheizung). Das ist aber schon relativ viel Aufwand und funktioniert auch nur, wenn die Heizung in Betrieb ist.
Meine Überlegung wäre da eher, ob der Partyraum nicht irgendwo anders einen Platz findet und der Keller als Gemüsekeller genutzt werden kann. Aber das wäre dann auch ein ziemlicher Eingriff. Eine einfache Methode wäre (wie schon gesagt) ein GUTER!!! Luftentfeuchter ist aber nur "Kosmetik". Grundsätzlich würde es den Wänden auch gut tun, von dem Zementmörtel befreit zu werden!!!

Die aus meiner Sicht optimale Variante (wenn der Partyraum bleiben soll) wäre, die Wände wieder "zur Atmung" zu bringen. (Zement und Farbe weg und Kalkputz drauf)Und dann eine Randleistenheizung. Und lüften.
Vorausgesetzt, es ist keine Feuchtigkeit von außen - was mir aber z. Zt. nicht den Eindruck macht.

Kennen Sie nicht jemanden mit einem guten Luftentfeuchter? Dann könnte man einen Probelauf starten. Fenster zu und Entfeuchter an - und beobachten.
Komplett sanieren kann man ja auch später, wenn die einfachen Maßnahmen nicht helfen. Ist aber nach meiner Erfahrung meist überzogen.