Rückschlag, feuchter Keller

27.03.2006



Unser Hause, Bj ca. 1905, hat einen Gewölbekeller mit Betonboden (jedenfalls keine Ziegel zu sehen). Das Grundwasser steht sehr hoch und wir haben deshalb eine Pumpe, die den Druck unter dem Haus wegnimmt. Der Keller war sehr feucht, hauptsächlich durch viel Verschulden der Vorbesitzer (kaputtes Regenrohr, kaputtes Abwasserrohr usw.). Alles repariert, Entfeuchter hat 1 Woche getocknet, wir haben die Farbe im Keller abgekratzt und gekälkt, es sah alles sehr gut aus. Jetzt plötzlich, Temperaturanstieg (Frühling), Regen und wir haben einen Kellerraum völlig naß gehabt (sogar mit Pfütze), die andere stellenweise. Unser Anbau, der nicht bewohnt war und nur als Abstellkammer fungierte, hat keinen Keller. Der Fliesenboden war von oben völlig naß.
Jetzt meine Frage: Kann das am Temperaturanstieg liegen, daß alles wieder so naß wurde oder kann das Grundwasser so hoch gestiegen sein, daß die Pumpe nichts mehr ausrichten konnte? Draußen hat man vom hohen Grundwasser nichts gemerkt (eine Ebene mit Boden im Anbau).
Ich hoffe, ich habe nicht zu durcheinander geschrieben und freue mich über Ratschläge..
Viele Grüße

Andrea Hoffmann



Es kann auch eindringendes Wasser sein, jedoch...



ist es wahrscheinlicher, dass es Tauwasser ist.
Gerade in dieser Zeit - wo der Boden sehr kalt, jedoch die Luft sehr warm ist, muss mit Kondesation gerechnet werden.
Den Luftentfeuchter weiter laufen lassen.
Die Feuchte mit einem Thermohygrometer (zu kaufen bei: www.matzner-messgeraete.de ) messen und solange laufen lassen, dass kein Tauwasser mehr anfällt.



Eine Super-Antwort,



der ich mich vorbehaltlos anschließen möchte. Es kann nach der Beschreibung nichts anderes als Kondensat sein.



Geräte kaufen



ist immer eine super Antwort.
Beiden Vorschreibern stimme ich unbedingt zu, was die Ursachen angeht. Gerade in den vergangenen Tagen hatten wir es mit einem Temperaturanstieg von bis zu 20 Grad zu tun, die feuchtegeschwängerte Luft kondensierte sofort große Mengen an Tauwasser auf allen kalten Bauteilen: Parkhäuser wurden zu Tropfsteinhöhlen, Katzen glauben auf der Kellertreppe an einen Wasserfall.

Für den Besitzer eines unterkellerten Hauses gelten jetzt Lüftungsregeln:
- Keller nicht bei Gewitterluft lüften, Fenster schließen !
- bei feuchter Warmluftlage Fenster schließen
- nachts oder nach Durchgang von Kaltfronten quer lüften.
Also: nur möglichst kühle und trockene Luft in den Keller lassen.
Alternative: Zwangslüftung mit vorgeschaltetem Kondensattrockner einbauen. Ein sogenannter "Erdreichwärmetauscher", nichts anderes als
ein im Erdreich verlegter Zuluftkanal könnte diese Funktion auf betriebskostenschonende Weise erledigen.

Gutes Gelingen



Vielen Dank!



Na, ein bißchen bin ich jetzt doch beruhigt. Ich hatte wirklich schon geglaubt, daß wir bald ein kleines Venedig hätten.

Leider können wir die Fenster nicht schließen - wir haben keine... Momentan nur Luken ohne Fenster, wir wollen das auch ständig offen lassen, aber jetzt, da ich die Ratschläge gelesen habe, werde ich meinen Mann wohl überreden, doch Fenster einzubauen.

Herlichen Dank nochmal und viele Grüße



Und diese dann auch geschlossen halten



Notfalls den Luftentfeuchter mit Zeitschalter so einstellen, dass es keine unliebsame Störung gibt.