Wasserschaden im Keller während Bauphase

28.07.2009



Wasserschaden im Keller während Bauphase
Objekt: Schlüsselfertiges (Bauträger) Neubau-Reihenhaus in Erlangen mit weißer Wanne
Zustand zum Zeitpunkt des Wasserschadens:
Fassade des Hauses fertig
Außenanlagen noch nicht begonnen
Estrich wurde Ende Juni eingebracht und befindet sich in der Trocknungsphase
In der Nacht von 17. auf 18.7.09 hat sich während eines Gewitterregens das Wasser um das Haus aufgestaut und ist durch das Kellerfenster in den Keller gelaufen. Das Wasser stand ca. 2cm hoch. Am 20.7. wurde das Wasser abgesaugt. Am 21.7. wurden der Estrich und die Wärmedämmung entfernt. Seitdem wird getrocknet. Ecken sind noch feucht. Es wurde noch nichts gereinigt.
Meine Fragen:
Was muss alles ausgetauscht werden um den „status quo ante“ herzustellen?
Elektrische Leitungen
Rohre (mit Isolierung) für Heizung
Putz untere Wandbereiche und unter Fenster
Wie lange dauert typischerweise die Trocknung?
Welche Reinigungsmaßnahmen sind durchzuführen um eingeschwemmten Sand, Schmutz, Chemikalien, organische Stoffe zu entfernen?
Ist es möglich, dass durch diesen Wasserschaden später Schimmel entstehen kann?
Montagearbeiten für die Heizung, Warmwasser und Sanitär werden im Keller fortgeführt. Der Sachverständige des Bauträgers hat laut Auskunft noch keine Schadensaufnahme gemacht. Zum Beispiel wurde der Wassertank am 27.7. gesetzt. Der Boden dazu nur gekehrt. Das Feuchte Eck ist durch den Sockel verdeckt und trocknet jetzt möglicherweise nicht mehr richtig aus.
Ist es sinnvoll mit den Arbeiten fortzufahren wenn die Trocknung und Reinigung noch nicht abgeschlossen ist
Mit der Bitte um Empfehlung was zu tun ist damit keine Langzeitschäden bleiben.



Keller nass



Hallo,

das ist alles im Gefahren- und Verantwortungsbereich des Bauträgers.
Eine Trocknung kann in drei Wochen abgeschlossen sein und erfordert nicht den Austausch von eingebauten Installationen.
Selbst die Dämmung unter dem Estrich kann technisch getrocknet werden.
Mit Pilzbefall ist danach nicht zu rechnen.

Grüße



Sockel



Hallo und Danke für die Infos.

Den Kalkputz möchte ich später im Innenbereich verputzen, nicht im Sockelbereich (außen).
Ich möchte aber im Außenbereich mit einem Kalk-Zementputz (webersan 200) verputzen, denn der soll Wasserdampfdurchlässig sein und nicht die Feuchtigkeit sperren,darauf nätürlich die passende Farbe.
Ich möchte vor dem Verputzen die Wand trocknen lassen, meinen sie wirklich dass im jetztigen Zeitpunkt Risse und Setzungen entstehen? Ich denke die Wand sollte schon etwas trocknen.
Ich bin nicht runter bis zur Sohle sondern nur ca. 20 cm abwärts von der ersten Steinreihe.

Das Regenwasser wird in Zukunft in den Kanal geleitet, deshalb möchte ich auch keine Drainage machen.



Wassereinbruch



Hallo


Ich hatte am 6.07. nach einem schweren Gewitter ebenfalls erst das Wasser durchs Kellerfenster und dann den Bach von der anderen Seite 3m über normal. Wasserstand im Keller: ca 50cm.
Ich hab auch erst an Trocknung gedacht, aber nach einem Blick auf die HP der niederösterreichischen Landesregierung hab ich die Trocknung abgebrochen. Dort steht, daß Estrich trocknen und Mauerwerk trocknen bis zu einem halben Jahr dauern kann und die Kosten immens sind. Wenn sich unter dem Estrich noch eine Dämmung mit Folie befindet und da noch Wasser drunter läuft, gehts mit aufbohren des Estrich los...
Wenn nur noch der Rohbeton da ist, ist trocknen kein Problem, gerade bei einer weißen Wanne sollte es mit ca 4 Wochen reichen. Kabel in der Wand sind weniger das Problem, wenn es NYM Leitungen sind. Gegebenenfalls vom Installateur eine Iso-Messung machen lassen...
VOR der Trocknung würde ich ALLE Arbeiten, die Materialien eintragen und Bauteile verdecken, schriftlich stoppen.