Keller tieferlegen bzw. Kellerboden tiefergraben bzw. Deckenhöhe im Keller erhöhen

29.05.2009



Hallo zusammen!

Ich wohne in einem Haus, welches kurz nach dem 2. Weltkrieg errichtet wurde (ca. 1950). Es handelt sich um ein Doppelhaus welches Baugleich auf der gesamten Straße steht (die Häuser wurden damals als Flüchtlingshäuser gebaut soweit ich weiß). Ich wohne in NRW (Nettetal), direkt an der Grenze zu den Niederlanden (falls jemand aus der Nähe kommt der Ahnung hat). Das Haus ist halbunterkellert und der Keller ist ca. 6 x 4 Meter groß. Die Deckenhöhe liegt bei 178 cm und die Außenwand ist 35 cm stark. Der Fußboden ist aus sehr hartem Beton und die Wände des Kellers sind so trocken, dass der Putz abgekehrt werden kann (ich arbeite momentan daran die Wände mit Tiefengrund zu besprühen und neu zu verputzen). Die Außenwand ist soweit mir bekannt ist nicht verteert oder isoliert. Eine Wand geht zum Nachbarshaus, die anderen beiden Wände sind beide von meinem Haus umgeben und sind keine Außenwände. Die Decke des Kellers ist mit Stahlträgern im Abstand von 1 Meter gestützt.
Nun zu meinem Problem. Ich würde den Keller gerne ca. 20 - 30 cm tieferlegen, sodass insgesamt eine Deckenhöhe von ca. 2 Metern erreicht wird (vielleicht auch etwas mehr soweit möglich). Um dies zu erreichen müsste der Keller denke ich ca. 40 - 50 cm tief ausgegraben werden, damit mit dem neuen Fußboden die gewünschte Deckenhöhe erreicht wird.
Des weiteren möchte ich nicht den gesamten Keller tieferlegen, denn da wo die Treppe in den Keller geht kann alles so bleiben wie es ist. Die Fläche die tiefer gelegt werden soll ist somit ca. 5 x 4 Meter groß.
Kann mir jemand sagen, wie ich hierbei vorgehen muss, ist eine Tieferlegung möglich und helfen mir eventuell die Baupläne vom Haus weiter (müsste die Pläne dann noch raussuchen)? Darf bis zum Mauerrand tiefer gelegt werden, oder muss man einen Abstand zu den Mauern lassen? Wo fängt man am besten an um zu erfahren was möglich ist und was nicht? Wo bekomme ich Hilfe bzw. wer kann mir vor Ort sagen wie man das Problem am besten lösen kann?

Danke schon mal für alle Antworten!!

Patrick



Das sind



aufwendige Unterfangungsarbeiten und sollten auf keine Fall ohne fachliche Beratung und Überwachung durch einen erfahrenen Fachmann durchgeführt werden.
Ausserdem kann es sein, dass man durch die Vertiefung in den Grundwasserbereich kommt, dann müssen entsprechende Abdichtungsarbeiten erfolgen, sonst ists bald vorbei mit trockenem Keller.
Nix für den Heimwerker mit Baumarktberatung.
MfG
dasMaurer





Hi!

Also Grundwasser sollte erst bei ca. 9 Meter Tiefe kommen, wir haben einen Grundwasserbrunnen im Garten (nicht weit vom Keller), der hat bei 9 Meter Grundwasser und liegt insgesamt bei 12 Meter.

Patrick



Naja,



das Hauptrisiko bei solchen Arbeiten liegt darin, dass ausversehen das Haus tiefergelegt wird, oder schlimmer, teilweise tiefergelegt wird.
Da muss abschnittsweise gearbeitet werden, es müssen Quellmörtel eingesetzt werden, die Fristen für die Aushärtung der einzelnen Schritte beachtet werden etc.
Wenn die ersten Risse auftauchen, ist´s passiert.
MfG
dasMaurer



Keller vertiefen



Tragende Wände im Gründungsbereich zu unterfahren bzw. zu unterfangen ist wie schon gesagt nichts für Laien, außer Sie wollen einen Teileinsturz Ihres und des Nachbarhauses riskieren.
Spätestens ab Oberkante Fundament ist Schluß mit lustig; und die werden Sie bei der geplanten Grabungstiefe weit unterschreiten.

Denken Sie lieber mal nach, ob der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen steht.
Für einen Kellerraum reicht die Höhe aus, für einen Aufenthaltsraum kommen noch eine Menge mehr Leistungen dazu.
Heraus kommt trotzdem nur eine Art Verlies.

Um Ihre Denkarbeit ein wenig anzukurbeln:
5 x 4 x 0,45 m sind ca. 9 m³ Volumen, aufgelockert ca. 12 m³ Schüttvolumen, Gewicht ca. 18 Tonnen oder 360 Zentner oder ca. 900! mal die Treppe mit 2 vollen Eimern hoch und dann zum Schuttcontainer.
Vom Herausstemmen des Betonbodens, dem abschnittsweisen Freischachten und unterfangen der Umfassungswände wll ich gar nicht erst anfangen.

Viele Grüße



Ich schließe mich Herrn Böttcher an



und mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass eine solche Arbeit nicht ohne Statiker und vermutlich auch nicht ohne Bauantrag durchgeführt werden darf.
Ob sich ein solcher Aufwand für einen kellerraum lohnt, wage auch ich zu bezweifeln.
Was ist der Grund für diese Überlegungen?





Hallo!

Danke für die vielen Antworten.
Der Grund für die Tieferlegung des Kellers ist die anschließende Nutzung des Kellers als Lagerraum von Büchern. Da die Regale eigentlich 200 cm hoch sind wäre eine entsprechende Deckenhöhe nicht schlecht...allerdings der Aufwand der Tieferlegung und das damit verbundene Risiko sind wohl kaum den Aufwand Wert. Der Bücherwert liegt bei ca. 20.000 Euro, die Kosten für die Tieferlegung oder sogar das Abrutschen des Hauses wir wohl sicherlich diesen Betrag überschreiten.....da werde ich wohl besser passende Regale bauen, die der Deckenhöhe entsprechen. Nochmal danke für die vielen Antworten, hat mich denke ich vor einer dummen Idee aufgehalten!

Patrick



Ich glaube nicht,



dass der Gedanke Bücher im Keller zu lagern so gut ist. Aber wenn es denn sein soll, dann sind die neuen Regale mit sicherheit die bessere Lösung.



Da mieten Sie sich besser eine andere trockene Lagerfläche....



...und vergleichen die Kosten.