Kellerausbau Betonwändbehandlung

29.10.2009



Hallo Fachleute,
ich stehe vor eine Rätsel!
Möchte meinen Keller ausbauen, zur Nutzung als zusätzlichen Wohnraum.

Das Haus wurde ca. 1950- 55 in Betonbauweise erbaut.
Im Keller ist vor meiner zeit ( ca 10 J. ) schon ein Zimmer in Gipskartonbauweise ausgebaut. (Zimmer Beheizt mit Heizkörper)
Nun würde ich gerne ein weiteres Zimmer ausbauen. ( mit Heizkörper)
Zwei Wände des Raumes sind Außenwände ( Unverputzter Beton) Kellerfenster vorhanden.
( Einfachverglasung , wird erneuert)

Meine Idee ist die Wände mit einer Dichtschlämme ( ca. 3mm) zu versehen und dann mit GK Platten zu verkleiden. Ich weis das man die Wände auch mit Kalkputz versehen kann, aber für eine nicht Gipser nicht so einfach.
Und Leitung, Stechdosen müsste man dann ach aufputz verlegen. GK Plattenkonstruktion versteck halt alles.

Konterlatung zur Hinterlüftung?
Dämmstoffe nutzen JA oder NEIN?
Dampfsperre einbaue JA oder NEIN?

Ober die Kellerwände von Außen Isoliert sind kann ich nicht sagen.
Keller hat vor 2 Monaten noch etwas Muffig gerochen. Wird nun schon einige Zeit gelüftet.
Es ist zur Zeit Muffiger Geruch mehr vorhanden.

Das mit dem Schimmerpilz bei GK Platten kenne ich, steht ja viel darüber im Forum.
Aber durch die Dichtschlämme last sich zugmindesten etwas gegen drücken Feuchtigkeit machen, RICHTIG ?

Ob in dem Zimmer das schon mit GK Platten versehen ist Schimmelbildung vorhanden ist kann ich noch nicht sagen. Nehme mich aber dem Problem an.

Über Tipps und Möglichkeiten würde ich mich freuen.
DANKE!!!!



Keller als Aufenthaltsraum



Hallo Joy,
aus einem Keller einen Wohnraum zu machen ist nicht so einfach.

Was gehört dazu?
Erst einmal müssen die geometrischen Verhältnisse stimmen.
Genügend Fensterfläche zur Belüftung und Beleuchtung (etwa ein Achtel der Grundfläche)und eine genügende Raumhöhe (steht in den jeweiligen Landesbauordnungen)sollten vorhanden sein.
Auch die Mindestgröße der Räume ist wichtig; 10 m² sollten nicht unterschritten werden, besser sind größere Räume.
Davon hängt die Luftqualität in diesen Räumen ab; Menschen produzieren Wasserdampf, der abgeführt werden muß.

Dann müssen die dämmtechnischen Eigenschaften des Raumes auf die Nutzung abgestimmt werden.
Der zukünftige Wandaufbau hängt davon ab, ob der Raum nur sporadisch oder dauernd genutzt wird und ob dabei kurzzeitig große Mengen an Wasserdampf entstehen können.

Zu Ihrem Konzept:
Die Kellerwand kann nicht, Ihre Dämmung soll kein Wasser aufnehmen, und wenn dann soviel, das es schadlos wieder abgegeben werden kann.
Es gibt dazu grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
1. Eine gedämmte Trockenbau- Vorsatzschale
(Traggerüst,Mineralwolle, Dampfsperre, Gipskarton)
2. Eine kapillaraktive Innendämmung mit Mineralschaumplatten.

3. Einen Kalkputz auf die Dichtschlämme

Ob überhaupt gedämmt werden muß bzw. welche Variante dann in Frage kommt, hängt von den konkreten Nutzungsbedingungen und dem Heizungs-Lüftungsverhalten ab.

Viele Grüße



Kellerausbau Betonwändbehandlung



Hallo,
als die Räume haben alle eine Deckenhöhe von ca.2,40 m. Raumgrundfläche 1x 17 m² und ca.14,5 m².
Fenster sind großzügig vorhanden, ca ges. 4,5 m² Fensterfläche.
Der Keller sollte so wie ein Wohnraum beheizt und genutzt werden.

Gruß joy



Vielleicht



kannst Du vor deiner Planung doch mittels einer kleinen Suchschachtung prüfen, ober der betonkeller eine Außenwanddämmung besitzt oder ob du dazu etwas in den Unterlagen findest. Wobei die Chance gering ist.



Keller als zusätzlichen Wohnraum erstellen, soweit gut, aber...



...hier gibt es viele sehr unterschiedliche Meinungen.
Ich habe dazu schon viel geschrieben und möchte mich nicht dauernd wiederholen, deswegen verweise ich auf meine Homepage bei Schriften.
Hier insbesondere die Nr.12.
Aber auch noch darauf hinweisen, dass die Heizung eine wesentliche Funktion zu erfüllen hat, weil Sie den Boden- Wandanschluss nicht dämmen können und somit dies ein kritischer Bereich ist und auch bleibt.
Ich rate von Verkleidungen die nicht dampfdicht erstellt werden ab. Und nur irgendwo eine Folie einzubauen hilft noch nicht das System insgesammt trocken zu halten. Dazu auch das Bild:





Hallo,
das mit der Suchschachtung hatte ich so oder so vor. Danke!
Aber gehe davon aus das keine Außendämung.

Es ist mir schon klar das eigentlich eine Dampfsperre her muß.
Die Frage ist nur :
Dichtschlämme und Dampfsperre oder nur eins ?
Das die Dampfsperre dicht sein muß ist mir auch bewust, und nicht nur einfach Folie drauf unf fertig.





Hallo,

bei diesem Wandaufbau wird eine halbwegs tolerable Konstruktion schon teuer, wenn sie
- dicht gegen Wasser sein soll
- eine warme Oberfläche haben soll
- diffusionsdicht sein soll.

Als Vorbereitung Beton Grundieren und schlämmen nach Werksvorschrift und durchtrocknen lassen.
Dann Schaumglasplatten in Bitumenkleber vollflächig einbetten. Anschließend irgendwie verputzen.

Die Platte ist selber Dampfsperre.
Kosten durch Handwerker: Ca. 100 €/m² + MWSt.

Grüße vom Niederrhein