Frage nach der Lage der Dampfsperre über dem Keller ...

03.05.2013 Meier-Bit



Hallo liebes Forum,

eine Frage zu unserem in Sanierung befindlichen Fachwerkhaus.

Es handelt sich um ein 4-Ständerhaus mit Eichenfachwerk und einem kleinen Teilkeller mit einer Aufkammer. Der Keller ragt ca. 1,2m in den (Sand-)Boden hinein und hat innen eine lichte Höhe von ca. 2m. Darüber soll nun die Aufkammer wieder zu Wohnzwecken genutzt werden. Die Decke des Kellers besteht aus Eichenbalken, zwischen denen Lehmwickelhölzer liegen. Der weitere Aufbau wurde entfernt. So weit so schön. Nun soll der weitere Aufbau mit Lagerhölzern und Dielen erfolgen. Zischen die Lagerhölzer wird Dämmaterial gebracht (z.B. flexibler Holzfaserdämmstoff(?) oder Zellulose). Die Frage ist nun, wohin mit der Dampfbremse. Nach meinem Empfinden sollte sie so weit wie möglich auf der warmen Seite liegen (also möglichst weit oben, während mir in der Planung eine möglichgst tiefe Einbringung (gleich auf der Lehmdecke) empfohlen wurde. Da hätte ich allerdings Bedenken, dass an der dann kühlen weil kellernahen Dampfbremse zuviel Tauwasser entsteht ...

Dazu hätte ich gerne - wenn möglich - Empfehlungen.

Besten Dank und Gruß,

Stefan



Dampfbremse in Folienform...



... erscheint mir hier absolut überflüssig.
Das Temperaturgefälle von oben nach unten und der damit zu erwartende Feuchtetransport sind einfach zu gering, als das da bei normaler Wohnraumnutzung irgendwelche Schäden zu befürchten sind.

MfG,
sh



Das Foliengefängniss



Lieber Stefan

Ich würde das Einbringen einer Folie unbedingt vermeiden. Der eventuelle Nutzen übersteigt die Gefahr eines Schadens bei weiten. Wir haben im Jahr bestimmt 3-4 Fälle bei denen es duch Einbringen von Folien oder dampfbremsenden Schichten (auf Holzunterkonstruktionen oder Holzdecken zum Keller hin) zu massiven Schäden kommt. In diesen Fällen wurde infolge der sich anstauenden Feuchten ein extrem zerstörerischer Befall durch den Echten Hausschwamm festgestellt.
Ein gezieltes "trockenhalten" des Kellers erscheint hier eher zielführend.

Mit besten Grüßen

L. Parisek