seit wann gibt es betonkeller?

17.06.2005



ich habe gestern mit freunden ein haus besichtigt, das sie zu kaufen erwägen.
aus dem äußeren erscheinungsbild kann man auf das alter nicht schließen (unterlagen existieren nicht, ich war schon im archiv) - halt schlicht mehr lang als breit mit satteldach, untergschoss massiv, Obergeschoss fachwerk. so in der form könnte es von 1860 sein oder 1920 (später wohl nicht, wegen der türen). der Keller ist allerdings massiv Beton (so mit grobem kiesel drinnen), mit stahlunterzügen und betondecke. erdkeller. vermutlich war der keller ja zuerst da. die freunde würde es halt interessieren, nur so eben. erstaunlich trocken war der keller für die lage (es gibt dort mehrere quellen), wir haben eine quasi unversehrte zeitung von 1982 gefunden. (oder der verkäufer legt die immer fünf minuten vor besichtung rein :-))) )





Hallo Bettina
Wie lange diese betonkeller üblich sind weis ich auch nicht, Beton gibt es aber so in etwa schon ziemlich lang:-)
Auch ist es durchaus üblich nachträglich Keller unter die Häuser zu buddeln, so das das nicht immer aufs Alter eines Hauses schließen lässt.
Gruß
Hartmut



hallo hartmut,



ja, ja, ich weiß, die ollen römer :-))) die hatten alles.
ich dachte halt nur, es gibt irgendwelche richtwerte, wann außerhalb des imperium romanum (wir liegen trans limes im wilden barbarenreich) mit modernen beton-kellern gebaut wurde.
nachträglich? auch ein gedanke, aber ob sich dort jemand die mühe gemacht hätte? da hats recht viel platz, man hätte noch hundert Schuppen aufstellen können.



Keller nachträglich



Hallo Bettina,

lang ist's her, aber Beton gibt es glaube ich seit gut 150 Jahren. War aber letztens in Xanthen. Die Römer hatten schon was ähnliches.

Zurück zum Keller. Unserer ist nachträglich eingebaut worden. Das Haus ist Fachwerk 1890. Der Keller kam um 1950 rein und ist auch aus Beton, bzw. ist mit Zement-Mörtel verputzt. Steht auch alles in den Unterlagen. Witzigerweise ist nur das halbe Haus unterkellert, weil in der anderen Hälfte Flüchtlinge lebten, die nicht belästigt werden durften. Deshalb haben wir jetzt einen Haufen Treppen. Für einen Schuppen wäre auch Platz gewesen. Ich bin aber froh über den Keller. Andererseits war das der Anfang vom Ende eines ursprünglichen Bauernhauses.

Viele Grüße



schadeeeee,



dann fällt das als zeit-kritererium wohl doch weg.
dann müssen die freunde ihre hausgeschichte halt selber-stricken :-))) (vielleicht kommt der mit den aussiedlern auch vor :-))) - haus ist auch nur teilunterkellert) sie werden das hüttchen vermutlich kaufen.



Hausgeschichte



Sowohl der Makler als auch der damalige Besitzer sagten, es existieren keine Akten mehr. Simmte aber nicht. War beim Bauamt. Die hatten alles. Selbst Notizzettel von den Nachbarn sind dort abgelegt.

Viele Grüße



Seit wann Betonbau



Dachog. Nun ja Beton kannten die alten Römer schon. Allgemein bezeichnet man aber das Jahr 1849 als Geburtsjahr des neueren Betonbaus als der Franzose Monier seine Blumentöpfe entwickelte. Am 07.12.1898 gründete sich in Berlin der Deutsche Betonverein. Am 21.02.1906 wurden für den Bezirk der Kgl. Eisenbahndirektion Berlin erste Bestimmungen für das Entwerfen und die Ausführung von Ingenieurbauten in Eisenbeton erlassen. Am 24.05.1907 erließ der preußische Minister für öffentliche Arbeiten, Bestimmungen für die Ausführung von Konstruktionen aus Eisenbeton. Etwa seit dem 2.Weltkrieg spricht man von Stahlbeton statt Eisenbeton. Sicherlich werden schon vor den genannten Daten Bauteile in Stahlbeton gebaut worden sein. Z.B. sind sehr häufig Decken zu finden, die in Profileisen ausgeführt wurden. Zwischen den Stahlträgern wurden die Felder mit normalen Kiesbeton ausgegossen. Die halten heute noch. Bis zu einem Meter vermag unbewehrter Kiesbeton durchaus ruhende Lasten zu übertragen. Wände wurden häufig in Kiesbeton gegossen. Es gab ja vor 1900 eigentlich keine Bemessungsvorschriften für Stahlbeton. Mfg ut de ole Mark