Kellerdecke richtig dämmen

04.06.2011



Hallo, uns beschäftigt zur Zeit eine Frage, auf die ich hier im Forum bisher keine passende Antwort gefunden habe:
Unser Fachwerkhaus sitzt auf einem extrem feuchten Kellergeschoss (zum Teil mit rel. Luftfeuchtigkeit von über 90%). Unser Haus war ein mittelalterliches Badhaus. Neben bisher fehlenden Be- und Entlüftungsmöglichkeiten, sind unter anderem die offenen Brunnen Grund für die extreme Feuchtigkeit. Nachdem wir die alten Kellerfenster "reaktiviert" haben, dürften diese Werte sicherlich in Zukunft reduziert werden, aber feucht wird der Keller dennoch bleiben. Unser "Sorgenkind" sind jetzt die Deckenbalken zwischen Keller und Erdgeschoss. Die Eichenbalken werden zur Zeit saniert. Die ständige Feuchtigkeit hat Spuren am Holz hinterlassen (Schimmel, Schwamm, etc.) Darüberhinaus waren die Balkenzwischenräume bis vor kurzem mit Lehm gefüllt. Generell sind wir totale Lehmfans, aber hier hatten wir den Eindruck, dass der Lehm nicht gerade hilfreich gewesen ist. Er hat die Feuchtigkeit natürlich aufgenommen, aber keine Chance gehabt,wieder ausreichend austrocknen zu können. So lagen die Balken quasi rundherum im Nassen.
In Zukunft möchten wir die Decke zwischen dem Kellergeschoss und den darüberliegenden Wohnräumen außerdem ein wenig dämmen. Wir scheuen uns aber die Balken in Zukunft wieder komplett in Lehm einzupacken. Wie könnte der Aufbau dann aussehen? Macht eine variable Dampfbremse hier Sinn? Mit welchem Material sollten wir dämmen?

Wir würden uns wirklich sehr über Tipps freuen!
Vielen Dank schon mal :-)





Hallo,

hier ist zunächst trocknen angesagt und nicht dämmen.
Vielleicht muß man sogar den Luftdurchsatz künstlich steigern, keinesfalls aber die Temperatur ! Das würde noch die Bedingungen für Pilze und Insekten verbessern.

Wenn Schwamm gehört das in die Hände eines Sachverständigen und von der Holzbalkendecke wird nicht viel übrigbleiben.

Grüße



..



..diese Dinge sind bereits in Händen von Sachverständigen und Fachleuten. Dass wir die Luftzirkulation wieder ankurbeln müssen wissen wir und haben wir bereits getan. Das Klima wird seit über einem Jahr außerdem mittels Datenloggern dokumentiert, so dass wir verfolgen können, welche Auswirkungen unsere Maßnahmen tatsächlich haben. Bei dem Schwamm handelt es sich nicht um echten Haussschwamm, das ist im Labor untersucht worden.
Der Keller wird aber dennoch niemals komplett trocken sein und das sollte er auch nicht, denn so ist er nicht gedacht. Wir leben in einem Badhaus, da sollte man keinen komplett trockenen Keller erwarten. Es sollte dennoch so sein, dass wir uns in den Wohnräumen einigermaßen wohlfühlen, deshalb wollen wir die Kellerdecke da, wo es möglich ist, dämmen. Wir würden deshalb gerne wissen, wie wir wohl am besten mit der vorhandenen Luftfeuchtigkeit im Keller umgehen sollen.. Hat niemand ein ähnliches Problem und kann uns ein paar gute Tipps geben?





Hallo,

danke für die Zusatzinfos.
Ich sehe evtl. eine Lösung darin, unter die Balken Ziegeldrahtgewebe zu spannen und einen Feuchteregulierenden leichtputz, möglichst dick, mit möglichst riesiger Oberfläche, darauf zu verputzen.
Das hat man in hallenbädern früher gemacht, um abtropfendes Kondensat zu vermeiden.

Die konkrete Produktauswahl sollten Sie Ihren fachleuten vor ort überlassen.

Grüße