Keller außen isolieren oder nicht - Lehmboden betonieren - soll ich, oder nicht



Keller außen isolieren oder nicht - Lehmboden betonieren - soll ich, oder nicht

Hallo an alle,

erstmal möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin ein in Berlin lebender Ösi, der mit seiner halb niederländischen Familie mittel- bis langfristig wieder nach Österreich ziehen möchte.

Und dazu haben wir uns ein nettes altes Bauernhaus mit, wie wir denken, viel Potential ausgesucht. Potential bedeutet sehr viel Arbeit.

Prinzipiell habe ich mehrere zu erwartende Baustellen, ein wenig Holzwurm, alte Elektrik, etc.
Die wichtigste Frage allerdings ist erstmal, wie ich die Feuchtigkeit aus dem Haus bekomme. Prinzipiell ist das Klima im Haus sehr gut, es stinkt weder feucht, noch modrig. allerdings gib es im Sockelbereich und im dem Bereich, der unter dem Erdreich liegt eine gewisse Feuchtigkeit (siehe Fotos).
ein Kellerraum hat Lehmboden, einer wurde eenso wie der Vorraum betoniert. Zwei weitere (Wohn)räume haben einen Dielenboden, der wahrscheinlich auf Lehm steht.

Zu sagen ist noch, dass das haus seit 10 Jahren nicht mehr bewohnt wird und dass das Haus keine Dachrinne. Der hintere, gemauerte Teil steckt auf ca 2m Höhe in der Erde. In diesem Bereich ist auch der Bewuchs aussen direkt an der Wand recht stark.

Fragen:
- Wie sehr kann hier die Ableitung des Regenwassers über Dachrinnen helfen?
- Hat der Bewuchs an der Außenwand Auswirkung auf die Feuchtigkeit im Haus?
- Ist es ratsam, die Lehmböden zu betonieren?
- Ist es ratsam, die Außenmauer freizulegen und zu isolieren?

Ich würde mich freuen, wenn ich ein paar Meiningen von Euch bekommen kann.

Vielen Dank im voraus,

Lukas

PS.: ich kann leider nur 1 Foto hochladen



Dachrinne



... ist eine gute Idee.
Neben allen anderen anstehenden Arbeiten ist das Fernhalten bzw. Ableiten des Niederschlagwassers die wichtigste Aufgabe.
Viel Erfolg.



Bauernhaus in Kärnten sanieren



Dach kontrollieren und Regenrinne und Fallrohre installieren ist, wie schon bemerkt wurde, sinnvoll.
So werden die größten Wasserbelastungen abgeleitet.
Allerdings müßte vorher sinnvollerweise die Dachdeckung kontrolliert werden und ob der Dachaufbau bleiben kann.
Sonst müßte uU später alles wieder demontiert werden.

Dicht am Haus stehende Begrünung kann einerseits vor Regen schützen-
andererseits den Wind abhalten und dadurch die Austrocknung verhindern.
Was jeweils überwiegt müßte vor Ort beurteilt werden- das hängt sehr von der Lage ab.
Bei dem Lehmboden kommt es auf die vorgesehene Nutzung der Räume an
-manchmal kann eine gewisse Feuchtigkeit erwünscht sein.
Wo liegt das Gebäude?
wie machst du das mit der Sanierung wenn du in Deutschland arbeitest?
Du kannst mir Infos und Gebäude mailen- ich bin jetzt auch in Kärnten.

Für umfassende Sanierungen, die die Wärmedämmung betreffen gibt's Zuschüsse vom Bund und zusätzlich vom jeweiligen Bundesland.

Andreas Teich



Feuchtebelastung reduzieren



An der hinteren Hausseite besser den Bewuchs entfernen- rückseitig und seitlich.
Dann wäre es zur Reduzierung der Feuchtigkeitsbelastung des Mauerwerks günstig, Oberflächenwasser vom Hang hinter dem Gebäude seitlich abzuleiten.
ZB eine Weg anlegen mit einer kleinen Stützmauer zum Hang hin.
Seitlich könnte ein Treppenaufgang aus Steinplatten gebaut werden und zum Haus hin ein Schotterbett angelegt werden, darunter eine dichte Abschrägung nach außen zur schnellen Wasserableitung.

Es hängt natürlich davon ab, wie die Räume genutzt werden sollen.
Das Gebäude ist doch ganz idyllisch-
zum Glück gibts hier in Kärnten in ländlichen Gebieten immer wieder solche schönen, solide gebauten Häuser, die teils recht günstig sind und nach Sanierung sehr gut bewohnt werden können.

Andreas Teich



Also wenn Wasser eindringt..



..wie hoch steht das Wasser im Keller?
Der Feuchteschaden den ich auf dem Bild erkenne zeigt doch eine Innenwand !
Was soll dann eine Aussenabdichtung bringen?