feute Außenmauer aus Basaltsteinen

04.09.2012 Anja



Hallo,

wir haben ein Häuschen mit einem feuchten Keller. Die Kellerwände sind aus Basaltsteinen, innen und außen verputzt. nun haben wir den Putz abgetragen und die Steine beginnen zu trocknen. mit was kann ich die Steine jetzt außen und innen verfugen - Trass-Kalk-Mörtel - oder? Wie wird der Keller am besten Trocken und bleibt dann auch trocken?

herzlichen Dank für eine Antwort.



Keller



Hallo Anja,
der Keller bleibt trocken (besser auf einem stabilen Feuchteniveau) wenn der Wassereintrag niedriger bzw. genauso groß ist wie die Verdunstungsrate. Entweder die Verdunstungsrate steigern oder den Wassereintrag verringern.
Dazu müssen sie erst einmal feststellen wo der Wassereintrag überhaupt herkommt.

Viele Grüße





Hallo Anja,

zum Verfugen kann Luftkalkmörtel oder auch ein einfacher Kalkmörtel verwendet werden. Wichtig ist das die Wand abtrocknen kann und nicht gleich wieder zugeputzt wird.

Welcher Putz war den drauf? Innen, außen? Kalkzement?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Trocknen lassen



Hallo Anja

erst mal trocknen lassen und wie Herr Böttcher schon angemerkt hat mal ergründen, warum es denn nass ist!

Für den Verputz oder die Verfugung würde ich keinen Trass-Zusatz nehmen, denn der sperr nur wieder die Feuchte ab oder ein, die sich dann wieder seinen Weg sucht und findet.

Schauen Sie mal bei www.solubel.de rein und schauen den SP50 an.
Der hat der Hafenmauer geholfen und wird auch Ihnen (wie so vielen anderen auch helfen können, denke ich mal!

gutes Gelingen

Florian Kurz
www.slow-house.de





Hallo Anja,

ich habe bei unserer Kellerabdichtung vor einigen Jahren immer wieder gehört, kein Kalk - im Erdreich nur Zementmörtel, weil Kalk "gammelt".

Nach Jahren des Lesens ist im Putz- und Mauermörtel (Zementmörtel) jedoch scheinbar auch eine gewisse Menge Kalk enthalten, was das ganze wieder relativiert.

Auch hatte unser Haus im Sockelbereich bis ca. 20cm ins Erdreich hinein seit 50 Jahren einen gut erhaltenen Kalk-Zement-Putz, der alles andere als gammelig war.

Zum Trass: Ich kann weniger von fundierten Materialkenntnissen sprechen, aber wenn ich mir reinen Trass ansehe, hat er ein Speicher- und Saugverhalten das mich stark an Porenbeton etc. erinnert. Ich würde also spontan eher nicht zu Trass greifen für den Keller, bin aber gespannt, was die Herren vom Fach dazu sagen.

Gruß
Patrick



Auch ich würde ...



... zur Verwendung eines Luftkalkmörtels oder eines hydraulischen Kalkmörtels ohne weitere Zusätze raten.
Ohne "weitere Zusätze" heißt, wenn Werktrockenmörtel verwendet werden, dann ohne die sogenannten "verarbeitungsfördernden Zusätze" wie. z. B. Methylzellulose, die als Nährboden für Schimmel und Bakterien dienen kann.
Wirklich reine Kalkputze gibt es z. B. von Gräfix (Gräfix 61 bio) oder bei Solubel.

Voraussetzung ist jedoch, wie auch bereits gesagt, dass die Wand trocken ist, zumindest keine Feuchte in Folge nichtdrückenden oder drückenden Wassers aufweist.
Es könnte durchaus sein, dass die festgestellte Feuchte reines Kondensat ist, das sich auf der Oberfläche der kalten und nicht saugfähigen Basaltsteine bildet.
Insoweit würde ich empfehlen, die Feuchteentwicklung / den Trocknungsprozess über einen längeren Zeitraum unter unterschiedlichen Lüftungs- / Raumluftfeuchtebedingungen zu beobachten, um die Ursache für die Feutebelastung herauszufinden.

Bei hohen Außentemperaturen sollte möglichst nicht gelüftet werden, da dabei zuviel Luftfeuchtigkeit in den kalten Keller strömt und dort kondensiert. Bei unter der "normalen" Kellertemperatur liegenden Außentemperaturen sollte dagegen kräftig gelüftet werden (natürlich nur so lange keine Gefährdung durch Frost besteht).



Kalkputze sind auf feuchten Kellerwänden ungeeignet!!



Dabei spielt der Hersteller überhaupt keine Rolle.

Wenn ein Keller höherwertig genutzt werden soll, dann ....

Warum soll eine feuchte Mauer überhaupt „trocken“ gelegt werden? Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, zum Beispiel: 1. Dass keine Salzausblühungen an den Oberflächen entstehen und somit keine Zerstörungen von Farbe und Verputz erfolgen 2. Auch, um eine optische Verschönerung des gesamten Gebäudes zu erreichen
3. Verhinderung von Schimmelpilzwachstum, dadurch Vermeidung von Allergien und möglichen Gesundheitsschäden
4. Um Moose, Algen und Flechten zu verhindern und dadurch Zerstörungen der Oberflächen vermeiden
5. Vermeidung von Fäulnisschäden im Innenbereich der Balkenauflager und der Fußbodenkonstruktionen
6. Der wohl wichtigste Grund ist jedoch die Verbesserung der Wärmedämmung, weil dadurch - nicht unerheblich - Energie eingespart werden kann.
. Ängste sind jedoch oft ein schlechter Lehrmeister Die Angst ein Gebäude durch falsche Trockenlegungsmaßnahmen zu beschädigen treibt sonderbare Blüten aus. Manche greifen dann doch lieber zu sogenannten „schonenden“ Verfahren. Wie anders ist es zu erklären, dass heute noch die Anbieter der „Zauberkästchen“ mit Aussagen wie „ohne Schmutz; ohne Erschütterung; oft ohne Strom usw.“ in all ihrer Vielfalt ihr Auskommen haben. In Österreich sind diese Verfahren sogar in der Ö-Norm aufgeführt. Dabei steht schon lange fest, dass diese Verfahren für die Trockenlegung an alten salzverseuchten Gebäuden nicht funktionieren können. Siehe hierzu auch die Schriften insbesondere: Mauertrockenlegung, mittels Elektroosmose oder andere elektrophysikalische Methoden, Nummer 6 bei www.isarbautenschutz.de .
Meistens erfolgt eine Bewertung der verschieden Verfahren von selbsternannten Fachleuten oder auch von „sogenannten“ Bautenschützern.
„Es ist klar, nur das von ihm angewendete Verfahren ist das Beste“. .
- Welcher Feuchtegehalt schädigt Baustoffe wie Ziegel, Naturstein, Mörtel oder gar Beton? Es wäre sinnvoll vorab darüber zu diskutieren“ was ist denn überhaupt trocken“? Oder ab wann wird ein Baustoff durch Feuchte geschädigt, sind 4 oder 9 oder 18% Feuchte gefährlich? Die Bedenken, dass eine Wand feucht bleibt und Schaden nimmt, wenn sie nur von innen „isoliert“ oder abgedichtet wird, sind unbegründet! Denn:
• im Erdreich sind Baustoffe in der Regel nicht frostgefährdet
• sie wird durch Salze nicht geschädigt - diese bleiben in Lösung
• sie können nicht faulen
• die Mauern dichten sich zum Teil selbst ab, wenn die Kapillaren mit Wasser gefüllt sind.
Es gibt auch kein Gesetz, dass wenn eine Wand schon einige Jahre feucht ist, sich die Feuchte, wenn innen eine Abdichtung aufgebracht wird, anschließend einen anderen Weg suchen könnte. . Die Fundamente unter den Häusern stehen auch im „Dreck“ und bleiben immer feucht. Ob sich somit der arbeits- und kostenaufwändige Einsatz durch außen aufgraben lohnt, ist äußerst fragwürdig. Zumal man ja auch nicht unter dem Gebäude bzw. Fundament Abdichten kann. . Ferner ist auch zu überlegen, dass weitere Probleme beim aufgraben auftreten können! Wie können zum Beispiel: • Sparten (Gas, Wasser, Strom, Telefon, Fernheizung und dergleichen) verlegt werden? • Anschlüsse im Bereich der Kommunewände hergestellt werden? • Eingangspodeste, Treppen; Begrenzungsmauern aber auch Anbauten und Garagen abgedichtet und Verbindungen zu deren Abdichtungen ergänzt werden? • Wie kann man vermeiden, dass beim wieder verfüllen der Baugrube oder beim verdichten mit der Rüttelplatte die Wand sich nicht vom Fundament trennt bzw. verschoben wird? • Die kleinste Bewegung und schon ist die Fuge wieder undicht! . Die feuchten Wände werden oft falsch kaschiert Oft erfolgen auch Maßnahmen, wie z.B. Verkleidungen (man denke nur an die Fassaden mit asbesthaltigen Platten) oder an all die hässlichen Kunststoff, - oder auch Aluminiumplatten, aber auch an die Fassaden mit völlig sinnlosen Wärmedämmverbundsystemen (bei sowieso ausreichend dicken Wänden). Im Keller werden die Wände mit Gipskartonplatten oder auch mit Holz verkleidet. Es dauert nicht lange bis es dahinter anfängt zu faulen und die Salze schlagen auch relativ schnell durch, so nach dem Motto „Hauptsache es schaut gut aus“, und eine Zeitlang wird es schon halten. . Das Problem mit den Erschütterungen Es werden manchmal Maßnahmen nicht zugelassen, weil es zu "Erschütterungen" kommen könnte, aber anschließend wird ein Arbeitsraum rund um das Gebäude ausgehoben und somit alle Mauern vom Anpressdruck „entlastet“. Oft werden, um ein Haus von außen abdichten zu können, auch Spundwände unmittelbar am Gebäude eingerammt. Nach den Abdichtungen werden diese Öffnungen wieder aufgefüllt und dabei wird mit erheblichen Erschütterungen dieser Arbeitsraum wieder mit Rüttelplatten verdichtet, oder es werden anschließend die Außenflächen mit Pflastersteinen belegt und mit Rüttelplatten geglättet. Jeder am Bau beschäftigte kennt diese Erschütterungen. . Was ist zu tun? Es gibt nur wenige Bereiche im Bauwesen, bei denen die Unsicherheit das Richtige zu tun so groß ist wie beim „trockenlegen“.
Bei Abdichtungsplanungen auf dem Gebiet der Altbauinstandsetzung heißt es immer wieder: „Wenn wir schon dabei sind, dann machen wir’s doch gleich gescheit“. Dabei hört man oft: das haben wir schon immer so gemacht. Dann wird der alte (und durchaus nicht immer zutreffende) Spruch zitiert, dass die Ursache für Feuchtigkeit im Keller stets von außen eindringendes Wasser sei. Ein Vergleich mit einem Bierkrug bietet sich an, der - wenn im Sommer ein frisches Bier eingeschenkt wird, von außen beschlägt bzw. das Tauwasser herunterläuft. Niemand käme auf die Idee, deswegen den Krug von innen abdichten zu wollen. Aber, beim Altbau wird fleißig von außen aufgegraben, abgedichtet, wärmegedämmt, geschützt und wieder verfüllt – obwohl dies nur ein Problem der Kondensation ist. Dabei wird oft auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis völlig außer acht gelassen. . Das richtige Maß finden Bei der Instandsetzung und Trockenlegung von alten Gebäuden wird leider sehr oft entweder zuviel ausgeführt oder es erfolgen Aktionen die völlig ungeeignet sind. Wie oft werden Häuser außen aufgegraben, obwohl diese nicht durch Grund,- Hang,- oder Stauwasser gefährdet sind. Man ist heute durchaus in der Lage, auch mit anderen Maßnahmen, nur von der Innenseite ausreichend trockene Oberflächen herzu-stellen, und dies ist in der Regel weitaus kostengünstiger als von außen abzudichten. Seit 1982 setzen wir das I-Bausystem© mit Erfolg ein. Wir bringen an der Innenseite eine spezielle Noppenbahn mit Putzträger auf und verputzen die Flächen anschließend, oder es werden Spezialplatten z. T. mit Wärmedämmung aufgebracht. Dieses System hat sich bestens bewährt. Das wichtigste hierbei ist, dass durch die dichte Folie keine Feuchte mehr in den Raum kommt und die Temperatur der Oberfläche nicht so kalt wird. . Manchmal wünschen wir uns mehr mit Fachleuten darüber zu „streiten“, ob alles was machbar ist, auch wirklich notwendig ist. Aber auch, dass die Mittel die notwendig sind, für die „Gesundheit“ der Menschen und der Gebäude sinnvoll und angemessen eingesetzt werden. Hierbei kann unserer Meinung nach nur „miteinander gerungen“ werden, denn der einzelne ist bei der Gesamtbetrachtung der Probleme oft überfordert. Siehe hierzu auch das (von mir) verfasste Buch „Gesund wohnen in Altbauten.“ Die ISBN 978-3-86611320-6 in jeder Buchhandlung oder bei Amazon. Als Blattformen für diese Diskussionen dient mit Sicherheit die WTA e.V. (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege) aber auch der DHBV (Deutscher Holz- und Bautenschutzverband e.V.) ein Zusammenschluss qualifizierter Fachleute, die in der Bauwerkserhaltung, der Denkmalpflege und im Neubau tätig sind.
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Das Bild zeigt ausschließlich Pfützen durch Tauwasser.
An diesem Tag war die Luftfeuchte 100% und die Temperatur bei 25,4Grad ergibt Tauwasser ohne Ende....



Ohne Anja keine Hilfe



Das geht alles ins Leere. Ohne ergründet zu haben woher die Feuchtigkeit kommt, kann man keinen wirklich fundierten Rat geben – schon gar nicht wie der Keller dauerhaft trocken bleibt.

Der einzige Hinweis ist, dass die Wände abzutrocknen beginnen.

- Welcher Putz war außen und innen an den Wänden?
- Welche Farbe
- Ganze Wand nass oder nur im Erdreich?
- Liegt der Keller im Erdreich, am Hang ...
- Bilder helfen

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Keller erst austrocknen lassen



An den Basaltsteinen kann es eher nicht liegen, daß der Keller feucht ist.

Wichtig ist auch, das die Kellerräume richtig belüftet werden. Im Winter Kellerfenster öffnen, damit die relative Luftfeuchte sinkt und die Wandfeuchte über die Raumluft abgeführt wird.
Im Sommer dagegen nach Möglichkeit wenig lüften, weil in einem kühlen Keller die Luftfeuchte eher stark ansteigt, die Wände dadurch aber schlecht trocknen können.

Ich kann jetzt hier nicht die gesamten Physikalischen Zusammenhänge erläutern.

Gutes Gelingen wünscht D.Fr.



Es liegt nicht an den Natursteinen und warum?



Ob es nun Basalt oder ein anderer Naturstein ist, ist sicher nicht entscheidend. Aber fest steht doch, dass der Keller kalt ist.
Wenn nun warme feuchte Luft in den Keller kommt dann fällt Tauwasser aus und somit werden die Wände feucht.
Dies nicht nur auf Basaltsteinen sondern sogar auch auf gedämmten Rohren.



Tauwasser..



Das Tauwasser anfallen kann ist richtig..Was geschieht aber wenn ich die ganze Geschichte schön in Noppenbahnen und sonstigen absprerrenden Produkten einpacke?????

Was geschieht mit der da hinter liegenden Feuchtigkeit??
Wie sieht es mit Schimmelbildung aus wenn die anfallende Kondesfeuchte nicht mehr schwinden kann??

Lieben Gruß.
Peter Schneider



Haben Sie schon mal unter dem Estrich oder den Fußboden geschaut?



Was geschieht denn da, wächst da auch Schimmel?
Fault der Bodenbelag aus Beton?
Woher kommt die Angstmacherei und warum?
Wenn denn die Feuchte durch Tauwasser entsteht, die jedoch nicht mehr in die Wand eindringt - ja wo ist denn da noch ein Problem?
Woher kommt denn der Schimmel, doch nicht durch feuchte Luft oder sehe ich dies falsch?
Es braucht doch mehrere Parameter um Schimmel zu züchten, zumindest organisches Material das faulen kann usw.
Wie kommt dies hinter eine dampf-dichte Verkleidung?
Ich habe Tausende von qm verarbeitet und kann dies nicht nachvollziehen!



Was geschieht denn da?



Nun geschieht nichts mehr da wir dieses Thema leider schon in der Vergangenheit in unzähligen Trads hatten.

Siehe auch Suchfunktion

LG.P.Schneider