Fußbodenaufbau?

17.08.2006



Hallo!
wer kann mir den idealen Fußbodenaufbau nennen?
Holzbalken 140x140cm ca. Größter Abstand zw. den Balken 80cm Luft.
Boden vom EG zum Keller. Der Keller ist sehr feucht (nass).
Der Keller ist gut durchlüftet.
Blindboden (Schrägboden) bereits eingebracht.
Im EG Seite soll der Aufbau höchstens 5 cm betragen.

Mein pers. Vorschlag von unten (Kellerseite) nach oben:
Dampfsperre
Perimeterdämmung zwischen den Balken
Schrägboden
Heraflax
Fichtendielenbretter 20mm (9% Feuchte) flächendeckend verschraubt.
Seitliche Bretter an den Balken zur Schiftung
Eichendielenboden 20mm punktuell quer dazu verklebt.


Bitte um Reaktionen ob dieser Aufbau so in Ordnung geht ?

Besten Dank

Anton



auf Dampfsperre + Perimeterdämmung würde ich verzichten,



wenn der Keller gut belüftet ist. Eine Alternative zur Perimeterdämmung sind Schilfplatten, z.B. Stärke 5cm. Abschließned können die Schilfplatten mit Kalk Verputz werden (Kalk wirkt fungizid!!) oder man kann die Schilfplattenoberfläche mehrfach mit Kalkfarbe einstreichen.



Dampfsperre



Danke für die Info!

Wo kommt hier die Dampfsperre hin?
möchte noch fragen ob die Dampfsperre so bleiben kann. Nämlich kellerseitig ganz unten?
Oder muss die Dampfsperre auf die Sparren Erdgeschossseitig?

Ich möchte dann infolge natürlich den ganzen Keller mit Kalkfarbe (Sumpfkalk) streichen.
Wirkt der Kalk auch als Holzschutz (Fäulnis etc.)?


Anton



kalk wirkt fungizid, also gegen evtl.Schimmelpilzbildung,



Dampfsperren verursachen oft Bauschäden durch Feuchtestau,der dann zu Schimmelbildung führen kann. Als Dampfbremse könnten Sie über die Schilfplattendämmung z.B. eine Lehmfüllung (oder Kalksplitt) einbauen.



Ich denke



wenn der Keller nass ist sollte zu erst über diese Problem nachgedacht werden. Alle Deckenkonstruktionen werden ansonsten erhebliche Brobleme bekommen.



Wasserbergdruck



Hallo!
Das Haus ist sicher 200 Jahre alt. Der Keller war immer schon nass. Es wurde vor 70 Jahren schon im Keller mit Tonrohren eine Art Drainage verlegt. Funktioniert jedoch nicht mehr.
Bin z.Z. außen am Verlegen einer Drainage. Habe jedoch dauernden Wasserfluss bei ca. 2,5m im Erdreich. Werde dieses Nass im Keller vermutlich nie richtig los. (Bergdruck).

Ist hier eine Dampfsperre nötig?
Wenn ja - eher raumseitig (wärmeseitig) oder ist es besser kellerseitig und den Aufbau nach oben diffusionsoffen zu lassen?

Gruss Anton



Sie machen den Holzbalken in der Decke



keinen Gefallen,wenn Sie-wo auch immer-eine Dampfsperre einbauen. Bei 80% aller historischen Natursteinkeller ist der Keller feucht bis naß.Meist haben diese Decken Lehmfüllungen. Wenn der Keller gut be-und gut entlüftet wird, können Bauschäden vermieden werden.
Hauptsächlich entstehen Holzschäden im Auflagerbereich der Deckenbalken auf der feuchten Außenwand. Da hilft als Feuchteschutz eine Unterlage z.B. aus Korkparkett,die unter die Balkenlage gelegt wird.



Deckenaufbau?



Hallo!
Danke für die Infos!
Wenn ich das recht verstehe könnte mein Deckenaufbau somit folgendermassen aussehen:
von unten (Keller) nach oben

Balken
zwischen den Balken Permiterdämmung oder Schilfmatten mit Lehm oder Kalkanstrich
Schrägboden
Isolierung mit Flachs oder Schafwolle
Rauhspund bzw. 20mm Holzboden vollflächig verschraubt.
Eichendielenboden quer dazu punktuell verklebt?


Anton



Korrektur Bodenaufbau ohne Perimeterdämmung:



Sie haben meine Vorschläge evtl. falsch verstanden.Perimeterdämmung kann Holzschäden durch Staufeuchte erzeugen!!
Hier mein Vorschlag von unten nach oben wie folgt:
1) unter die Balkendecke Schilfplatten d=5cm,montiert auf Lattenrost, Schilfoberfläche mit mehrmaligem Kalkanstrich oder Kalkverputz
2) Luftschicht bis Blindboden (Schrägboden)
3) Blindboden,darüber Lehmfüllung + Hanf/Flachsdämmung
4) Dielenbodenbelag oder Parkett auf Bretterboden
Bitte die Dämmung nicht bis preß Unterkante Dielenboden ,ca 15mm Luft belassen!!
Damit auch da Feuchte zirkulieren kann.



aufwendig



Danke für den Vorschlag!
Dachte wenn die Balken im Keller nicht mit einer Sperre verdeckt sind (nur Perimterdämmung dazwischen) würde das ausreichen für eine Verhinderung einer Staufeuchte.

Bei solch einem Aufbau hatte ich eigentlich immer die Bedenken dass div. Gerüche vom Keller in den bewohnten Bereich durchkommen?

Recht über dem Blindboden nicht auch einfach Flachs. Schalltechnisch müsste eigentlich kein besonderer Aufwand betrieben werden....

Danke

Gruss Anton



die Lehmfüllung hat mit Schallschutz hier nix zu tun,



sondern dient als "Dampfbremse" und "Geruchsabsorbierer".
Zu fungiziden Sicherheit können Sie gern die Lehmfüllung an der Oberfläche mit Weißkalkhydrat abstreuen.
Bei reiner Flachs-und Schilfplattendämmung hätte ich bedneken,daß die hohe Raumfeuchte des Kellers quasi als "Geruchsbelästigung" zum Wohnraum durchkommen kann.
Eine gute Alternative zur LehmFüllung wäre eine Kalksplittfüllung!!
Info zu Perimeterdämmung: Polystiroldämmstoffe können keine Feuchtigkeit verarbeiten. Deshalb sind Bauschäden durch Staufeuchte oftamls vorprogrammiert.



Danke



Vielen Dank für ihre Hilfe !

Werde mir noch ihre homepage ansehen.

Anton



@Klaus Schilling



Ich habe eine Frage:
Warum soll die Decke von unten und die Lehmschüttung von oben fungizid (Kalk) behandelt werden? Es geht doch wohl um die Feuchtebelastung und die daraus resultierende Gefahr des Pilzbefalls. Wenn diese Gefahr besteht, was geschieht dann mit dem Holz? Wieso rechnen sie einen möglichen Pilzbefall im Putz und in der Lehmschüttung mit ein, beim Holz aber nicht?



@Fred Heim



wenn der Keller gut be-und entlüftet ist und die Holzbalken gut belüftet sind ist die Schimmelgefahr für die Holzbalken minimiert. Die Kalkbehandlungen an Schilfplatte und Lehmfüllung sind als zusätzlich fungizid vorbeugend wirkende Maßnahmen zu betrachten.
Frage: welche Maßnahmen würde Sie im Auflagerbereich Deckenbalken zur feuchten Wand vorschlagen?



Gute Frage



Ich arbeite hier als Auflager immer noch mit einer Bitumenpappe, aber nur von unten. Bisher bin damit auch in allen Fällen gut gefahren. In diesem Falle, Keller ist feucht -- nein naß, traue ich mir, aus der Ferne, gar keine Stellungnahme zu. Meine Frage war durchaus ernst gemenint.
Ich bin ja auch hier um dazu zu lernen. ;-)