Fussbodenaufbau Gewölbekeller Dämmung

20.05.2012



Hallo,
nachdem ich einige viele Einträge bzgl. des Fussbodenaufbaus über einem Gewölbekeller gelesen habe, möchte ich trotzdem ein, zwei Fragen bzgl. dessen stellen :-).
Im zukünftigen Essbereich/Büro liegt momentan uralter, in unglaublichen Formen ausgelatschter Dielenboden. Dieser ist auf Holzbalken vernagelt, die lose in staubigem Sand liegen. Der Sand ist trocken, auch im Sockelbereich, wir haben die Fusschwelle komplett erneuert. Das Gewölbe (1 Bogen) wurde irgendwann von unten, also im Keller, mit einer Betonschicht überzogen. Der Keller ist halbtrocken, sprich nicht feucht, aber ein Pappkarton überlebt es dort auf Dauer nicht.
Wir möchten nun, dieser Tage, den Boden erneuern, wenn möglich etwas gedämmt. Mein Minimalgedanke wäre, die alten Dielen rauszuwerfen, auf die Balken (wo nötig neue Balken) OSB-Platten zu schrauben und darauf flaches Klick-Parkett zu legen. Vorteil: relativ einfach zu bewerkstelligen, ca. gleiche Aufbauhöhe, Staubschutz durch geschlossene OSB-Platten. Nachteil: keinerlei Wärmedämmung.
Nun meine Fragen:
Ist dieser Aufbau im Grunde okay oder sollte man OSB-Platten nicht geschlossen über eine kühle Kellerdecke legen? (Verbesserungsvorschläge?)
Wie bekomme ich ähnlich einfach Wärmedämmung/Staubschutz hin?
Wie kann ich den Gewölbebogen (rel. glatt durch Betonschalung) von unten Dämmen?

Vielen Dank für eure Anregungen, schöne Grüße aus Hessen,

chreich



Der angedachte Aufbau...



...ist nach unten nicht abgesperrt, aber im Gegensatz zum Vorgänger nach oben zu ziemlich dicht. Die Lagerhölzer werden also faulen.

Entweder Lagerhölzer (am besten imprägniert) in Blähton, und darauf Dielung oxydativ geölt ohne Wachsanteile (halbwegs dampfoffen) - oder (besser) einen Leichtbeton auf Höhe der Gewölbekappe nivelliert abziehen, eine Bitumenschweißbahn verlegen, und dann mit einer (oder 2) Holzweichfasrerplatte(n) 5cm und zwischenliegenden Lagerhölzern weiterbauen.

Grüße

Thomas



Vielen Dank schonmal...



..für die Antwort.
Das bedeutet also schonmal, dass ich bis zur Gewölbekappe bedenkenlos den Sand entnehmen kann, oder?
Somit wäre mein maximal zur Verfügung stehender Bodenaufbau auch klar. Hat denn der Leichtbeton (wo bekomme ich sowas her? Ich find im Internet irgendwie nix genaues) die Aufgabe, die Dampfsperre nach unten zu sein? Und deshalb kann ich darüber einen geschlossenen Boden legen (Dielen/Klick-Parkett)? Wie ist das mit der Feuchtigkeit an der Fusschwelle beim Einbringen? Stimmt es, dass sich Holz und Zement nicht so gut verstehen?

Danke für die Hilfe



Bitte nochmal lesen,



was ich da geschrieben habe.

Leichtbeton wird fertig angeliefert, im regionalen Betonwerk nachfragen.

Die Schwelle sollte keinesfalls direkt mit dem Beton in Kontakt kommen.

Wollt Ihr das wirklich alles ohne fachwerk-erfahrenen Planer stemmen? Wenn ja, spart Ihr an der falschen Stelle. Die Möglichkeiten des fachwerk-Forums sind begrenzt, komplexe Bauaufgaben könnt Ihr nicht über ein paar Fragen im Forum klären. Insbesondere dann nicht, wenn Ihr die Antworten darauf gar nicht versteht (was einem Bauneuling keiner übelnehmen kann).

Also Planer her, der Euere Eigenleistungen richtig einbindet und kontrolliert.

Grüße

Thomas



Hallo Thomas.



Danke für Deine Tipps.
Einen Planer, dem man in solchen Fragen vertrauen kann zu finden ist doch nahezu unmöglich! Stell doch mal im Forum eine Frage und zähle die verschiedenen Antworten. Vor Ort wäre es nicht viel besser und sehr abhängig vom Vertrauen. Ich habe/hatte einen, so glaube ich, sehr guten Zimmerer, der mich unterstützt, den ich aber nicht wegen jedem Fragen möchte. Ich versuche meine Ideen und Informationen der Anderen zu sammeln, logisch zu hinterfragen und dann, evtl. vom Zimmerer unterstützt, zu entscheiden.
Da ich Deine Antwort wohl falsch verstanden habe, möchte ich Dich bitten mir zu sagen, wo mein Fehler liegt.
Ich beschreibe nochmal kurz die Situation, ich habe, nachden wir die letzten Tage die Gefache zugemauert haben nochmal genauer nachgesehen/gemessen.
Der besagte Raum stößt mit drei Wänden an den Außensockel, die vierte Wand an das Estrichfundament des Küchenbodens. Der gesamte Raum ist mit einem Gewölbekeller mit einem Bogen untermauert. Zwischen Gewölbekappe und Unterkante Fussboden sind rd. 15cm staubtrockener Sand. Über diesem Sand lag sehr lange Zeit Dielenboden sowie darüber nochmals die letzten 12 Jahre ein verklebter OSB-Boden. In diese mir zu Verfügung stehenden ca. 20cm bis zur Oberkante Fussboden möchte ich nun einen Boden einbauen, der etwas dämmt und am Ende mit Dielen/Klick-Parkett belegt werden kann.
Da doch nach 12 Jahren geschlossenem OSB nichts passiert ist, sollte ich doch z.B. 10cm Sand entnehmen können, dann Lagerhölzer, dazwischen Korkgranulat, darauf OSB und dann Dielen/Klickparkett. Was fällt fachlich dagegen ein? Danke,

chreich



In welcher Ecke...



...baut Ihr denn? Da wird sind doch ein Sanierungsspezi finden lassen.

Leichtbeton ist keine Dampfsperre. Die erste Variante (Dielung) könnte ohne Dampfsperre funktionieren, weil sie nach oben NICHT dampfdicht ist.

Die 2. Variante ist für den Weiterbau mit OSB und Parkett gedacht, weil dort eine Sperrschicht gegen aufsteigende Feuchte (nicht nur eine Dampfsperre) erforderlich ist.

Grüße

Thomas



Hallo Thomas...



also ist ein OSB-Boden immer Dampfdicht und somit eine Gefahr wegen evtl. von unten aufsteigender Feuchte. Eine Diele 22mm stark auf Lagerhölzer geschraubt birgt weniger Gefahr. Richtig?

LG,

chreich



In Verbindung...



...mit einer oxydativ härtenden Ölung: ja.