Keller in altem Fachwerkhaus vertiefen?!

01.04.2009



Wir besitzen einen Hof mit Fachwerkhaus, erbaut Ende des 19. Jhd. Das Haus sitzt auf einem Sandsteinfundament. Da unsere 85 jährige Tante das Wohnrecht im Haus besitzt, planen wir einen Anbau. Den Anbau möchten wir unterkellern und müssten wegen der geringen größe dirket ans Haus anschießen. Wie kann man das Haus unterfangen ohne dass die Sandsteine runterfallen??? Blöde Frage, aber ich kann mir das nicht vorstellen!

Das alte Haus hat einen ca. 3 auf 4 Meter großen Keller, der höchstens 1,40 m hoch ist. Den Keller müssten wir vertiefen und mitnutzen, also an unseren neuen Keller anschließen. Der Keller besteht auch aus Sandstein und befindet sich unter einem Abstellzimmer im Haus. Der Keller hat keinen richtigen Boden. Ist soetwas machbar ohne dass das alte Haus Schaden nimmt?



Moin,



machbar ist das alles, ist auch kein Hexenwerk.
ABER DAS IST NICHTS FÜR Heimwerker UND FEIERABENDMAURER.
Hier sind entsprechende Fachleute zu konsultieren und das am Besten vor Ort und nicht über Ferndiagnose.



Anbau an Keller



Hallo Melanie,
möglich ist das technisch schon,
allerdings erfordert es sorgfältige Planung und korrektes Arbeiten.
Für einen Laien ist das grundsätzlich nichts, der Tiefbau und die Gründungsarbeiten sollten von einer damit erfahrenen Fachfirma ausgeführt werden.
Das vorhandene Fundament des Hauses, vermutlich am Giebel, muß unterfahren und abgefangen werden. Das wird in kleinen Abschnitten nacheinander ausgeführt.
Schäden am Bestand können dabei nie ganz ausgeschlossen werden.
Bei einem alten Haus ist das besonders problematisch, da man nie genau weiß, was einen erwartet.
Das betrifft auch die Kosten für eine solche Aktion.
Sucht Euch erst einmal einen guten Planer, der auch die Baubetreuung des Vorhabens übernimmt.

Viele Grüße



Hallo nochmal!



Danke für die Antworten. Sicher lassen wir das von einem Fachmann machen, bzw. überwachen.
Der Architekt hat das ja auch bereits alles geplant und meinte es wäre sicherlich machbar. Aber ich wollte jetzt einfach mal ein paar Meinungen ob soetwas ohne weiteres machbar ist, bzw. auch oft gemacht wird oder ob es ein Riesenaufstand ist.

Da wir jetzt ja nur einen Anbau machen können und später das Haus entweder neu bauen oder sanieren müssen, ist es auch eine Kostenfrage. Diese sollten wenn möglich in einem gewissen Rahmen bleiben =/



In



Soest hat es vor ein paar Jahren auch einer versucht.
Bis das THW kommen mußte weil das Haus so komische Risse bekam.



Risiko einer Unterfahrung



Selbst den besten Planern passieren Fehler und das sprengt dann garantiert den Kostenrahmen. Auch die Ausführenden sind nicht frei davon - bestes Beispiel ist KÖLN...
Das müsst Ihr immer bedenken. Ich selber wohne in einem haus miT Zimmerhöhen von 1,9 m, obwohl ich in manchen Zimmerecken an die Decke anstoße, habe ich nicht den Fußboden abgesenkt, aber die Fundamente als solche neu erstellt, denn da war fast nichts. Hinteher waren auch ein paar kleine Risse da - aber die habe ich erwartet!!. Die Kosten sind bei Fremdleistungen nicht unerheblich - entscheiden müsst aber Ihr selber. technisch ist fast alles möglich. Eben eine Frage der Kosten. Euer Kostenrahmen gibt die Möglichkeiten vor - und glaubt nicht, die anfänglich genannte Zahl würde am Ende auch immer noch gelten. Rechnet mal mit 20 % Reserve - oder liege ich da zu niedrig ???