Keine Dampfbremse

17.05.2015 glossar



Wir sind seit 2012 Mieter einer 1979 erbauten Eigentums-wohnung. Sie liegt im Dachgeschoß einer großen ETW -Anlage mit 30 Whg. Seit Spätherbst 2013 zeigen sich im Bereich der Außenwände eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Schim-melbelastungen. Vorwiegend hinter Bildern und einem Schrank.
In der Küche ist es der Übergangsbereich Wand zur Decke. Dort kragt der Schlafraum etwa 1,80 m aus. Dieses auskra-
gende Gebäudeteil ist unterseitig nicht gedämmt. Es ist nur verputzt. Im WZ befindet sich in der Außenwand - d = 24 cm HLZ - ein ca. 3,50 m langes Betonrähm - 24 x 35 cm -. Des-
sen Außenisolierung ist mir leider nicht bekannt. Das ge - samte Betonrähm ist belastet.
Die hinter dem Wandschrank belastete nord/ost Außenwand - d = 24 cm HLZ, beidseitig verputzt, zeigt im unteren Bereich eine Dreieckpilzbelastung. Sie beginnt von der Küchenwand aus mit h = 15 cm, und geht bis zur Dielenmitte b = 100 cm. Die Belastung geht dort bis auf eine Höhe von ca. 60 cm. Die Restflächen sind nicht belastet. Die Wandfläche li/re ist wie folgt bestellt: Luft 12 cm, Schrank 80 cm, Luft 4 cm, Schrank 80 cm, Luft 12 cm. Von unten nach oben: Luft 3 cm. Schrank 2 x 120 cm ( 240 cm ), Luft 5 cm. Der Schrank mit einem Wandabstand von 7 cm ist also Luftumspült. Der Dachaufbau 30°, nicht belüftetes Warmdach, ist folgender: GK-Bauplatte 12,5 mm, 180 mm Sparren/Mineralfaserdämmung. Dann überlappend und dicht genagelte Bitumenpappe, Einfach- Lattung 24 x 28 mm, Betondachstein. Was fehlt ist die Dampfbremsfolie. Die Traufe und der First sind verschlos-
sen. Liegende Dachfenster,Austausch 2008, sind im übrigen im unteren Flügelbereich schwarz!! Jetzt die Frage : Wird das Raumklima der Wohnung hier nachhaltig gestört und belastet? Kann sich dadurch so an den beschriebenen Stellen Schimmel bilden? Wird die Schimmelbildung in der Küche zusätzlich durch das nicht gedämmte, auskragende Bauteil gefördert?
Für hilfreiche und konstruktive Informationen möchte ich mich schon jetzt bedanken.



Schimmelprobleme



Wenn ihr Mieter seid solltet ihr die Schäden gut dokumentieren und die der Hausverwaltung bzw dem Eigentümer mitteilen- wer ist dies bei Euch?
Ein privater, Stadt oder eine dieser Finanzgesellschaften?

Es wird dann gerne versucht das mit Nutzerfehlverhalten zu begründen:
Zuviel Feuchtigkeit, zu wenig Lüftung

In eurem Fall kann ziemlich sicher von Wärmebrücken ausgegangen werden, im Dachbereich fehlende oder falsche Dampfbremse, bzw fehlerhaft verarbeitet.
Bei oberseitiger Fast-Dampfsperre durch Bitumenbahn wäre eine feuchtevariable Dampfbremse notwendig- das sollte aber genau ermittelt werden, wenn alle Verhältnisse bekannt sind.

Auskragende nicht gedämmte Bauteile stellen geometrische Wärmebrücken dar (wie auch Gebäudeecken, die aber in geringerem Maße) und verschlechtern die Situation erheblich.

Möglichst bald an den Mieterverein wenden wenn der Eigentümer keine Einsicht zeigt-Mietzahlungen nur unter Vorbehalt leisten.

Die Situation wird sich eher verschlimmern und kann zu Gesundheitsschäden führen.

MIn eurem Fall möglichst gar keine Möbel an die Betroffenen Außenwände stellen.
Durch Mineralschaumplatten als Innendämmung oder auch vollflächig an die Wand geklebte Holzfaserplatten ließe sich das Schimmelproblem voraussichtlich beheben- besser wäre natürlich eine Außendämmung- aber ohne EPS/Styropor, was zahlreiche andere Probleme mit sich bringen kann, von den ökologischen mal abgesehen.

Andreas Teich



Schimmelprobleme



Herr Müller,

sie wohnen in einem Haus, in dem schon seit einer Generation (über 30 Jahr) gewohnt wurde.

Jetzt, nachdem sie eingezogen sind, zeigt sich ein Schadbild. Liegt da nicht der Verdacht nahe, dass sie der Verursacher des Schadbildes sind????

Der Baustandard entspricht nicht mehr dem heutigen Wissenstand. Das mit Innendämmung etwas verändert werden kann, wurde oben ja schon erwähnt.

Die offensichtlichen Schäden sind aber erst durch ihr Verhalten (mein Eindruck) entstanden.

Eine andere Erklärung könnte, in meinen Augen sein, dass die Fenster gegen erheblich besser gedämmt Fenster ausgetauscht wurden. Dann waren bisher die Fenster, die am schlechtesten gedämmten Bauteile. Wenn das geändert wurde sind es jetzt die Betonteile in der Wand.

Heinz-Josef



Schimmel



da gibts viele Möglichkeiten

neue dichte Fenster wären eine,
zB diffusionsdichtere Innenfarbe auf Kunstharzbasis und Tapeten eine weitere.
Vielleicht wurden vom Eigentümer vor der Neuvermietung Schäden so kaschiert oder sind erst dadurch entstanden?

Gibt es Dunstabzugshauben oder Lüfter ?
Wohin entlüften diese ?

Die Mietervereine können normalerweise auch bei so etwas weiterhelfen- haben zumindest entsprechende Infos

In meinem Haus von BJ 1910 gibts keinerlei Schimmel-
dabei keinerlei Wanddämmung, jedoch Fensterumrüstung und zahlreiche Bewohner. Allerdings habe ich ausschließlich ökologische Baustoffe, mineralische Putze und Rein-Silikatfarben ohne eorganische Bestandteile verwendet.

Frage doch auch andere Bewohner wie deren Erfahrungen sind.

Andreas Teich



Hinter Schrank und Bildern?



7 bzw. 0 cm Wandabstand ist etwas wenig, von "luftumspühlt" würde ich da nicht schreiben. Das sind Kondensatfallen. Zieht man diese mietergemachten Probleme ab, was bleibt dann, neben einer möglichen Wärmebrücke, noch? Wie wird gelüftet? Wie die Wäsche getrocknet?

Alter Schimmel würde sich beim Kratzen vermutlich unter dem letzten Anstrich finden.

Grüße

Thomas



Schimmelproblem



Aus den Angaben lässt sich nicht zweifelsfrei bestimmen, was die Verursachung der Schimmelbildung ist.
Es sind sicher einige Wärmebrücken mehr als üblich vorhanden.
Ob diese die alleinige Ursache sind, kann nicht mit Ferndiagnose bestimmt werden.
Über das Heiz- und Lüftungsverhalten ist nichts gesagt.
Der Dachaufbau ist auch fraglich; ist die Bitumenpappe direkt auf die Dämmung gelegt? Irgendwie fehlt da eine Holzschalung…
Schimmel tritt an dauerfeuchten Bauteilen auf. Ursache: Luftfeuchtigkeit kondensiert an kalten Flächen bei Taupunktunterschreitung.
Fazit: einen Fachmann mit der Vor-Ort-Begutachtung beauftragen.



Schimmelbildung



Hallo Herr Esztermann,
wir haben als Mieter ein Problem. Ein von uns zu beauf-tragender Sachverständige dürfte ohne Zustimmung des Ver-
ieters keine Untersuchungen am Dach vornehmen. Wir haben es vorgeschlagen. Es wurde uns nicht gestattet!!! Gelüftet wird mehrmals täglich, denn die Wohnung riecht schon nach kurzer Zeit mehr als unangenehm. Während der kalte Jahreszeit beschlagen auch noch die alten Verglasungen. Trotz Lüftung. An den liegenden Dachfenstern bildet sich dann auch Feuchtigkeit in Form von Tropfen. Diese sind so intensiev, dass es zur Durchfeuchtung der unteren Dachfensterbekleidung kommt, und Wasser an den Decken herunterläuft.



da ist viel Wasser in der Luft



wo kommt es denn her?
Zimmerpflanzen
Wäsche zum Trocknen aufgehangen.
Geschirrspülen von Hand und trocknen lassen.
Heiß Duschen.
Kochen bei offenen Töpfen.
Bügeln von feuchter Wäsche.
Zu niedrige Temperaturen in der Wohnung.
Luft aus warmen Räumen in kalte Räume lassen.

Du solltest dringend mal einen Luftfeuchtemesser anschaffen um mal zu prüfen wie es bei dir ausschaut.



hier finden sie einige Erklärungen



Hallo, ich habe zur momentan wenig Zeit, abe rhier habe ich versucht, es ein wenig anschaulich darzustellen: http://forum.derhausdoktor.net/#post6.

Mit freundlichem Gruß
M. Schmidt



Schimmelproblem



Eine zerstörungsfreie Untersuchung, d.h. Messen, ggfs.
Wärmebildaufnahmen sind sicher auch ohne Zustimmung des Vermieters möglich.
Wenn der Vermieter aber so hartleibig ist, wird er u.U. einen bestehenden Mangel auch nicht freiwillig beheben.
Evtl. hilft der Mieterverein weiter.

Ansonsten andere Vermieter haben auch schöne Wohnungen.
Denn – wie ich schon schrieb – eine Ferndiagnose ist nicht möglich.



Keine Dampfbremse. Schimmelbildung.



Wir hatten den Velux-Außendienst vor Ort. Gemessene Luftfeuchtigkeit 49% !! Am Lüftungsverhalten kann es also nicht liegen. In der Wohnung wird auch nicht getrocknen. Mit Wasser nicht herum gespritzt, oder sonstige unangenehmen Sachen.



Die Beweislast...



...muß erdrückend sein, sonst hat man, zumindest in Dresden, keine Chance in der ersten Instanz. Ohne Rechtsschutzversicherung sollte man das Thema nicht anfassen. Ich hatte vor 3 Jahren den Versuch gemacht, einem Mädel in ihrer kaum- bis ungedämmten Dachwohnung zu helfen. Dazu hatte ich einen befreundeten Profi da, der nix anderes macht als Thermografie. Es ist eine super Dokumentation geworden die massive Schwachstellen im Wärmedurchgang zweifelstrei zeigt und beweist, daß die Heizkörper (wohl mangelnden hydraulischen Abgleiches wegen) nur auf den obersten 10cm heiß waren. Begründungen für die Abweisung der Klage waren u.a., daß die Heizkosten nicht übermäßig hoch gewesen waren), und daß nur auf Aussen-Temperaturen der Dresdner Wetterstation, nicht aber vom Standort des Hauses zurückgegriffen wurde... Mit anderen Worten, in der ersten Instanz muß man damit rechnen, komplett sachunkundige Rechtsgelehrte vorzufinden.

Wer keinen langen Atem hat, ziehe besser um. Zudem wird vermutlich festgestellt werden, daß der Mieter mit seiner Wohnungseinrichtung einen eigenen Beitrag zum Schimmelproblem geleistet hat. Mit diesem Thema ist vor Gericht kein Blumentopf zu gewinnen.

Grüße

Thomas



Eine punktuelle Luftfeuchtemessung...



sagt absolut nichts aus, leider. So einfach ist das dann doch nicht.

Grüße

Thomas



komplexes Problem



Hallo,
wer das Problem nur bei der Lüftung oder den Wärmebrücken sucht, kann am Ende zu keinem Ergebnis kommen. Ich sagte kann. Wenn der Temperaturunterschied zwischen Wand und die Symptome Bild und Schrank sprechen dafür entsteht auch bei 49% relative Luftfeuchte Kondenzwasser. Da bei Lüften der Raum nicht gleichmaäßig erfaßt wird, Strömungsverhalten von Gasen, entstehen Orte an denen sich Feuchtigkeit ansammelt und durch Diffusion nicht in ausreichender Menge abtransprotiert werden kann, weil ein Kondensat nicht mehr diffundieren kann. Wenn dann das Heizverhalten, noch auf möglichst geringen Energieverbrauch eingestellt ist, dann sind solche Erscheinungen nicht verwunderlich. Eckbereiche sind immer Risikobereiche. Da hilft nur eine genaue Analyse und sich mit dem Eigentümer in Verbindung setzen, da es sich aus meinem Dafürhalten um verdeckte Baumängel handelt. Die von Ihnen gemachte Beschreibung deutet schon auf einen erheblichen Schimmelbefall hin.
Mit freundlichem Gruß
M. Schmidt



Keine Dampfbremse. Schimmelbildung.



Hallo,
erst einmal unseren Dank für alle Informationen. Es würde ein Roman werden, wenn wir all die in der Wohnung entstandenen Probleme schildern würde. Da wir Jahrgang 40 sind ist das mit einer anderen Wohnung schon recht problematisch. Ihre Informationen und Meinungen sagen im übrigen mehr als deutlich, dass an der Wohnung etwas nicht stimmt. Unser Heizverhalten ist so, dass wir die Wohnung in der kalten Jahreszeit bis max. 18° beheizen können. Mehr ist nicht drin. Wir werden die dem Vermieter gegenüber bereits angedrohte Mietminderung vornehmen. Vieleicht wirkt so etwas. Ein Foto der Nordwand im Eingangsbereich haben wir zur Demo beigefügt. Nochmals unseren Dank.

MfG



Schimmel in der Wohnung



Ich würde das Problem mit den anderen Mietern besprechen und sehen, ob die in ähnlich gelegenen Wohnungen ähnliche Probleme haben.

Daraus läßt sich dann eher schließen, daß nicht euer Fehlverhalten Schimmel etc verursacht sondern bauliche Mängel dafür verantwortlich sind.

Wenn ihr euch zusammenschließt sind Kosten für evt Gutachten etc deutlich geringer für den Einzelnen und es läßt sich mehr erreichen.

Mieterverein wäre erst einmal der beste Ansprechpartner.

Sind eure Heiz- und Nebenkosten denn akzeptabel?

In meinem Haus von 1910 hatte noch kein Mieter Schimmel gehabt.

Maile doch ein Bild der Fassade, dann läßt sich evt Ursache und Sanierungsmöglichkeit besser beurteilen.

Das kannst du auch an meine angegebene mailadresse schicken.

Andreas Teich



Keine Dampfbremse. Schimmelbildung



Hallo Herr Teich,
das als Anlage beigefügte Bild zeigt den Eingangsbereich zu unserer Wohnung. Es ist der Eingang links im Bild. Straßenseitig befindet sich, über eine Frontbreite von ca. 5,50 m, eine Brüstung h = 1,00 m. Dann kommen, ebenfalls auf der gesamten Breite, Fensterelemente Jahrgang 1979. Sie werden überdeckt mit einem Betonsturz von etwa h = 30 cm. Darüber beginnt bereits die Dachkonstruktion - Fußholz/ Sparren/ Firstholz -. Es gibt keinen Kehl- oder Spitzboden. Der nach Südosten ausgerichteter Giebel ist verputz. Keine Wärmedämmung. Es wurden die in den 80er Jahren üblichen HLZ mit Mörtelfuge verarbeitet. Hinter der Holzfassade im Eingangsbereich wurde keine Isolierung eingebaut. Dahinter ist Luft. An Heizkosten zahlen wir für eine 90 qm große Wohnung € 275,00 im Monat. Beachten Sie bitte, dass wir unsere Wohnung nicht über 18° heizen können.
Nachbarn halten sich bedeckt. Sie wollen wohl nicht mit dieser Sache belastet werden. Bei einenm Nachbarn sind wohl die liegenden Dachfenster voll Schimmel. Mehr wurde nicht erzählt.
MfG HWM



Schimmel etc



Beu eurem Haus wäre eine Totalsanierung sinnvoll.
Sind die 275,- € im Monat die gesamten Nebenkosten oder ausschließlich die Heizkosten?
Da ja weniger als 1/2 Jahr geheizt wird und das auch noch bei niedrigeren Zimmertemperaturen ist dies schon sehr hoch.

Da sind fast alle Möglichkeiten etwas energetisch ungünstig zu machen zusammengekommen.Jede Menge Wärmebrücken und ungedämmter Bauteile, Schimmel ist nicht nur für Menschen etwas fortgeschritteneren Alters ungünstig.
Natürlich ließen sich Fenster erneuern, eine Innendämmung anbringen, der Bodden ggf dämmen etc.
Ihr könnt natürlich dem Eigentümer vorschlagen, die Arbeiten selber zu bezahlen und dafür entsprechend lange mietfrei oder bei stark reduzierter Miete dort zu wohnen.
Am Besten auch die Nebenkostenabrechnung zum Mieterverein nehmen.
Habt ihr mit den Vormietern der Wohnung gesprochen?
Wie hoch waren deren Heizkosten?
Habt ihr den Energieausweis des Gebäudes bekommen oder werden die Angaben dazu in aktuellen Mietanzeigen angegeben?

Bei baulichen Mängeln muß ggf der Vermieter für die Umzugskosten aufkommen, wenn gesundheitliche Beeinträchtigungen zu befürchten sind oder das Wohnen unzumutbar ist.
Ist der Eigentümer eine Privatperson oder eine dieser großen Immobilienverwaltungsgesellschaften?
Ggf überlegen, ob eine Rechtschutzversicherung sinnvoll ist- aber vorher schriftlich klären ob die für solche Fälle aufkommen werden und ob es eine Karenzfrist gibt.
Ist denn die reine Miete so günstig oder die Lage ideal, daß ihr dort auf Dauer wohnen wollt?
Wenn gar nichts geht ist vielleicht doch ein Umzug in eine idealere Wohnung zu überlegen.
Möglicherweise überlegt sich der Eigentümer auch eine Sanierung vorzunehmen- dann werden die Kosten umgelegt und meist nur eine Billigsanierung mit EPS-Fassade vorgenommen.

Erst mal sehen was der Mieterverein dazu sagt
in manchen Gegenden gibt's auch kostenlose Erstberatungen von Rechtsanwälten -von der Stadt oder der Gemeinde angeboten.

Andreas Teich



18 Grad ist halt sehr problematisch



Da kann die Außenwand ja nur kalt bleiben und zu Kondensatfalle werden.

Ihr solltet mal die Nebenkostenabrechnung genau prüfen lassen. Sind Wärmemengenzähler verbaut?



Keine Dampfbremse. Schimmelbildung.



Hallo Herr Teich,
wie wir in Erfahrung bringen konnten war diese Wohnung, es ist eine Eigentumswohnung, ein Schnäppchen. Die Gesamt-fläche der Wohnung ist einschl. Balkonterrasse 96,80 qm, und das bei einem Preis von € 67.500 !!! Es sind nur die Heizkosten. Andere Kosten kommen noch hinzu. Es sind dann stolze € 464,00. Wir sind davon überzeugt, dass auch der Vermieter hereingelegt wurde. Uns wundert nur, dass der seine Ohren auf Durchzug stehen hat. Gegen den Verkäufer oder Verwaltung unternimmt er nichts. Aber das wurde uns nur von Dritten zugetragen. Ob es richtig ist ?
Selber machen und Kosten investieren ist in unserem Alter wohl nicht mehr möglich. Kein Mensch, geschweige eine Bank, würde uns einen Kredit gewähren.
Der Vermieter ist eine Privatperson. Die Wohnung war für ihn wohl eine Kapitalanlage.
Wir werdem jetzt mindern und einen Fachanwalt für Mietrecht aufsuchen. Wir haben mit ihm gesprochen. Er meint, dass dies nur gerichtlich zu klären ist. Vor allem vor dem Hintergrund der passiven Haltung des Vermieters. Denn der stellt alles in Abrede.

MfG HWM



Schimmelprobleme



Wenn ich mir die weitere Beschreibung so ansehe, bleibt offensichtlich nur der Rechtsweg oder der Umzug. Ich würde mir das sehr gut überlegen, denn das wird dauern und kosten.
Und wer obsiegt ist fraglich.
Was ist wenn der Vermieter Eigenbedarf geltend macht?
Das sind meine Gedanken – keine Rechtsberatung; bitte einen Anwalt oder den Mieterverein kontaktieren.

Die Heizkosten für 18 °C Raumtemperatur sind exorbitant. Und nur auf diese Temperatur heizen können ist nicht in Ordnung. 20…22 °C sollten erreicht werden können.

Bei der genannten relativen Luftfeuchte von 49 % sind 7,5 g Wasser in einem Kubikmeter Luft; diese Feuchte kondensiert bei 7,1 °C.

Wenn denn die genannten 275,00 € für Heizkosten (und wirklich Heizkosten sind) jeden Monat gezahlt werden, ergibt sich ein Energiebedarf von ˜820 kWh/m2*a; das ist ja jenseits von Gut und Böse.
Stimmt die Nebenkostenabrechnung?
Hat das schon mal ein Fachmann kontrolliert?
Gibt es einen Energieausweis?
Wenn ja, Verbrauch oder Bedarf?

Die Lage ist ja traumhaft – aber mit den beschriebenen Mängeln und den Nebenwirkungen kann das leicht zum Alptraum werden.



Heizkosten



Nur mal zum Vergleich,

der örtliche Gasanbieter kalkuliert hier die monatlichen Abschlagzahlungen mit 1 EUR/m² Wohnfläche.

In meinem Mietswohnungen waren es im letzten Jahr durchschnittlich 0,55 EUR/m² (Schwankungen je nach Benutzerverhalten zwischen 0,30 und 1,00 EUR/m²) incl. der Warmwasserbereitung.

Ich kann ihnen in diesem Fall nur Raten, ein andere Wohnung zu suchen. (Wenn möglich den Umzug vom jetzigen Mieter, wegen unakzeptabler Wohnung, bezahlen lassen)

Viel Erfolg
Heinz-Josef Burhorst



Wohnungszustand



Mindern Sie die Miete und suchen Sie sich was Neues. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Damit meine ich nicht nur die offensichtlichen Baumängel sondern auch das äußere Erscheinungsbild.



Keinje Dampfbremse.Schimmelbildung.



Hallo Herr Teich,
Sie sprechen das Thema Fenster an. Wie wir in Erfahrung bringen und auch vor Ort feststellten konnten sind einige 1978er gegen Fenster 2002 komplett ausgetauscht worden. Das Verhältnis ist etwa 60% zu 40 % - alt/neu -. Wir glauben fast, dass hier alles falsch gemacht wurde was falsch gemacht werden konnte. Nur fühlt sich hier keiner Verantwortlich. Der Verwalter sagt : Übernommen, ohne Kenntnis der Mängel. Wir glauben ihm nicht. Der Vermieter ist einfach stur und kümmert sich nicht. Wir haben dem Vermieter mit Geld unter die Arme gegriffen. Wir haben dann durch diese Geldspritze, im Gegenzug, ein grundbuchliches, lebenslanges Wohnrecht erhalten. Wir sitzen daher in einer Zwickmühle wie sie besser nicht sein kann. Wie wir hier herauskommen sollen steht in den Sternen. Wir wissen es nicht. Diese Kiste ist einfach verfahren. Der Voreigentümer wird sich wohl auch nicht bereit erklären einen Kaufvertrag aufzulösen. Ein Bild der alten Verglasung, wie sie jetzt zum Teil aussieht, habe ich als Anhang beigefügt.
MfG HWM



Schimmel etc



Hallo Herr Müller,

das ist dann in der tat etwas schwieriger zu lösen- Umzug ist dann nicht so ohne Weiteres anzuraten- außer Sie bekommen ihr Aufwendungen etc vergütet.

es wäre natürlich günstig in Efahrung zu bringen,
was wann gemacht wurde,
wurde irgendwann Schimmel u Schäden beseitigt?
Welche Schäden waren bekannt ?
evt Vormieter oder dort tätige Handwerker oder Firmen fragen.
Seit wann ist der Hausverwalter dort tätig ?
Welche Schäden wurden ihm mitgeteilt ?
Wurden ihnen Schäden/Baufehler etc bei Abschluß des Vertrages verschwiegen ?
dann könnte evt eine Kündigung und Rückabwicklung möglich sein.
was steht im Verbrauchs- oder Bedarfs-Energieausweis?

Allerdings auch nicht alles dem rechtsanwalt abnhemn- der lebt von Prozessen und hat auch nicht unbedingt das Interesse mit der für Sie günstigsten Lösung den Fall abzuschließen.

Haben Sie mit dem Mieterverein gesprochen ?

Eine 2.Meinung ist in solchen Fällen sicher günstig.

Läßt sich der Vermieter evt zu einer grundlegenden Sanierung ihrter Wohnung bewegen ?
Er kann dafür ja auch Förderungen bekommen, dert Wert der Wohnung steigt und es kann evt zur höheren Abschreibung steuerlich für ihn günstig sein.

das wäre die einfachste Lösung für alle.
Möglicherweise sieht das der Eigentümer dann auch so,
wenn ihm Mietkürzungen, Schadensersatzforderungen von Ihnen und rechtliche Schritte drohen.

Andreas Teich



Keine Dampfbremse



Hallo Herr Teich,
wir sind natürlich jetzt sehr hellhörig geworden. Wir haben festgestellt, dass der Verkäufer Wandflächen und Laibungen der Dachfenster mit Raufaser, allerdings eine etwas gröbere
Qualität, wohl vor Verkauf nachgebessert hat. Vorher haben wir nicht darauf geachtet. Demnach müssen Probleme auch schon vor Verkauf bestanden haben. Möglicherweise spielt hier Arglist eine wesentliche Rolle. Aber wir haben keine Möglichkeit hier etwas zu unternehmen. Unseren Einsatz können wir wohl nur einklagen. Aber Sie kennen ja den Ausspruch : Hohe See, Gottes Hand, oder: Gericht und darüber der blaue Himmel !! Diese Angelegenheit nimmt jetzt ???? Formen an und läuft wohl aus dem Ruder. Wir glauben, dass der Vermieter genau gewußt hat was mit der Wohnung los ist. Anders können wir uns seine passive Haltung nicht erklären. Wir haben mit dem Mieterverein gesprochen. Sein Rat " gütliche Einigung ". Wir sind überzeugt, dass der Sachbearbeiter - Rechtsanwalt - sich nicht aus dem Fenster lehnen wollte. Bloß keine Verantwortung. Die Kiste ist einfach verfahren. Denn diese Mängel betreffen ja das Gemeinschaftseigentum, so der Mieterverein.
Wie immer sind die Kleinen die Leidtragenden.
MfG HWM