Kauf OKAL Fertighaus Baujahr 1965

28.07.2014



Wir überlegen den Kauf eines alten OKAL Fertighauses, Baujahr
1965. Von OKAL selber haben wir nur allgemeine Informationen über mögliche Baustoffe erhalten und auch die Eigentümer haben keine weiteren Information.
Kann man irgendetwas pauschal über Asbest oder gesundheitsgefährdente Holzkonservierung bei solch einem Haus
aussagen (bevor man ein Gutachten beauftragt) ?



Ihr benötigt jemanden der



eine Raumluftmessung durchführt. Das könnte z. B. ein baubiologischer Messtechniker sein.

Grüße



OKAL-Fertighaus



Hallo,

Fertighäuser 1965 stehen unter Generalverdacht, der erst einmal ausgeräumt werden sollte, bevor man kauft.
Dazu reicht eine Raumluftmessung nicht. Ich bevorzuge eine kombinierte Material- und Staubprobe.
Für die Staubprobe genügt ein (neuer) Staubsauger - um die 70 € - Material kann man dem Dachstuhl und den den Holz-Innenwänden, Ständerwerk und Plattenbekleidung, entnehmen. Außerdem sollte man eine Steckdose in der Aussenwand herausschrauben und am Loch riechen, wenn die Sonne auf die Wand scheint. In der Regel waren die Außenwände mit einem Asbest-Putzträger versehen, die Ständer mit Pentachlorphenol oder Lindan imprägniert und mit kurzer Mineralfaser (KMF) gefüllt.

Diese Häuser sind meistens nur noch ein Fall für die Sondermülldeponie. Das Wohnen hierin ist gesundheitsschädlich. Ich frage mich ernsthaft, warum solche Häuser nicht amtlich für unbewohnbar erklärt werden, was m.E. nach einigen Ländergesetzen möglich sein sollte.