Immobilienkauf

22.02.2010



Wir wollen ein Haus kaufen in Holzständerbauweise aus dem Jahre 1959. Welche Tücken kann dieses Haus haben? Mit welchen Mitteln können die Gefache oder wie sagt man dazu gefüllt sein? Gibt es Wärmeschutzvorschriften, die zu beachten sind? Nach was müssen wir bei der Besichtigung genauer fragen, wo müssen wir hinschauen?
An den Fragen ist schon erkennbar: blinde Laien, keine Ahnung, was auf uns zukommen könnte...
Für Antworten, Informationen etc, wäre ich dankbar.



Moin,



auch wenn Sie hier sehr nützliche Informationen erhalten werden Sie sie als blinde Laien nicht erkennen (das ist nicht böse gemeint). Wenn Sie also grosses Interesse an dem Haus haben dann nehmen Sie sich z.b. einen Gutachter mit; das Geld ist dann sehr gut angelegt und kann ja auch beim Verhandeln wieder reinkommen.



Ich sehe es auch so,



dass es Sinn macht vor Abschluss eines Vertrages einen Sachverständigen (Bauingenieur oder Architekt) mit ins Gebäude zu holen. ich persönlich würde jemanden Auswählen, der zusätzlich eine baubiologische Ausbildung vorweisen kann (Adressen unter www.baubiologie.de).
Wärmeschutzvorschriften gibt es nicht, allerdings ist der Verkäufer gesetzlich verpflichtet einen Energieausweis vorzulegen.



Immobilienkauf



Hallo,

1959 war ein Jahr, in dem der Mangel noch an jedem Nagelloch absehbar ist. Diese Häuser sind in der Regel aufgebraucht.
Die Wände dürften ungedämmt sein, die Fenster Holz einfachverglast, die Heizung irgendwann erneuert aber auch alle.
Die Aktualisierung ist genauso teuer wie ein Neubau.
Nur ausgesprochen gut gebaute und immer vorbildlich unterhaltene Häuser sind mit einem Aufwand 400 - 700 € /m² Wohnfläche noch hinzubekommen.

Wenn Sie das beim Kauf berücksichtigen, finden Sie vielleicht den angemessenen Kaufpreis.

Grüße vom Niederrhein



Wenn...



...nicht gerade die Bude wegen Lage und persönlichem Anliegen es einem angetan hat, würde ich es nicht unbedingt in die engere Wahl nehmen. Wenn man ein Fachwerkhaus aus Überzeugung will, oder so wie ich ein altes Bauerhaus, kommt man um den Kompromiß Holzständerwände nicht drum herum. Bei einem einfachen Haus aus den 50ern gibt es sicher bessere Alternativen.
So, und jetzt schlagt mich für die Meinung auf einer Seite wie Fachwerk.de :-).
Bei uns in der Gegend wurde nach dem Krieg fast ausschließlich massiv gebaut. Eine Holzständerhütte aus der Zeit riecht schon fast nach argem Kompromiß damals.

Gruß Patrick.



Besten Dank.



Vorerst mal vielen Dank für die Anregungen. An einem Baubiologien kommen wir wohl nicht drum herum, denn wir können in einen Haus, in dem der Makler als Verkäufer auftritt, nicht viel erkennen.
Die Lage ist einfach toll und es ist vom bisherigen Besitzer viel daran gemacht worden. Auch liegt von einer Verbraucherberatung ein Gutachten zur Wärmedämmung vor.
Die Frage ist für mich auch, kann ein Baubiologe erkennen, ob Formaldehyd ein Problem ist. Muss der Makler sagen, was da verbaut wurde?



Ein Baubiologe wird



versuchen an möglichst viele Informationen zu kommen um das Gebäude beurteilen zu können. Er oder sie wird warscheinlich auch die ein oder andere weiterführende Untersuchung anregen.
Zur rechtlichen Situation, in wie weit man verpflichtet ist Auskunft über verwendete Materialien zu machen. Allerdings, kann ich mir nicht vorstellen, dass falsche Angaben keine Auswirkungen haben.



Immobilienkauf



Hallo,
sinnvoll ist es sicherlich das Holz, evtl. Holzdecken, Holzböden, auf Holzschutzmittel zu testen. Es sind in den 70er Jahren gerne die heftigsten Mittel eingesetzt worden.
Und....sucht euch einen guten Baubiologen!
Gruß Gabi