Hauskauf trotz maroder Wand?



Hauskauf trotz maroder Wand?

Liebe Community-Mitglieder,

vielleicht kann uns vor dem Kauf eines denkmalgeschützten Hauses - etwa 100 Jahre alt - jemand helfen: An einer Außenwand sieht es recht geschunden aus, links unten fehlen ein paar Klinker, und unter dem Fenster wurde auch gemurkst. Jetzt meine Fragen dazu: Ist die Mauer wohl so marode, dass nichts mehr hilft? Und zweitens: Könnte man die Hauswand hier nicht mit einem Sandstrahl-Verfahren von der weißen Farbe befreien? Und was kostet so etwas pro Quadratmeter?

Mit bestem Dank für Antworten:

Stefan Brunn, Kerken



wenn das die einzige Bausünde



am Backsteinhaus ist,würde ich zum Kauf raten.
Wg. Sandstrahlarbeiten finden Sie sicher in Ihrer Nähe Fachbetriebe (mal in die gelben Seiten,Branchenbuch schauen),die solche Arbeiten täglich ausführen.



Warum....



...lassen Sie für das Haus kein Gutachten machen? Wenn Sie schon die offensichtlichen Mängel nicht einschätzen können, wie wollen Sie dann versteckte Mängel finden? Wahrscheinlich wird der Hauskauf eine der größten Investitionen Ihres Lebens werden. Und diese Investition wollen Sie nur über eine Ferndiagnose in einem Forum absichern? Das wäre mir wohl zu wenig. Unser Gutachter hat sich mehr als bezahlt gemacht. Über die gefundenen Mängel konnten wir den Kaufpreis gut drücken und konnten auch die Sanierungskosten genauer kalkulieren.

Der Schaden unter dem Fenster kommt vermutlich durch die fehlende Fensterbank zu stande. Vielleicht war die alte Fensterbank beim Fenstereinbau im Weg. Nun konnte der Regen über einen längeren Zeitraum in das Mauerwerk eindringen, der Frost hat dann die Fugen rausgesprengt. Meine Empfehlung: Neue Fensterbank einsetzen, Fugen tief auskratzen und neu einfugen.

Viel Erfolg!



Das hilft doch schon mal!



Vielen Dank für die Hinweise, das hilft doch schon mal weiter: Ich konnte mir nicht erklären, woher die Nässe unter dem Fenster kommt. Einen Baugutachter möchten wir durchaus einschalten, aber mehrere Meinungen zu hören schadet ganz sicher nicht...

Stefan Brunn, Kerken



wenn es



sich wirklich um ein Denkmal handelt, würde ich zudem das gespräch mit dem Denkmalschutz suchen - nicht das die weiße schlämmung auf deren mist gewachen ist oder sie gern hätten, dass es so bliebe. auf der anderen seite sieht das profil des gezeigten fensters nicht so aus, als würde ein denkmalschützer damit glücklich - im rahmen geplanter sanierungen drohen da eventuell auflagen...
außerdem würde ich noch einige sünden mehr erwarten, bei jemandem, der sein bewohntes eigentum so mies behandelt und solche zustände über jahre hinnimmt. ne Fensterbank oder verblechung und biss'l Mörtel - kostenaufwand fast null, aber offenbar scheint es niemanden zu stören...