Vor dem Kauf eines älteren Fertighauses

28.03.2009



Ich stehe kurz vor den Entscheidung über den Kauf eines Fertighauses. Baujahr 1977, Thommes-Fertighaus, kleinerer (ehem.) Hersteller aus der Eifel. Holzständerbauweise; Asbestzementfassade.

Bei der Besichtigung hat es absolut nicht den typischen Fertighausgeruch gehabt. Trotz verschiedenster (verdeckter)Annäherungsversuche konnten wir nicht feststellen, dass zuvor ausgiebig gelüftet worden ist.
Deshalb sind wir interessiert, aber unsicher.

Wir rechnen nur mit 10 - max. 15 Jahren Aufenthalt.

Sind 180.000 Euro bei 142 qm Wohnfläche (und gut 600 qm Areal) nicht sehr viel?
Das Haus ist ganz proper gehalten, aber eben im "Originalzustand. Nur die ÖZH ist ca. 14 Jahre "jung".





180 tsd sind definitiv zu viel für ein Fertighaus Bj 77.
Zumal ja auch die sache mit dem Asbest vorhanden ist, und 14 Jahre alte Heizung????

Denke mal für 180 tsd bekommt man schon so manches schmuckes Häuschen, was jünger und besser ist.

Davon abgesehen sind Fertighäuser dieses Baujahres nicht besonders beliebt, wieso das so ist, wirst du wohl später selber bemerken.



Und



was erst für leckere ausdünstende Kleber und Leime darin verbaut wurden.1977 war alles das erlaubt was heute als Giftig gild.Finger weg vom Sondermüll.



Hat das Haus



schon einen Energiepass? (seit 2009 Pflicht bei Veräusserung)
Die Heizung ist auch fast schon abgeschrieben.


Grüsse Thomas



Fertighaus Bj 77



Hallo,

ich finde es schon dreist, zu glauben, keiner wüßte etwas von der Sondermüllproblematik und man könne dafür noch Geld verlangen.
Grundstückspreis - Entsorgungskosten, so heißt der richtige Kurs.

Grüße vom Niederrhein



Fertighausbewertung



Es ist doch immer wieder interessant wie Klug und Weise einige Leute schreiben. Hier werden ohne Kenntniss Ferndiagnosen mit vernichtendem Urteil abgegeben ohne auch nur einen blassen schimmer des Objekts und scheinbar der Materie zu haben. Natürlich gabe es einige negative schlechte Fertighausbauten, aber leben die meisten Kanadier, Amerikaner, Skandinavier in "Müllbaracken", sind die alle dooff???.Fertighäuser haben durchaus hervorragende Eigenschaften und eine Aussage über die Qualität eines Objekts kann nur nach vorheriger Besichtigung und Bewertung vor Ort erfolgen. Und nicht durch leere Phrasen.
Wir sanieren seit 22jahren Ferighäuser und können aufgrund unserer Praxiserfahrung mehr positives als negatives über Fertighäuser sagen.
Gruß aus der Eifel
www.fertighaus-verklinkerung.de



Danke für die Antworten



Vielen Dank für die Antworten, die mir den Sachverhalt,den ich z.T. schon mir selber recherchiert hatte, bestätigt haben.

Auch wenn man solch ein Haus sanieren könnte: dazu müsste man eine emotionale Bindung als Motiv haben: z.B. Elternhaus usw.

Wahrscheinlich werde ich den aktuellen Vorgang beenden - und in Ruhe etwas anderes Suchen.



Besser



ist das.



Kauf eines Fertighauses



Natürlich kann man eine Wertermittlung nicht so einfach vom Tisch aus machen.
Trotzdem gibt es ein paar grobe Faustformeln, die man anwenden kann.
Das habe ich gemacht und bin bei Ihnen auf einen Sachwert für das Haus von höchstens ca. 70.000,- €
und einen Ertragswert für Grundstück und! Haus von max. ca. 90.000,- € gekommen.
Nun weiß ich nicht was bei Ihnen so ein Baugrundstück kostet, hier nach meiner Rechnung wären es ca. 20.00,- 30.000,- €.
Auf dem platten Land ist so ein Preis bei der Grundstücksgröße schon denkbar, aber über 100.000,- allein für das Grundstück ist viel, es müsste schon ein doller Standort mit hohem Wert sein.
Das Haus ist es auf jeden Fall nicht.
Grundstückspreise können Sie übrigens bei der Gemeinde oder beim zuständigen Gutachterausschuß telefonisch erfragen.



Viele Grüße





Falls das noch interessant ist: Neupreis 55-60€, aber der Neupreis wird ja bei der Sachwertberechnung nur zum geringen Teil angesetzt.

Ich habe über ein Internetportal schätzen lassen (39 €) und musste mir Mühe geben, über Aufschläge für den Ausbau von Kellerräumen zu Wohnräumen auf 130.000 zu kommen.

Aber die Entscheidung ist gefallen. Vielen Dank an alle.