Kappendecke (preusisch?) Neuaufbau

10.01.2020 Herr bauen2020



Hallo,
wir sind gerade dabei einen Altbau aus dem Jahre 1957 zu sanieren .
Die Kellerdecke ist eine Kappendecke ( siehe Foto )
von unten sieht man alle lichten 70cm einen Stahlträger in welchen dann entsprechende halbrunde Hohlblöcke eingehangen sind .Höhe der Biegung circa 9 cm ( siehe Foto )
Die Dicke der Kappendecke schätze ich laut Schätzungen mit dem Meter auf circa 16cm-20cm (Unterkante Stahlträger Oberkante Betonboden)

Oben ist der Aufbau gewesen ( von oben nach unten ) Sperrholzplatte worauf ein PVC war
Dielenboden auf 6 cm Bohlen
Zwischenraum mit 6 cm Sand Asche Gemisch gefüllt

Im Zuge der Sanierung möchten wir den Sand entfernen , dar uns dies mögliche Aufbauhöhe gibt .
Hierzu würden wir auf dem Betonabschluss der Kappen ( Stahlträger sind hier auf jeden Fall auch übergossen )
lediglich eine ebene Schicht herstellen in Form von flüssigen Ausgleichestrich ( maximal 1cm )
Darauf würden wir dann gerne 6 cm Pur Verlegen , darauf Fussbodenheizung im Trockenbau ( Systemplatte 25mm mit 14mm Rohren und darauf Trockenestrich

Frage :

Würde dieser Aufbau funktionieren ? statisch und auch im allgemeinen
Durch die Entfernung des Sandes wird ja erst mal geschätzt 40 kg pro qm von der Decke entfernt



wie sieht es oben jetzt aus



wie ich das verstehe ist die kappe oben durch Beton (aus dem baujahr?) quasi schon begradigt und es geht nur um einen minimalen ausgleich?
kappendecke von 1957 kannt ich garnicht ;)

bild von oben?

vermutlich könnte da auch ein nassestrich eingebaut werden mit mehr leistung der FBH.
ausgleich kann unter Dämmung auch mit ner stabilen Schüttung wie cemwood cw1000 (10-60mm) hergestellt werden.
gibt es feuchteprobleme? dann vorher Abdichtung einbauen.
gruß



Überall Beton



von oben ist überall Beton , auch über die Träger drüber. Die Frage ist ob die Decke tragfähig genug ist ?

Lichte Trägerlänge ist im Keller übrigens 2,50 Meter

Wir wollen es nur glatt haben um das Pur darauf Hohlraumfrei zu verlegen



ich seh da kein problem



ihr bringt ja kaum mehr gewicht rein wie vorher.
ob der beton auf der kappe schon immer drin war, glaub ich zwar nicht (vermutlich hat da schonmal jemand "saniert") aber die kappe hat unten nur spinnweben und keine risse oder auffälligkeiten.
ich als interessierter laie würde das freigeben ;)

mal abwarten ob da noch jemand was spezielleres zu raten kann.
aber ich finde es prima, wenn jemand erst fragt und überlegt, bevor fakten geschaffen werden.
gruß

edit: ich habe hier ne scheitrechte kappendecke von 1925 mit schlechtem schlackenbeton in 10-12cm stärke mit abständen von um 1m und teilweise 4m spannweite.
das hält mehr aus als man meint. ich war auch skeptisch, doch maurer, Architekt und Statiker waren sich einig: passt.



Beton ist aus Ursprungsjahr



Der Beton ist aus dem Herstellungsjahr , also von 1957 , da wurde noch nichts saniert von oben .

Von unten wurde lediglich Rostschutz betrieben und die Spalten zwischen den einzelnen Steinen verschlossen .

Klar wäre top , wenn Sich da noch jemand entsprechend melden würde und dies auch absegnet



Frage



@MiKe

und was hast du auf die Decke alles für Lasten drauf gegeben nach Freigabe ? Alles im Trockenbau oder auch Nassestrich ?



tatsächlich aus dem baujahr...



meine vermutung kam von dem subjektiv sehr gutem zustand der lagerhölzer.(die allerdings was knapp aussehen, ihren dienst aber scheinbar gut getan haben)



ist noch nicht ganz fertig



mein aufbau ist 0-60mm cemwood ( ja, so schief ist die bude)
40mm druckfeste holzfaser
60mm Holzfaser mit lagerhölzern
29mm dielung
heizung in Wand und decke

edit:
tatsächlich wurde ich aber von einigen profis fast dazu gedrängt einen "normalen" nassestrich mit FBH einzubauen.
unser konzept war aber anders.



Fußbodenaufbau auf Kappengewölbe



Was ist als Bodenbelag vorgesehen?
Wenn zB Eiche-Dielen möglich sind könnte das Janssen- System (mit mittig in den Zwischenfeldern verlegten 18 mm Cu-Rohren) verwendet werden,
welches unter den Dielen nur 30 mm Hohlraum benötigt,
darunter die Dämmung, für die ich Holzfaserdämmplatten verwenden würde.
Folien etc sind nicht notwendig, wenn keine Feuchteeinträge zB von den Seiten her möglich sind.

Mit flexiblen, verputzbaren Dämmplatten könnte auch von unten gedämmt werden, was bei einer Deckenhöhe von 250 cm ja kein Problem wäre.



Fussbodenbelag



Als Fussbodenbelag sind Fliesen vorgesehen , da es sich um Küche und um Flur handelt .

der keller ist bis jetzt noch nicht isoliert , deshalb wollten wir ja auch 50-60mm Pur Dämplatten legen , darauf dann 25mm Fussbodensystemplatte und darauf Trockenestrich 20Millimeter



Boden auf Fußbodenheizung



Statt des Trockenestrichs könntest du auch Creaton- Ton-Estrichplatten verlegen,
die keinen weiteren Beleg erfordern- der jedoch später ggf möglich ist.

Also nur Untergrund nivellieren, damit er eben ist
darauf Dämmplatten legen -XPS, PUR/PIR, Glasschaum, Holzfaserplatten als ökologische Variante

Lastverteilungsplatten ggf mit Fußbodenheizung

Belag

Schöner, angenehmer zu begehen und auch außerhalb der Heizperiode fußwärmer finde ich Massivholzdielen (ggf miit Fußbodenheizung).

Ich habe auch im Mietshaus seit Jahrzehnten Holzböden in allen Küchen und in einem Bad- kein Problem.