Kappendecke von oben dämmen, Taupunkt?

24.11.2010



Hallo zusammen,

meine Frage wurde denke ich schon oft diskutiert, nur leider konnte ich noch nicht die passende Antwort finden.
Daher stelle ich diese Frage nochmal zur Diskussion.

Ist-Zustand:
Kappendecke mit Lagerhölzern und Dielenboden zum KG (unbeheizt). Im Hohlraum teilweise Sand/Bauschutt, teilweise Glaswolle d~2cm. Freier Hohlraum 8-12 cm.

Vorhaben:
Dielung entfernen, Lagerhölzer erhalten, da noch gut, Kappen ausräumen, Perliteschüttung einbauen, neue Dielen einbauen.

Frage: Ist mit Tauwasserausfall in der Konstruktion zu rechnen und somit eine Dampfbremse auf der warmen Seite erforderlich?



Vorsicht,



die Schüttung auf Kappendecke kann zum statischen System gehören. Dadurch wird das Gewölbe stabilisiert. Ein Entfernen der Schüttung kann die Tragfähigkeit der Decke gravierend verringern. Besser die Schüttung egalisieren und eine gleichmässige Dämmungsstärke wählen, das bringt auch weniger Risiken bezüglich Kondenswasseranfall.
MfG
dasMaurer



Die



Schüttung gehört hier sicher nicht zum statischen System... aber danke für den Hinweis. Mir geht es rein um die Taupunktverschiebung. Oder ist das bei der Temperaturdifferenz vom unbeheizten Keller zum beheizten Wohnraum nicht zu erwarten?





Durch die Dämmung auf der warmen Seite kühlt die Kappendecke mehr aus als vorher, das kann durchaus problematisch werden.
Auf der sichereren Seite wären Sie wenn Sie die Kellerdecke von unten dämmen.

Grüße aus Schönebeck



Naja,



Tauwasser wird nur dann zum Problem, wenn´s nicht wegkann.
Ich nehme mal an, dass die Kappendecke aus Backsteinen gemauert ist. Bei Einsatz einer Dampfbremse auf der Warmseite und kapillar leitfähigem Dämmstoff, sowie entsprechender Kellerlüftung, sollten hier keine Probleme auftreten.
MfG
dasMaurer



Die



Frage ist doch, ob überhaupt eine Tauwasserbildung infolge Taupunktverschiebung zu erwarten ist.
Wenn ich eine Dampfbremse einbaue, dann habe ich auch keine Tauwasserbildung.
Ich möchte den Aufbau aber lieber offen gestalten und keine Dampfbremse einbauen, sofern das nicht nötig wäre.
Die Kappen sind aus "Backsteinen" und von unten verputzt.





Bei einer Kappendecke wird ohne Dampfbremse auf jedem Fall in den Bereichen der Träger Kondensat ausfallen.
Wie viel das sein wird hängt vor allem auch von der Temperatur im Keller ab.
Aus diesem Grund ist die Dämmung auf der kalten Seite immer die bessere.

Grüße aus Schönebeck





Wo soll sie denn nun liegen, die Dampfbremse?



Auf



der warmen Seite, auf den Lagerhölzern und der Schüttung, unter den Dielen, dicht angeschlossen an angrenzende Bauteile (hier die aufgehenden Wände). Analog zur Dach- oder sonstigen Innendämmung.



Dann...



...sterben Ihre Lagerhölzer.

Soweit der Statiker das absegnet, könnten Sie einen Leichbeton auf Höhe Oberkante der Kappen abziehen (nivelliert) und eine Schweißbahn aufbringen. Darauf FB-Aufbau mit Lagerhölzern und zwischenliegender Dämmung.

Grüße

Thomas




Weggegammelt

Das sehe ich wie Herr Böhme. Wenn eine Dampfbremse unter der Dielung eingebracht wird werden auf Dauer die Lagerhölzer wegfaulen, das sieht dann auf wie auf dem Bild, hier wurden die Hölzer mit samt der Schlacke herausgefegt. Es folgte der Einbau eines Estriches.

Die Schweißbahn ist die bessere Wahl.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Wieso



sollten die Lagerhölzer denn wegfaulen?
Woher kommt denn die dazu nötige Feuchtigkeit?



Von unten.



Bereits ab 20% Holzfeuchte fühlen sich z.B. Anobien richtig wohl. Auch Braunfäule und Hausschwamm könnten Ihre Einladung annehmen.

Grüße

Thomas



Dämmen



Hallo,

ich würde die Kellerdecke mit dämmen, dann ist der Aufbau in Ordnung.

MfG J. Frase