Kalte Heizungsnische



Kalte Heizungsnische

Hallo zusammen,
auf meiner momentanen Baustelle stehe ich vor einem Problem beim neu aufzubauenden Fußboden im Erdgeschoss. Direkt unter der Heizungsnische befindet sich ein Kellerfenster. Die Bruchsteine der Kellerwand (60 cm dick) ragen bis kurz vor die aus Ziegelsteinen erstellte Kappendecke. Zwischen diesen Bruchsteinen gibt es „Fehlstellen“, welche sich in Form von Vertiefungen darstellen, die bis zu 14 cm tief sind. Bei einer momentanen Baustellen-Temperatur von 14°C haben sich in diesen Vertiefungen mittlerweile Kondens-Wassertropfen gesammelt.
Die alte Horizontalsperre (sichtbare Teile sind beim vorsichtigen Abfegen zerbröselt) liegt in Höhe Oberkante der hervorstehenden Bruchsteine (= Unterkante Calciumsilikat-Platte). Der Bereich der Horizontalsperre ist jetzt mit Dichtschlämme überstrichen.
Die Horizontalsperre befindet sich also inmitten des zu dämmenden Bereiches (und endet auch dort).
Die aus Vollziegeln gemauerte Wand hinter der Casi-Platte ist 25 cm dick (ohne Außenputz).
Der Fußboden im Bereich „Bruchstein – Kappendecke – Lichtschacht des Kellerfensters“ hat die geringste Stärke (ca.14 cm).
Da das Problem schwer in Worte zu fassen ist, zur besseren Veranschaulichung hier der zugehörige Schnitt durch die Hauswand.
Mit was verfülle ich am sinnvollsten diese kalte Ecke? (angedacht ist eine gebundene Liapor-Schüttung, welche auch zwischen die Kappenfelder kommt)
Wie ist der Randdämmstreifen auf dieser Kraterlandschaft zu setzen? (senkrecht vor die Casi-Platte? Dann sind aber die vorstehenden Bruchsteine im Weg!)
Ist die mit Dichtschlämme überstrichene alte Horizontalsperre nun ausreichend dicht?
Dämmen im Keller im Lichtschacht-Bereich wäre nur mit sehr geringer Stärke ausführbar, da ansonsten das Fenster nicht mehr aufgeht.
Das Haus ist nicht gedämmt.
Der endgültige weitere geplante Bodenaufbau ist auf der eingefügten Zeichnung ersichtlich.
… und weitere Bilder zum besseren Verständnis(siehe folgende Kommentare)
Falls ich wichtige Informationen vergessen haben sollte, bitte nachfragen. Wenn Ihr zusätzliche Hilfestellungen parat habt – ich freue mich darüber.
Schon im Voraus vielen Dank für hilfreiche Antworten.

Gruß aus Bühl
Elmar



Bild 2


Bild 2

Ansicht von aussen



Bild 1


Bild 1

Heizungsnische am Fenster



Bild 3


Bild 3

Kellerfenster mit Kappendecke



Bild 4


Bild 4

Heizungsnische von vorne



Bild 5


Bild 5

Heizungsnische von oben



Bild 6


Bild 6

Heizungsnische, seitliche Ansicht



Kellerfenster



1. Heizungsnische zumauern
2. Wenn es machbar ist Kellerfenster zumauern.



Heizungsnische kalt



Wenn diese schon gedämmt wurde besser unter dem Fensterbrett eine Schräge herstellen, damit die Warmluft in den Raum geleitet wird- sofern die Heizung nicht weit genug in den Raum steht.

Am besten die Außenwände inkl Sockel dämmen,
die Ausführung der Fensterlaibungen kann wieder so hergestellt werden.

Der Sockelbereich kann mit besseren Dämmplatten gedämmt werden, um eine Flucht zu erzielen.

Der momentan überstehende Sockel sollte mit einer größeren Schräge hergestellt werden, dh nach unten abschrägen, damit Regenwassser nicht auf den Überstand spritzt und bei der Feuchtigkeitssperre in die Wand gedrückt wird.
Evt mit dünnem Dichtputz/Spachtelmasse versehen.

Die Kellerdecke von unten dämmen, da bei einer derart geringen Deckenhöhe die Decke immer relativ kühl bleiben oder höhere Wärmeverluste hat.

Größere Hohlstellen mit Wärmedämmputz ausfüllen, (Kalkputz mit Perlite oä) Zutritt warmer Raumluft verhindern, was zu Kondensat führt.

Die Laibung/Sturz des Kellerfensters dämmen wird aufgrund der trotzdem verbleiben den Wärmebrücken nicht sehr effektiv sein- bringt aber trotzdem etwas.

Andreas Teich



kalte Nische



Danke für die bisherigen Antworten.

@ Georg
Radikale Maßnahmen !
Zu 1.) Nach dem Zumauern der Heizungsnische ragt der Heizkörper noch weiter in den schmalen Raum :-( Evtl. zusätzliche Casi-Platte auf die schon vorhandene kleben?
Zu 2.) Um eine Querlüftung des Kellers weiterhin zu ermöglichen, könnte ich mir vorstellen, anstatt des Zumauerns ein niedrigeres Kellerfenster, bzw. eine verschließbare Lüftungsöffnung einzubauen. Oberhalb davon so dick wie möglich dämmen (auch den I-Träger des Lichtschacht-Sturzes). Angedacht: Topdec DP3; evtl. auch für den restlichen Keller.


@ Andreas
Was wären denn die „besseren Dämmplatten“ für den Sockelbereich?
Arbeiten im Außenbereich werde ich durchführen, wenn die Temperaturen entsprechend gestiegen sind.
Große Hohlstellen fülle ich mit Wärmedämmputz.
Kellerdecken-Dämmung: siehe Bemerkungen an Georg

Gruß aus Bühl
Elmar



Dämmung und Wärmebrücken



Mit 'besseren Dämmplatten' sind solche gemeint, die einen besseren lambda-Wert haben, damit der Sockel bei geringerer Dämmstärke denselben U-Wert aufweist wie die übrige Fassade.

Wenn der Sockelübergang innenseitig gedämmt ist kann aber auf solche Maßnahmen verzichtet werden.

Selbst bei sehr guter Dämmung des Kellerfensters verbleibt ohne Außendämmung immer die Wärmebrücke des Sturzes-
innen ist ja die Deckenaufbauhöhe begrenzt, unterseitige Deckendämmung ändert auch nicht viel an der Situation.

Außendämmung der kompletten Fassade ist in diesem Fall am besten, sonst müßten die wände von von innen gedämmt und die Installationen geändert werden. Die Kellerdeckendämmung kann in dem Fall auch reduziert werden oder evt ganz entfallen- abhängig von der Fußbodendämmung.

Du könntest ein neues Holzfenster außen wandbündig einbauen, evt auch ganz außen in der Dämmebene und die Rahmen überdämmen, was dämmtechnisch am besten wäre.

Andreas Teich