Kalkspachtel auf Lehmputz

04.03.2019



Hallo,
ist es ein problem Kalkspachtel auf Lehmputz aufzutragen und darauf dann zu tapezieren.

Gruß Jürgen



Warum?



Erst Lehmputz, dann Kalkspachtel, dann Tapete? Dann sind sämtliche Vorteile von Lehm und Kalk hinüber. Reim technisch gesehen geht das aber.



Kalkspachtel auf Lehm



Es geht um Flecken die in Kalk die Farbe des Gipsputz ringsum angleichen sollen. Das ist halt ein Gemisch von div. Untergründen mit dem Ziel zum Schluss eine Rauhfaser aufzutragen und dann einen natürlich durchlässigen Aufstrich aufzubringen.
Gruß J



S.o.



Mit dem Aufbringen der Raufaser (inkl. Kleister) sind doch so gut wie alle Durchlässigkeiten nachfolgender Auf- und Anstriche beseitigt?

Falls möglich könnten Sie doch direkt mit einem Strukturputz arbeiten und sich 4 Arbeitsschritte sparen?



tapete



ja, wir machen nichts im Sinne der 100%igen Altbausanierung; wir bessern mit Lehmputz da aus wo der Gipsputz hohl ist und in manchen Räumen 10 -20 % entfernt wird. Ist für uns sonst zu viel Arbeit. Daher wollten wir ein wenig verbessern aber die Dichtheiten, die vorher da waren (mit Gipsputz und Tapeten) wenigstens etwas reduzieren. Aber wenn Sie sagen man kann das lassen, dann Verputzen wir auch wieder mit Gipsputz.



Jetzt bin ich komplett verwirrt :)



Ausbessern anstatt Rückbau und Anfang von 0 ist voll ok, aber wie ist denn der aktuelle Bestand zu verstehen?
("... mit Lehmputz da aus wo der Gipsputz hohl ist ..." )

hab die Erfahrung gemacht, dass man Gleiches am Besten mit Gleichem ausbessern sollte. Wenn die Wände Lehmputz mit Fehlstellen sind, am Besten alles mit Lehm ausgleichen.

Sind es gipsverputzte Wände, dann eben mit Gipsputz (Gipsputz pro/contra lasse ich mal aussen vor)



ja, eine Mixtur begonnen aber das Ziel ist ein gutes Ende



Also zum Schluß noch: der Grundufbau ist in Lehmgrundputz gemacht. Jetzt geht es nur noch um den Entauftrag vor der Tapete. Es macht lt. Tabellen aus dem www keinen großen Unterschied ob ich Gipsputz oder Lehmputz verwende (Wsserdampf-diffusionswiederstandszahl). Damit ist es nur eine Frage der Haftung und der Optik wenn nun auf die Grundllage zum Schluß hin weiter Lehmfeinputz oder eine Gipshaltige Spachtelmasse oder ggf. noch etwas anderes kommt. Die Altvorderen haben das auf den anderen Flächen ja auch (scheinbar mit Erfolg bis auf die nun vorhanden und beseitigten Hohlstellen) geputzt und dann tapeziert. Schimmel - keine Spur - nur an einer Nischen-Stelle, die ich wohl etwas zu dick mit Lehmputz auftrug.
Möchte mich an der Stelle für die Auskünfte gerne bedanken.
Jürgen



achso



fast vergesssen: Von einem, der es wissen müsste, habe ich noch empfohlen bekommen, die farblichen Unterschiede in den div. Putzuntergründen letztlich durch "gipsfarbene = weisliche" Silikatfarbe vor dem tapezieren zu "egalisieren", damit die Farbunterschiede nicht zu deutlich werden - wenn dann die Rauhfaser z. B. weiß gestrichen werden wird. Weiß von Ihnen da jemand was besseres wenn nun schon soweit vieles eine Mixtur darstellt und keine 100% Altbausanierung geplent ist?