Kalkputz im Keller - Rezepte und Putzaufbau




Hallo Fachwerkgemeinde nach Jahren der Abstinenz hier suche ich doch noch mal Eure kompetente Hilfe:
Situation:
Haus / Sidlungshaussyle Bj ca 1930 mit Bruchsteinkeller (Glimmer/Gneis) / relativ trocken (Keie salzausblühungen) mit Sampflehmboden soll im Keller Verputz werden. Das ganze ist ein Low Budget Projekt. Das Haus war ein Schnäppchen und ich mache es für meine Kinder fertig (geplante Bauzeit für alles - ca 3-5 Jahre.
Ich möchte - nach guten Erfahrungen in meinen ollen Haus Kalkuptz in den Keller verbauen.
Sinnd es ganzen: Mehr Helligkeit, diffusionsoffen, feuchteregulierend - Ziel ist es später die Haustechnik / Gasheiztherme im Keller unterzubringen (ist das ne gute Idee??? Wegen "Rost" & Feuchte?
Nun zu meinen Frage:
1.) Low budget - also Kalkweishydrath (25kg zu ca 6,5€)ist ein MUSS (Markenkalk oder Sumpfkalk fällt wegen Kosten flach!)
2.) Sand würde ich aus dem Main oder dem Rhein nehmen - wäre das ok? Habs mal gemessen - ca 1mm max (Rundes Korn)
3.) Welche Mischung zum Vorspritzen (Mit Deckenmürste "ausfgespritzt" als Haftvermittler/MEchanische Krallung...) würdet Ihr empfehlen? Ich dachte an 1:3 Kalk/Sand + ca 10% Zement auf eine Bütte.
4.) Verputzen in 1. Schicht ca 1cm mit Brechsand 3-6mm Körnung
5.) Verputzen 2. Schicht mit 1:3 Sand (aus dem Fluss 0-1mm)+ einen Schuss Leinöl.
6.) Überpinseln mit Kalkschlämme (Kalkweisshydrath in Wasser+1 kleiner Quark pro Bütte)
7.) ggf 6 nochmal wiederholen
8.) Überpinseln mit Wasser + Kalkweisshydrath (Kalksinter)

Was meint Ihr zum Aufbau (Haftvermittler/grober Sand/Kies/feiner Sand/Kalkschlämme)? Bzw welche einfachen Rezepte für einen guten Putz empfehlt ihr? Bitte keine Info zu Kalkfertigputzen - ich weis die sind sicher besser und einfacher zu handhaben - aber eben auch mindestens 5x so teuer.... Das ganze ist wirklich ein low Budget Projekt - Der ganze Keller soll mit seinen 4 Räumen und 80qm Grundfläche maximel 300€ Material verschlingen....

Danke für Eure Antworten!




Kalk und Handwerker

Rezepte für einen einfachne Kalkputz gibt es hier eine Menge. Im Prinzip unterscheiden die sich ein wenig vom Mischungsverhältniss. Wir haben unser Haus auch komplett mit Kalk - Sand Baustellenmischung verputzt.

Ein paar gedanken zur Materialwahl:

- Sand mit eckigem Korn, also kein Flussand sondern der aus dem Steinbruch verzahnt sich besser. Kostet auch nuch um die 10€ die Tonne...
- Für die stabilität des Putzes sind auch die sehr kleinen Körner wichtig. Daher besser ungewaschenen Sand oder sogar aus de mKieswerk noch ein wenig von dem feinen Mehl was sich unter den Silos/Förderbändern sammelt mitnehmen und untermischen.
- Die Schichtdicke sollte nich mehr als die dreifache Korngröße sein.
- Streichen mit Kalkmilch frscal, also solange der Putz noch feucht ist. Das verringert die Gefahr dass es zu kreiden beginnt.
- Für die Kalkschlämme haben wir einfach relativ frühzeitig ein paar Sack einfachen CL90 in Fässern einsumpft und ein paar Wochen stehen lassen. Das erzeugt natürlich noch keinen Sumpfkalk, hat aber einen sehr gut verarbeitbaren Kalkbrei ergeben.
- Quark hatten wir keinen in der Kalkschlämme, dafür dort aber einen Schluck Lein(stand)öl
- In die ersten Schichten Kalkschlämme haben wir noch Kreidemehl oder Kalkmehl als Füller zugegeben. In den letzten Anstrichen haben wir das weggelassen.

Wir sind damit sehr gut gefahren und haben wunderbare weiss gekalkte Wände im ganzen Haus erhalten.

Happy kalking


derMicha



Jau...



.... dann bin ich wohl auf dem richtigen Weg... Danke Micha.