Kalkputz feucht halten, wie stark?

28.10.2020 gelebtes Holz


Liebe Gemeinde, ich bin neu als Mitglied, verfolge aber das Forum schon seit langem als Leser. Das hat mir in den letzten Jahren sehr beim reparieren meines alten Hauses geholfen. Jetzt muss ich aber doch mal was fragen, denn ich habe den Verdacht, ich tue zuviel des Guten:

Eine Aussenwand meines Mauerwerksbaues habe ich mit selbst angemischtem Kalkmörtel verputzt. Untergrund: Sehr saugfähige Mauerziegel, Spritzbewurf aus Kalkmörtel, Oberschicht Kalkputz 3:,1 Anstrich mit Sumpfkalk al fresco am Tag nach dem Verputz. Geplant ist ein 2. Anstrich mit Sumpfkalk auf vorgenässtem Untergrund nach 28 Tagen.

Das ist nicht meine erste derartig verputzte Wand. ich habe bisher immer den Arbeitsbereich mit fassadenseitig Jute und aussenseitig Plane abgehängt und Wand und Jute und Fussboden 28 Tage lang täglich mit dem Gartenschlauch ordentlich nass eingesprüht um das Ganze feucht zu halten. Bei der derzeit aber recht feuchten und kühlen Jahreszeit frage ich mich, ob das nicht zuviel des Guten ist und ich mir das tägliche Spritzen vielleicht sparen kann, immerhin ist die Wand recht gut mit Wasser aufgeladen, denke ich. Andererseits wird die Jute binnen eines Tages schon wieder trocken, weil ich den Bereich nicht ganz verschliessen kann.

Wie macht Ihr das?

Fragt Tom



Kalkputz Nässen



Bei der gegenwärtigen Witterung würde ich den Putz so 14 tage wässern.dabei aber immer im Auge behalten das die wand nicht im Nassen zustand Frost abbekommt.
Im Sommer würde ich die Wand sogar mehrfach am Tag über 3 wochen Feucht halten .allerdings nicht mit einem Wasserschlauch sondern mit einem Drucksprüher und feinem Wassernebel..
greets Flakes



Danke...



... für die leider einzige Antwort. Leider kann ich nicht mehrmals am Tag sprühen mit dem Drucksprüher, deshalb hatte ich das 1 x täglich mit reichlich Wasser gemacht und war dabei vorsichtig, nichts abzupülen. Zum Glück ist das Wetter derzeit sehr feucht und regnerisch und ich habe beschlossen, in der letzten Woche das sprühen sein zu lassen, weil die Wand durch das Sprühen schon ziemlich durchfeuchtet ist (merkt man an der deutlich kühleren Temperatur im Vergleich mit den anderen Wänden).

Wie machen das die anderen?

Fragt Tom



Die einzige Antwort



bleibt es wahrscheinlich, weil da Alles gesagt ist. Das Nässen sollte eben nicht nach einem festen Muster passieren, wenn es wie jetzt feucht genugt ist, muss man nicht noch sprühen. Es geht darum, den Putz feucht zu halten, damit er von innen heraus durchcarbonatisieren kann.



Thread geschlossen...



Dann schliesse ich den Thread und bedanke mich. Die Frage war ja, WIE feucht genau, ich gehe jetzt davon aus, dass es ausreicht, wenn man die Feuchtigkeit spüren kann. Messwerte scheint es ja nicht zu geben?

Grüsse aus dem Berliner Speckgürtel
vom Tom




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