Kalkputz - Details




Hallo,
nachdem ich hier viel über Kalkputz gelesen habe, möchte ich mich über einige Details vergewissern.
Im Haus (30er Jahre) soll im ehemaligen Waschhaus ein Kalkputz (Fertigprodukt aus dem Baumarkt) verwendet werden.
Den alten massiven Fliesenbelag (Fliesen noch im Mörtelbett)
habe ich entfernt. Horizontal- und Vertikalsperre wurden vor einiger Zeit erneuert, die Wände sind trocken. Die Ziegel zeigen teilweise noch einen sehr dünnen weißen Belag (ich vermute alter Kalkanstrich), der allerdings sehr fest ist.
1. muß dieser Belag entfernt werden?

Die Mauerfugen sind nicht sehr fest, d.h. bei intensivem
kratzen fällt immer Mörtel heraus.
2. muß ich hier vor Beginn der Arbeit einen Tiefengrund verwenden, oder schadet das nur?

Die Löcher in der Wand (ausgekratzte Fugen, abgeplatzte Ziegel) sind teilweise bis 30 mm tief). Wenn ich mich an die Regel (einen Tag Trockenzeit pro mm Putzstärke) halte, könnte ich die zweite Lage nach ca. 30 Tagen aufbringen.
3. ist das ok so?

Eine verputze Fläche soll feucht gehalten werden.
4. genügt dafür tägliches einsprühen, oder muß das intensiver erfolgen?

Die sich bildende Carbonatschicht soll vor jeder neuen Putzlage restlos entfernt weren.
5. wie macht man das (anfeuchten und Drahtbürste)?

Für entsprechende Hinweise wäre ich sehr dankbar.
Grüße, Yvonne



Innenputz



Wie soll der Kellerraum zukünftig genutzt werden?
Was für eine Oberfläche (glatt ausgerieben, Kellenstruktur, abgepinselt...) soll der Putz erhalten?
Grundsätzlich:
Tiefere Löcher, abgeplatzte Stellen, tiefe, aussandende Fugen werden mit einem Vorputz ausgeworfen. Dazu nimmt man einen Kalkzementputz. Große Fehlstellen werden mit Ziegelsplittern aufgefüllt (ausgezwickt). Auf den Vorputz kann nach ein paar Tagen Standzeit weiter geputzt werden.



Kalkputz - Details



Hallo,
der Raum soll zukünftig Toilette und Dusche enthalten.
Der Putz soll glatt werden (bis zur zweiten Horizontalsperre
in ca. 1,6 m Höhe, darüber ist gekalkter Pinselputz der noch
in Ordnung ist).
Kann bitte noch jemand zu den anderen Punkten etwas sagen?
Grüße , Yvonne



Innenputz



Dann Kalkzementputz PII CSI oder besser CSII nehmen.
Die ganze Eierei kann man lassen.
Auf den beschriebenen Ausgleichsputz ca. 10 -15 mm Kalkzementputz klassisch mit der Kelle auftragen, abziehen, nach dem Ansteifen reiben, fertig.
Anfeuchten erübrigt sich. Sinterschicht gibt es keine.
Alles Lose muß vorher von den Steinoberflächen abgebürstet werden.