Kalkglätte auf Kalkzementputz Grundirung notwendig ?




Hallo,

es besteht bei mir eine grundsätzliche Frage bezüglich der Verarbeitung von Kalkglätte. Wir renovieren einen Altbau komplett, ein Haus von 1892 welches Ziegelmauerwerk hat. Im Inneren des Hauses wurde der alte Putz bis auf die Ziegeln entfernt.
Es erfolgte ein Schicht Kalk Grundputz von Gräfix und eine zweite Schicht Kalk Zementputz.

Der Verputzer hat die Wände schon (meiner Meinung nach) sehr glatt verputzt und jetzt soll eine Kalk Glätte (Gräfix) verarbeitet werden und dann anschlißend mit Kalkfarbe (Alpenkalk) gestrichen werden.

Natürlich habe ich mich schon im Forum beschäftigt und ich habe leider unterschiedliche Aussagen bezüglich der Verarbeitung der Kalkglätte.

Kurz zu meiner Sorge: Die Verputzer versuchen uns die Kalk Glätte auszureden. Wir haben ein paar Angebote eingeholt und wirklich jede Firma wollte das "Finish" mit Rotband vollenden.
Nun haben wir einen Herrn gefunden, der bereit ist die Kalkglätte zu verarbeiten.

Frage : Müssen die verputzten Wände bevor die Kalkglätte aufgetragen wird mit einem Tiefengrund behandelt werden oder in einer anderen Form grundiert werden ?
Bitte entschuldigen Sie mein mangelndes Fachwissen in diesem Bereich. Information bezüglich der Verarbeitung von Kalkglätte im Internet zu finden ist wirklich schwer und mit jeder "Fachmann" mit dem ich bis jetzt gesprochen habe, sagt mir, dass Kalkglätte "altmodisch ist und nicht mehr verarbeitet wird."

Ich hoffe das mir hier etwas geholfen werden kann.

Noch eine kleine Randnotiz : Wir wollten das Haus komplett mir Kalkputz von Gräfix verputzten. Die Wände waren aber so schief, dass der Verputzter nach einer Wand sagte, dass der Putz nicht halten wird, weil er stellenweise bis zu 7cm aufputzen muss um auszugleichen.

Auf Grund dessen haben wir dann einen Kalkzementputz auf die ersten Schicht Kalkgrundputzt aufgetragen.
Ich schlafe deshalb schon schlecht, weil wir das eigentlich nicht wollten, Ich hoffe damit keinen zu großen Fehler gemacht zu haben.

Bezüglich Atmungsaktivität und Schimmelvorbeugung möchten wir jetzt wenigsten eine Kalkfarbe und Kalkglätte benutzten.
Ich hoffe wir machen das Richtige. Ich bin gerne bereit mich eines besseren belehren zu lassen.

Vielen Dank und Kompliment an dieses tolle Forum





Schön das du dich entschieden hast dein Haus von 1900 wieder in Kalktechnik herzurichten. Ästhetik und Wohnerlebnis können in solchen Räumen unerreicht einzigartig sein.

Nun machst du aber wie viele, immer die selbe Erfahrung, wenn solche Leistungen am Markt nachgefragt werden, dass man erstmal erklären muss.

Da musst du ja erstmal fast selber zum "Kalkexperten" werden um mitzubekommen was unbedarfte Handwerker auf deiner Baustelle lieber nicht machen sollten.

Da ist der Weg zur Eigenleistung dann auch oft gar nicht so schwer mehr. Wenn du ein ganzes Haus betreust, vielleicht auch langfristig günstiger.

Lektion Nummer Eins, sollte sein das du dich vor der Beauftragung bei Fachleuten kundig machst.

Da kannst du bei Gräfix, Hessler Kalk, Wolfgang Kenter ("Kalkladen") oder Kreidezeit (bei dir in Niedersachsen) anrufen. Dort versteht man dein Anliegen, kennt sich aus und kann dir geeignetes Vorgehen und Produkte empfehlen. Jedenfalls wird man dort bei allen Schwierigkeiten, die vielleicht noch kommen Rat wissen und ehrliche und wirtschaftlich faire Lösungen anbieten können.

Hast du einen (Natur-) Baustoffhändler in der Nähe, wo du auch den "Gräfix" beziehst? Auch da sollte man bemüht sein, dir zu helfen.

Das mit dem "Kalk-Zement" auf "Gräfix" ist natürlich Pfeffer. Auch der Handwerker der nur "Rotband" kann ist arm dran.

Schlaflose Nächte muss man aber deswegen sicher nicht haben.

7 cm bekommt man mit einem Putz auch nicht einlagig hin. Früher hat man Fehlstellen auch mal mit passenden Ziegelstücken "ausgezwickt", da brauch man auch kein "Künstler" sein.

Auch sollten wir vielleicht deine Produktauswahl nochmals diskutieren. "Alpenkalk" das ist etwas mit Marketing übersetzt und preislich macht es mich jetzt auch nicht an.

Besser vielleicht der holzgebrannte Kalk aus Altmannstein, also da kann man nicht meckern und preislich bekommt man mehr Reichweite. Etwas Marmormehl als Füller, ggf. etwas Magerquark und du hast fast eine "Profifarbe" wie sie von diversen Herstellern vertrieben wird. Aber auch die fertig formulierten Farben sind preislich auch eine Alternative. Die Kreidezeit ist da immer eine Empfehlung. Wenn auch die Farbe gegenüber der tradierten Technik schon etwas abweicht.

Das mit der Kalkglätte kann man machen. Die von Gräfix ist schon mehr noch ein Feinputz (Schweißputz) und hat wohl 0,5 mm Kornstärke. Die liesse sich entgegen der sehr viel feineren Feinputzglätten auch noch filzen wenn es sein muss um so eine "gute" Fläche zu bekommen.

Die Putzglätten setzt man eigentlich vornehmlich dazu ein um besonders anspruchsvolle Oberflächen anzulegen. Einen zweilagigen Kalkputz sollte man auch so normal ausreichend glatt bekommen.

Reicht dir das noch nicht?

Die Glätte (Gräfix) wird in der Regel nicht stärker als 2mm und maximal 3mm Auftragsstärke verarbeitet. Zur Überarbeitung von "groben" Oberflächenmängeln taugt sie deswegen sowieso nicht.

Die Glätte kannst du auch selber aufziehen, sofern du dich mit der Handhabung eines Doppelblattspachtel anfreunden kannst.

Den Tiefengrund solltest du im Baumarkt zurücklassen.



Putzaufbau



Wieso erst Kalkgrundputz und dann Kalkzementputz?
Normalerweise arbeitet man umgekehrt.
Erst den wahrscheinlich härteren Kalkzementputz als Vor- und Ausgleichsputz, darauf dann Kalkputz.
Ob eine Grundierung- hier wohl als Aufbrennsperre- notwendig ist hängt vom Zustand des Untergrundes ab.





Ja, ggf. als Aufbrennsperre. Das muss der kundige Kalk-Verputzer wissen.

Da tut es dann auch pures Wasser.

Oder "alter Malertrick" eine Seifenlösung (3g je Liter) (Kern- o. Marseiller-) Pflanzölenseife in heißes Wasser lösen, abkühlen. Satt Streichen und in die noch Feuchte Fläche arbeiten. Prima!





Kalkglätte habe ich nur auf den Wänden mit altem schadhaftem, aber noch tragfähigem Kalkputz aufgetragen.

Die mit Kalkputz neu verputzten Wände haben noch in feuchtem Zustand ein paar Anstriche mit eingeschlämmtem Kalkhydrat aus dem Baumarkt bekommen.



Danke



Vielen Dank Mario für diese tolle Antwort und auch danke an alle anderen für eure Antworten.

Den Tiefengrund werde ich weglassen ;-)

Im Forum habe ich jetzt öfter gelesen, dass Wände die nach dem Auftrag einer Kalkglätte gestrichen worden sind, Flecken bekommen haben. Selbst nach teilweise 10 anstrichen.

Würde sich ein Anstrich auf der Kalkglätte ggf auch mit einer Silikatfarbe von KEIM empfehlen um dieser Fleckenbildung vorzubeugen oder resultieren die Flecken nach dem Anstrich wirklich nur auf Grund verschiedener Untergründe ?

Was spricht gegen eine Silikatfarbe von Keim ?

Oder soll ich lieber bei einer Kalkfarbe bleiben. Ich werde mich mal mit den Farben von Kreidezeit beschäftigen.

Wie kann ich bestimmen ob ich eine Grundierung "Aufbrennsperre" benötige oder nicht ? Die Wände sind alle neu verputzt und "glatt" ggf kann ich auf Wunsch ein Bild davon einstellen.
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An Georg Böttcher
Der Aufbau sollte wie von Gräfix beschrieben so erfolgen :
1. Kalkgrundputz 2. Kalkfeinputz
Den Kalkfeinputz wollte der Verputzer dann nicht mehr Verarbeiten und deshalb wurde der Kalkzemtenputz auf den Grundputz aufgetragen.

Leider sehr ärgerlich im Nachhinein aber jetzt müssen wir mit dem Resultat leben und wir versuchen das Beste daraus zu machen.
Allgemein kann ich sagen, es sieht gut aus bis jetzt und ich bin mit den Wänden auch relativ zufrieden. Leider haben wir jetzt doch keinen "reinen" Kalkputz drauf.



Grundierung



Es geht hier um fundamentale Regeln des Putzens.
Wenn man die nicht kennt und in der Praxis angewendet hat bleiben einem solche Fragen wie nach der Grundierung unbeantwortet.
Deshalb wird eben überall grundiert, egal ob erforderlich, schädlich oder nicht.
Eine Putzbekleidung wird normalerweise wie folgt aufgebaut:
Zuerst wenn erforderlich ein Ausgleichs- bzw. Vorputz. Damit werden Ebenheitsunterschiede ausgeglichen und die Saugfähigkeit unterschiedlicher Steine egalisiert.
Das ist erforderlich um den folgenden Putz in einheitlicher Stärke aufzuziehen. Der Putzer erspürt das durch den Gegendruck der Kardätsche ob der Putz gleichmäßig dick und damit eben, senkrecht und fluchtend auf der Wand ist, ohne Putzlehren und solches Gedöns. Bei Innenputz aus gleichmäßigem Steinmaterial und ordentlich gemauertem, ebenen Mauerwerk reicht ein Putzauftrag von ca. 10 mm aus.
Der Putz wird ausgerieben bzw. geglättet und ist damit fertig. Die Oberflächenstruktur bzw. Rauhigkeit richtet sich nach der Körnung des Putzes, normalerweise bis 2 mm. Darauf wurde üblicherweise tapeziert.
Wenn eine besonders hohe Oberflächengüte und Ebenheit verlangt wird, z.B. für Anstriche, dann wird eine Feinputz bzw. Spachtel im Bereich einiger mm Dicke aufgezogen. Solche Spachtel haben Körnungen im Zehntel- mm Bereich und sind überschleifbar. Sie sollen praktisch nur die durch die Korngröße des Putzes bedingte Rauhigkeit eliminieren.
Will heißen:
Die Frage nach einer Grundierung stellt sich bei Ihnen nicht, höchstens ein Abstauben und Vornässen.
Noch eins zur Farbwahl:
Es ist natürlich Nonsens auf einer besonders geglätteten Fläche wieder eine strukturierte, rauhe Farbe aufzutragen. Denken Sie daran.





Die Kalktechnik ist eine Geschichte voller Missverständnisse.

Leider belehrt auch dieses Forum oft wie kompliziert das doch alles ist. Dabei stimmt das gar nicht, nur der übelste Pfusch funktioniert nicht, ansonsten ist auch der Kalk, fast idiotensicher.

Das Problem mit Silikatrfarbe, die in ihrer einkomponentigen Darreichung auch nicht ohne Kunststoffdispersion auskommt, ist das bei Kalkputzen eine Wartezeit von vier bis sechs Wochen einzuhalten ist, da es sonst zu Ausblühungen kommen kann. Oder man ätzt frische Kalkputze mit saurer Lösung vorher. Beispielsweise mit "Vogelfluat".

Auch sind die Silikatfarben nicht ohne preislichen Anspruch.

Was die "gelben" Flecken betrifft so sollte das Problem nur bei überarbeiteten (ur-) Altputzen bestehen. Aber auch da wäre Abhilfe möglich, bevor man zehnmal streicht.

Das sind oft färbende Salze verantwortlich, die aus der Deckenfüllung einwandern oder sonst woher in hundert Jahren eingezogen sind (Gasbeleuchtung etc.) Diese Salze werden durch die Feuchte mobilisiert und diffundieren dann in die meist feinporige, "neuen" Beschichtungen aus.

Oft auch begünstigt, bei übertriebener Feuchthaltung der Putz- und Anstricharbeiten.

Da kann man in leichten Fällen, schon mit dünnen Kalkanstrichen, die zügig abtrocknen Abhilfe schaffen, da der Kalk die Stoffe bindet.

Bei hartnäckigen Fällen hilft ein Sperrgrund der vorgängig aufgetragen wird.

Bei einem Neuverputz sollte das ausgeschlossen sein.

Ob man eine "Grundierung" oder "Aufbrennssperre" benötigt, testet man in dem man auf den leicht angefeuchteten Grund im Abstand von ein bis zwei Stunden zweimal mit der Kalkfarbe streicht und über Nacht trocknen lässt. Wenn am nächsten Tag das Ganze nicht übermäßig kreidet braucht man nichts.

Der Trick ist eigentlich den Grundanstrich in etwa 1 zu 4 mit Wasser zu verdünnen oder auch etwas mehr, bis 1 zu 6 da kann man das Vornässen sparen. Der Zweit oder Drittanstrich dann 1 zu 3 verdünnt. Die Folgeanstriche auch. Im Zweifel ruhig etwas mehr verdünnen.

Der Pinsel muss leicht über die Fläche laufen. Irgendwann hat man es raus. Der Anstrich deckt erst nach vollständiger Trocknung.



Danke



Danke für beide Antworten.
Herr Bötcher wenn ich sie richtig verstehe, sollte ich nach der Kalkglätte nicht mehr Streichen sondern entweder die Wände so lassen (nach Auftrag der Kalkglätte) weil ich dann eine besonders glatte Obeflächenbeschaffenheit habe ODER alternativ
die Kalkglätte ganz weg lassen ?
In diesem Fall dann direkt auf den Putz streichen ?

Was wäre eine alternative zur Kalkglätte? Wie gesagt, jeder der hier war wollte "Rotband" verwenden, was in Diskussionen endete.

Im gesamten Haus soll nicht tapeziert werden.
Es handelt sich um eine alte "Stadtvilla" und es wird nachträglich Stuck angebracht. (Die Banausen haben in den 70er Jahren leider die Decken abgehangen und den alten Stuck teilweise abgeschlagen.)

Daher wollten wir die Wände in einem ganz hellen grau streichen. Decke, Stuck und die alten Türen und Zargen sollen dann in weiß erstrahlen. (setzen sich dann ab, wir finden das schön ;-) ) Die Kalkfarbe wollten wir mit Pigmenten färben.

Gibt es die Möglichkeit, die Kalkglätte ebenfalls mit pigmenten zu färben ? Oder bewegen wir uns hier schon im Bereich "Fusch" ? Sollte das möglich sein, ergibt es dann einen einheitliches Erscheinungsbild ?

Mario:

Deine beiden Antworten habe ich mit Freude gelesen. Ich geben zu, hier im Forum schon lange mitzulesen. Ich habe mich gar nicht getraut einen eigenen Beitrag zu schreiben weil ich oft "plumpe" Antworten gelesen habe die in endlosen Diskussionen und "Angriffen" geendet sind.

Daher ziehe ich hier meinen Hut.
Dank deiner Antworten verstehe ich die Materie tatsächlich etwas besser.
Du darfst auch gerne deinen Senf zu dem oben geschriebenen abgeben.

Der Putzt ist jetzt knapp sieben Wochen getrocknet. Ich gehe aber davon aus, das Du die Wartezeit dann auch auf die Glätte beziehst, die ja auch quasi ein Kalkfeinputz ist.
Richtig ?

Die Kalkfarbe von Kreidezeit werde ich jetzt mal etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Ehrlich gesagt bin ich jetzt definitiv informierter, weiß aber nicht was ich jetzt in Auftrag geben werde oder ggf selbst mache.

Wir sind gerade in "Preisverhandlungen" bzw holen uns Angebote ein. Sollte nun auf den Auftrag der Kalkglätte verzichtet werden, würde das preislich natürlich auch einen Unterschied machen.

Ich werde morgen versuchen hier ein Bild von den Wänden einzustellen. Auf jeden Fall vielen Dank für die Hilfe



Innenanstrich



Ich habe nicht geschrieben das Sie KEINE Farbe verwenden sollen.
Ich habe nur geschrieben das Sie KEINE strukturierte, rauhe Farbe verwenden sollen.





So wie ich das sehe, birgt eure Villa, allein an den Wänden schon üppige Quadratmeter an Fläche. Da wird der ein oder andere Kalkpinsel am Objekt aufgezehrt werden.

Besser wäre gewesen ihr hättet die Anforderungen an die Oberfläche vorher genau festgelegt, da müsste man jetzt nicht so von der Hand in den Mund nach Lösungen suchen.

Aber gut, vielleicht ist dieser Versuch auch der Beginn einer großen Freude.

Mit "Grau" habt ihr ja eine "schwierige" Farbe rausgesucht. Grau ist ja in Wirklichkeit eine komplexe bunte Farbe in der alle Grundfarben erscheinen.

Die Grautöne können dann "grünlich" und kühler wirken oder "rosa" und wärmer, in der Fläche, bei Licht und Luft wird der Eindruck nochmals anders.

Der Schauspieler Axel Milberg hat so eine "muschelfarbene" Wohnung, die war auch mal im Tatort zu sehen.

Die Weißaufhellung von monochromen schwarz Pigmenten bringt hier möglicherweise wenig Reiz.

Besser ihr geht auf Erdpigmente, die sind von Natur aus zurückhaltend bunt und schön.

Da der Mensch in seiner Evolution lange Höhlen und Hüttenbewohner war, ist er an Erdfarben gewöhnt, so das diese auch in nahezu jeder willkürlichen Kombination immer harmonisch wirken.

Die Weißausmischungen sind immer ein Erlebnis.

Französisches Umbra in niedriger, einstelliger Prozentbeigabe ist für den Anfang meine Empfehlung. Zyprische Umbren neigen Richtung beige, was auch sehr schön sein kann.

Die Pigmente sind das eine, die Oberfläche die andere Bedingung vom Eindruck.

Die Rauigkeit oder Glattheit vom Putz und Lichteinfall macht auch viel aus und lässt die selbe Farbe anders wirken.

Die Anstrichtechnik in Kalk macht auch noch was aus. Der Anstrich kann sehr "lebendig" ausfallen. das kann gewollter und oft umworbener Ausdruck von Authentizität sein, man kann es aber auch dezenter haben.

Da spielt die Saugfähigkeit eine Rolle um ein zügiges nass in nass Streichen zu ermöglichen und so Ansätze zu minimierem. Hier helfen dem erfahrenen Kalkmaler Zusätze wie Leinöl oder fettarmer Milch in geringer Dosierung, den Anstrich zu "verbessern".

Man braucht nur mal nach "kalkverf" bei Google zu fragen und taucht sofort in diese vielseitige Farbenwelt ein, oft viel gelobt und von hohem Preis.

Da wird der unstreitig "gute" Löschkalkteig noch zum "Luxusartikel" ausgelobt. Den Unterschied macht die Verarbeitung und nicht der Preis.

Um eine ausführliche Beprobung in der konkreten Einbausituation wird man nicht umhinkommen. Dann sollte man nochmals "Manöverkritik" üben.