Kalkfarbe für Anfänger

24.06.2007 Mark B.



Hallo,

aus der Unmenge von Details hier im Forum sehe ich den Wald vor Bäumen nicht bzgl. der Herstellung von Kalkfarbe.
Ich möchte auf der Basis von CL 90 - Weißkalk, Kalkhydrat von Marmorit - Kalkfarbe herstellen.
Könnte man mir bitte einen Schritt für Schritt Anleitung für Anfänger geben.
Auf welchen Untergrund hält Kalkfarbe, auf welche U. nicht?
Gibt es einen Unterschied bei der (Herstellung der) Kalkfarbe für den Außen - und Innenbereich?
Wie lange hält Kalkfarbe im Außenbereich?
Kann ich über normale Farbe w.z.B. Alpina auch Kalkfarbe streichen?

Über Antworten würde ich mich freuen.

Gruß

Mark



Kalkfarbe



Infos findest du unter www.anno-ostfriesland.de, unter der Rubrik Aktuell "Kalk in der Denkmalpflege"!





Danke für den Hinweis.

Gruß

Mark





eine schwierig zu beantwortende Frage, empfohlen wird manchmal im Innenbereich zur Kalkfarbe etwas organischen Zusatz hineinzugeben (z.B. früher einen Tropfen Leinöl(firniß)oder jetzt auch etwas Acrylbinder (Künstlerbedarf)) - dann hebt es eher auch auf fraglichen Untergründen....das entspricht halt nicht mehr ganz der Bio-Idee, aber hebt vielleicht...kalkfarbe von kreidezeit z.B. hat solche Zusätze wie ich auf dem Etikett gelesen habe...wenn man die kalkfarbe selbst macht, ohne zusätze, dann bewegt man sich eigentlich auf dem Gebiet der sogenannten kalksecco-malerei, d.h. kalkfarbe auf trockenem Putz, Kalkputz, KalkZement, Zement...nicht Gips (!) und das ist eigentlich die schwierigste Malerei/Anstrich in bezug auf Haftung und Wischfestigkeit...das bißchen Kalkwasser soll mit dem Untergrund (chem.)carbonisieren und mit den Pigmentteilchen, so dass alles ohne abzukreiden hebt! Kalk bindet chemisch ab, organische Zusätze (Leinöl, Acrylbinder, Kasein, oä.) das klebt halt hin, filmbildend, knapp und salopp gesagt. Immer wenn es auf chem. Weg nicht gut reagieren kann mit dem Untergrund kommt halt klebendes hinzu, das ist auch bei Silikatbeschichtungen so (Übrigens für mich eine große Alternative zu Kalk!!!)- Kalk würd ich nur auf schon vorhandenem Kalkputz oder mineralischer Ausgangssituation verwenden (z.B. Mauer, Ytong, etc.) es sei denn als Kalkkaseinfarbe z.B. auf Holz, das ist klasse, so streich ich alte Holzdecken weiß, das geht auch auf Dispersion (quasi gleich wie hist. Bauernmalerei)





Danke Herr Brückner!

Gruß
Mark Bär