Kalk-Zement Putz -Vorbehandlung Untergrund?




Hallo,

ich habe leider noch keinen passenden Euntrag gefunden... daher folgebde Fragestellung.

Ich baue ein Fotostudio in den Gewölbekeller unseres ehemaligen Bahnhofsgebäudes von 1899. Der Keller ist trocken und eine entsprechende Entlüftungsanlage wird eingebaut. Das alles nur zur Info und soll nicht Thema hier werden.

In einigen Räumen sind in den 80ern neue Wände gemauert worden. Diese will ich nun mit einem Kalk-Zementputz Verputzen und streichen.

Wie muss ich die Mauern vorbehandeln? Ist eine Grundierung vor auftragen des Kalk-Zementputzes notwendig?

Wie ist das Mischungsverhältnis für einen optimalen Kalk-Zementputz? Zwangsmischer vorhanden ;-)

Wie muss ich die geputzte Wand vorbehandeln, bevor ich sie streiche?

Welche Farbe wäre am geeignetsten?
Bitte beachten - sie sollte auch leicht glänzend sein... also Farbenmischungen, die nur matt können scheiden aus.

Daaaanke!



Wandputz und -farbe



Keine Gundierung bei mineralischem Untergrund verwenden
Raue Oberflächen wie bei Bimssteinen direkt Verputzen
ansonsten Vorspritz verwenden
Standard Kalkzementputz genügt also auch übliche Fertigputze aus dem Sack
Wenn's glänzend sein soll entsprechende Dispersionsfarbe oder Kalkspachteltechniken anwenden
Ich würde jedoch in möglicherweise feuchten Kellern keine Dispersionsfarbe nehmen.

Andreas Teich





Danke! Warum ist im speziellen eine Kalk-Spachteltechnik besser als eine Dispersionsfarbe - Diffusionsfähigkeit? Muss dann die Kalk-Spachteltechnik nicht auch wieder gestrichen werden?? Gibts es weitere Alternativen?

Muss der fertige Putz nicht grundiert werden bevor ich die Farbe auftrage?

Dann habe ich gestern an einigen Stellen mit einem gezopften Topfbürstenaufsatz die losen Stellen abgelöst. Die Wand wird dadurch ziemlich glatt... auch da einfach Vorspritz drauf und dann den Putz aufbringen?



Kellerputz



Bei Kellerputzen sind Kalk- oder Silikatfarben am besten was Diffusionsfähigkeit und Beständigkeit betrifft- jedoch nicht glänzend.

Kalkspachteltechniken sind aufwendig- diese Wände werden anschließend nicht mehr gestrichen.

Jede glatte Wand muß für nachfolgende Putze durch Vorspritz oä griffig gemacht werden, damit nachfolgende Kalk- oder Kalkzementputze zuverlässig halten. Technische Merkblätter der Putzhersteller beachten

Andreas Teich



Wenns der Keller ist,



würde ich reinen Kalkputz nehmen & keinen Kalkzementputz.
Kalkputz wird auch in der Oberfläche hart, dauert nur etwas länger.
Reiner Kalkputz reguliert die Feuchtigkeit, gerade im Keller am besten. Wir haben so unsere Wohnstube von 85% Luftfeucht auf 50/60% bekommen.

Auch ist zu überlegen, ob Du die Außenwände mit Holzfaserdämmplatten von innen dämmmst.
Solltest Du eine Wandheizung planen, kann diese aus Kupferrohren bestehen & mit am Lehm oder Kalkputz Verputz werden. Zement greift Kupfer an.

Als Anstrich empfiehlt sich selbst gemischte Kasein-, Kalk-, oder Silkatfarbe.
Despensionsfarbe zerstört die Atmungsaktivität.
Eine Freundin saniert sich gerade ihren alten Bahnhof von unten bis oben mit reinem, selbstangerührtem Kalkputz. Sieht richtig edel aus.





Statt Kalk und Zement kannst du auch einen natürlich hydraulischen Kalk verwenden. (z.B. NHL 2 von Otterbein)

Den kannst du mit 3 bist 4 Raumteilen Sand auf der Baustelle mischen.

Die fertiggestellte Oberfläche könnte dann frisch mit einer füllstoffreichen Kalkschlämme bestrichen werden. Oder mit Kalkspachtel dünn überputzen.

So erhält man eine kapillar- und diffusionsoffene Putzfläche, die oberflächlich geschlossen ist.

Die Fertigstellung der Oberfläche in Kalk, erspart Trocken- und Wartezeit und kann je nach Anspruch ansprechende Optik gewährleisten.