Kalk-Zement im Innenraum




Hallo zusammen,

mein ursprünglicher Beitrag war mal dieser hier:

http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/verkorkster-1-lagier-kalkzement-putz-retten-252800.html

Wir haben es jetzt von einer Firma machen lassen, die haben nochmal Weber.Dur 110 und anschließend Rotkalk drauf gemacht.

Jetzt habe ich nochmal generell ein wenig gelesen und finde viele Gegner von Kalk-Zement im Innenraum. Da wir demnächst das Gästezimmer (1. OG) anfangen (Kalk-Zement war geplant) wollte ich nochmal eine Frage stellen.

Unser Haus von 1900 ist im Obergeschoss mit Balken gestützt. Ich vermute in den 60er Jahren wurde mal mit viel Sand und ein bisschen Zement alles verputzt. Der Putz sandet extrem und die Backsteine sind auch nicht so das wahre. Daher dachte ich, ich nehme besser Kalk zement, da er druckfester ist und das Mauerwerk so mehr stabilität leistet als z.B. Rotband oder ein normaler Kalkputz.
Ist die Annahme falsch? Alternativ würde ich der einfachheithalber Rotband nehmen.

Gruß Daniel



Innenputz



Es gibt eine alte Putzerregel: von innen nach außen immer weicher werden. Daran sollten Sie sich halten.
Alten, mürben Putz runter, neuen Putz drauf. Unterputz (falls erforderlich) also nicht weicher als der Oberputz.



Nicht ganz



Hallo,

erstmal danke für die Antwort. Ich glaub ich hab den entscheidenden Arbeitsschritt vergessen, natürlich klopfe ich den alten Putz zuerst runter und wollte auch ein bisschen die fugen ausscharben.
Der Kalk-Zement geht dann als Unterputz drauf.
Wäre dann mein Traum von Bohrlöchern die so groß sind wie der Bohrerdurchmesser in erreichbarer Nähe?



Innenputz



In Kalkzementputz läßt sich gut bohren.
Für das Raumklima sind die inneren 5-10 mm am wichtigsten-
hier könnte ein Kalk- oder Lehmputz auf dem Kalkzementputz verwendet werden.
Die Farbe, sofern Anstrich vorgesehen ist, sollte natürlich auch diffusionsoffen sein, um die Sorptionsfähigkeit des Putzes nicht zu reduzieren-
also Kalkfarbe, evt Silikatfarbe, Lehmfarben, Marmormehlkaseinfarbe oä.

Andreas Teich





Wenn es mein Haus wäre würde ich nie Zement bei Holz verwenden. Ich würde allgemein nie Zement verwenden. Für kalkgrundputz gibt es verschiedene Rezepte. Ich kenne aber nur 3:1 d.h. 3 Teile Sand 1 Teil kalk. Wenn Sie hydraulischen Kalk wollen müssen sie latent hydraulische Bindemittel hinzufügen. Dieser Carbonatisiert nicht sondern trocknet unter wasser. Der wirkliche nachteil bei diesem ist das er trotzdem Carbonatisiert und nicht hydraulisch wirkt.



Bindemittel



"Dieser Carbonatisiert nicht sondern trocknet unter wasser"
Für dieses Paradoxon bitte ich um Aufklärung.

"...würde ich nie Zement bei Holz verwenden."
Was ist mit den armen Menschen und Häusern in denen Heraklith oder HWL verbaut wurde?
Zur Erklärung: ich meine die Platten die aus Holzwolle und Zement bestehen.





Zement gibt es erst seit ca 1850 oder so. Also von welcher Epoche reden sie genau? Hydraulischer Kalk ist wenn er unter wasser abbinden kann. Luftkalk bindet unter Sauerstoff Zunahme ab. Also Carbonatisiert.



Moin,



na das lesen wir aber noch mal genau nach und Versuchen es dann noch einmal.



Bindemittel



Lieber Simon, ich weiß nicht ob Ihre scheinbaren Wissenslücken nur an schlampiger Ausdrucksweise liegen oder es wirklich an Basiswissen fehlt.
Beim ersteren bitte ich Sie um mehr Sorgfalt, immerhin lesen hier eine Menge Leute mit die so etwas für die Wahrheit von Fachleuten halten könnten. Im anderen Fall habe ich was für Sie zum Nachlesen:

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/bindemittel-beton.html



Annahme ist richtig?



Hallo zusammen,

aber generell ist meine Annahme richtig, wenn ich eine stabile Wand haben möchte, wo Dübel halten, dass ich lieber Kalk-Zement nehme anstatt den Klassiker Rotband?

Danke und Gruß Daniel



Putzaufbau



Sofern dickere Putzschichten zum Ausgleich von Wandunebenheiten benötigt werden kann der Unterputz bis zum Erreichen einer ebenen Wandoberfläche mit Kalkzement- oder hydraulischem Kalkputz hergestellt werden und der Oberputz aus Kalk- oder Lehmputz.

Für das Raumklima sind die inneren 5-10 mm entscheidend-

Dübel sind ohnehin länger, sodass für deren Tragfähigkeit die dahinterliegende Putzschichten bzw das Wanndmaterial wichtiger sind.

Weiche Deckputze brechen beim Bohren nicht großflächig aus, da weiche Materialien keinen festen Verbund miteinander eingehen.
Ein korrekter Putzaufbau ist bedeutsamer für die Dauerhaftigkeit.

Andreas Teich



Aufbau der Putzschicht



Also der generelle Putzaufbau ist klar.

Für mich geht es genau um den Unterputz, welchen ich mit Kalkzement oder eben mit Rotband machen würde.
Und ich dachte, der Kalk Zement ist die bessere Wahl wegen Dübelstabilität. Im Endeffekt hab ich nachher 1-4cm Unterputz innen, um die Wand Grade zu bekommen und dann nochmal 5mm Oberputz.