Estrich aus Kalk

17.02.2004



Hat von Euch schon mal jemand einen Estrich aus Kalk und Sand gemacht und kann was zu pro und contra sagen.

Ich suche auch noch nach einer günstigen Quelle für Branntkalk zum Kalkputz selber anmischen. Weiss da jemand was?

Viele Grüße und vielen Dank
Andreas



*Grübel*



Wollen Sie sich wirklich eine Kalkgrube zulegen und den Branntkalk selbst löschen? Das dauert Jahre, bis da eine vernünftige Qualität rauskommt.
Ansonsten müßte es Branntkalk in jeder vernünftigen Baustoffhandlung geben - nicht im Baumarkt.

Bei der Herstellung eines Estrichs aus Kalk und Sand kriege ich erst einmal "Bauchschmerzen". Dürfte für eine Begehung zu weich sein. Hinzu kommt noch, daß er wohl stärker sandet.

Fertigen Sumpfkalk gibt es von Falkenlöwe oder auch von der Museums-Ziegelei Hundisburg. Kenne aber die Preise nicht.
Gruß



Also mit dem Gedanken eine Kalkgrube für eigenen Sumpfkalk



spiele ich seit einiger Zeit. Aber für mein Bauvorhaben düfte das nicht mehr genügen.

Das mit dem Sanden wär ja nicht so das Problem. Da käme dann ja eh noch eine Schicht Fliesestrich drauf, bzw. Parkett oder Dielenboden.

Museumsziegelei klingt nach Apotheke. Aber ich werd gleich mal gucken gehen. Dennoch vielen Dank



Gedanken aus einem anderen Land...



Hi Andreas,

ich lebe hier in Südfrankreich und da ticken die Uhren noch etwas anders/langsamer. Kalk ist in jeder Verwendungsweise ein geliebter Baustoff, als Kalkhydrat (chaux hydraulique), Luftkalk (chaux aerienne) oder Sumpfkalk (eher selten, chaux
en pate) (Begriffe einigermassen frei übersetzt). Meine Böden
habe ich auf einen Estrich (=gleich 3-5cm Mörtelbett?) aus
Kalkhydrat und Sand, 1:3, gelegt. Die Kacheln sind allerdings
Naturziegeln (Terrakotta), schön atmungsaktiv etc. Der Erfolg
war immer super, würde es jederzeit wieder so machen. Die
Atmungsaktivität eines solchen Bodens ist angeblich exzellent (habe seine Lunge noch nie gesehen :-)), und so
wird Feuchtigkeit nicht in die Wände "gedrückt", sondern
homogen diffundiert. Es gibt hier Leute, die machen ganze
Bodenplatten aus Kalk-Beton, anstelle Zement zu benutzen.
Jedoch sollte man keine Armierungen aus Metall einbringen,
verträgt sich nicht mit dem Kalk. Ach ja, ich werde nie mehr
Wände mit Kalkputz Verputzen ohne gute Handschuhe...

gruss
Torsten





Hallo Andreas ,
ich noch mal hatte es schon bei deinem Beitrag über Hanf erwähnt ,
ich habe mal ein Versuch mit Hanfschäben und Kalk gemacht und war verblüfft wie gut das ging ist sehr fest geworden und wenn du sowieso dort noch Dielenbretter drauf machen willst währe das doch eine Überlegung wert man kann die Hanfschäben auch mit Lehm mischen habe ich aber noch nicht versucht wenn es wärmer ist werde ich das aber auch mal testen wollte ich aber mehr für die Innenwände nehmen. Der Vorteil ist das es bei der Mischung auch eine gute Isolierung ergibt. Mann kann natürlich auch Holzhackschnitzel nehmen nur ich bin nun mal ein Freund von Hanf geworden weil Hanf viel Resistenter gegen Schädlingsbefall ist ,wobei es eigentlich wenn es in Lehm oder Kalk eingebunden ist kaum eine Rolle spielt.

Alles Gute Uwe



@Uwe



deckt sich mit meinem Wissensstand. Kalk ist sicherlich
ein excellentes insektophobes (=schönes Wort, oder?)
Bindemittel. Kalk plus Holzhackschnitzel plus Sand sollte
ein exzellentes Füllmaterial sein; für den Boden (Fussboden
Erdgeschoss) scheinen organische Beimischungen nicht optimal
zu sein, wegen der Restfeuchtigkeit...
...aber belehrt mich eines besseren

gruss
torsten



Hallo Leute,





Mist zu schnell,



das ist genau die Art von Dikussion die ich suche. Besten Dank weiter so. Jetzt muss mann nur noch entsprechend qualitativ hochwertigen Kalk irgendwo in Deutschland beziehen können. Hat jemand eine Ahnung wo es sowas bezahlbar gibt. Im Museums und Denkmalbereich zahlt man für guten Kalk ja schon fast ein Vermögen.

Bin auch sehr an weiteren Rezepten und Erfahrungsberichten interessiert.

Viele Grüße und vielen Dank
Bin grad im Zeitdruck. Schreibe morgen noch was dazu



Kalkestrich



Wir haben bei uns einen Boden aus Trasskalk, Sand, Hanfschäben gelegt. Läßt sich problemlos verarbeiten. Wichtig ist der gesamte Aufbau und die ordentliche Gründung. Wir haben einen offenen Aufbau ohne Sperrfolie gewählt. Das klappt aber nur dann, wenn kein Wasser von unten drückt (z.B. am Hang könnte es schiefgehen.) unter den Estrich haben wir als kapillarbrechende Schicht ca. 50cm grobe Schotter (16/32) gelegt. Darauf den Trasskalk/Hanf-Estrich mit einem höheren Anteil Hanfschäben, darauf die Heizschlangen der FB-Heizung und die dann in einen Trasskalk-Estrich mit geringem Hanfanteil (wegen der Dämmwirkung des Hanfes). Dann kmmt es drauf an, was drauf soll. Fliesen mit herkömmlichem Dünnbettkleber zu Verlegen ist darauf nicht sehr sinnvoll, da durch den Fliesenkleber und die Fliesen der diffusionsoffene Aufbau so ziemlich wieder hinüber ist, ausserdem ist es schwierig einen wirklich so glatten Boden hinzubekommen. Beim darüberlaufen ergibt sich schon ein deutlicher Abrieb. Wir verlegen Terracotta im Dickbett (auch in Trasskalkmörtel). Ausserdem ist die Belastbarkeit des Estriches nicht so stark wie bei einem Beton, da muß man im Einzelfall prüfen, was drauf soll. Für normalen Wohnraum reicht es vollkommen, Schwerlastregale würde ich nicht draufstellen.

Schönen Abend



@Gunnar



Hi Gunnar,
klingt auch interessant. Hast Du ein Rezept für die Mischung? Was für Kalk ist dass denn genau den Du da verwendest? Preis und Bezugsquelle?

Kann man Terracotta irgendwo auch günstig bekommen? In deutschland ist das ja doch eher teures Material.

Und zuletzt wüsste ich gerne noch ob mir jemand den Unterschied zwischen Trasskalk, Weisskalk, Sumpfkalk und hydraulischem Kalk sagen kann.

Vielen Dank und viele Grüße
Andreas



Kleine Kalkkunde im Schnell-Durchgang



Durch Brennen von Kalkstein entsteht Branntkalk. Durch Löschen des Branntkalks (mit Wasserüberschuss) entsteht Sumpfkalk. Weißkalk (-hydrat) ist getrockneter Sumpfkalk. Kalk bindet nur an der Luft ab (Karbonatisierung) im Gegensatz zu hydraulischen Bindemitteln (Zement), die auch unter Wasser abbinden.
Hydraulischer Kalk entsteht beim Brennen von tonhaltigem Kalkstein.
Trass ist ein vulkanisches Gestein, daß im Zusammenhang mit Kalk (Trasskalk) (schwach) hydraulisch reagiert. Durch Mischung mit Zement entsteht Trasszement.
Gruß aus BS



Soweit klar,



aber wo liegen jetzt die effektiven Unterschiede? Jeder erzählt da irgendwie was anderes.

Der Chef vom Klimasan hat z.B. gemeint er würde für Dachdämmung keinesfalls organisches Dämmaterial nehmen. Er schlägt vor Perlite 10:1 mit Kalk zu mischen, minimal zu befeuchten und diese Masse als Zwischensparrendämmung (Dach und Balkenlage) einzubringen. Klingt im Ansatz nicht unvernünftig. Angenommen ich würde das machen. Was nehm ich dann für Kalk? Da gibt es ja wohl riesenhafte Preisunterschiede.

Gibt es irgendwo im Netz einen brauchbare Seite zum Thema Kalk oder Kalkrezepte?

Liebe Grüße
Andreas



hier in Frankreich...



...benutzt man weisskalkhydrat (wir sprechen doch hier von
CL 90 oder nicht?), der unter Luft abbindet, nur
zu verschiedenen Putzen, selten auch zum Restaurieren von
Steinmauern. Abbindungszeit exterm lange, Festigkeit recht
gering, sehr gute Flexibilität bei Putzen und empfindlichem
Mauerwerk; sehr schöner Baustoff, recht teuer (grosser Sack
kostet hier fast 13 Euro inkl MWST). Weisse Farbe.
Ich selbst nutze Ihn oft im Innenbereich, hauptsächlich fürs optische. Hydraulischer Kalk, der Anteile von Ton hat und somit einer Mischung Weisskalkhydrat + Zement in gewisser Weise ähnelt, bindet recht schnell ab, ist bedeutend fester (je nachdem ob man NHL 2, 3.5 oder 5 nimmt; 2=weich, 5 = hart) und ein wunderbares Allroundprodukt. Es gibt ihn in grau (ca 5-6 Euro pro 35kg Sack), und in weiss. Vorsicht, immer auf NHL(=Natural Hydraulic Lime) achten. Für Kalkbetonböden nimmt hier jeder diesen NHL, genauso teuer
wie Zement, dafür atmungsaktiver und "beweglicher" (reisst
nicht so schnell bei kleineren Bewegungen). Für die Dachiso kann ich dir ein französisches Buch von JP Oliva empfehlen,
das auf die diversen ökologischen Dämmweisen eingeht ("l'isolation écologique") oder so, setzt aber frz Kenntnisse voraus. Die Verbindung von Kalk mit organischen
materialien gewâhrt scheints eine bessere Feuerfestigkeit
(Kalk entwickelt bei Hitze CO2, ist doch so, oder?), einen
guten Insektenschutz, und Nagetiere mögens auch nicht.
Man kann sich natürlich ins Dach auch eine Art Leichtbeton
(das wäre ja deine Mischung aus Perliten und Kalk) reingiessen, weiss aber nicht, ob die Dämmleistung so gut
sein wird.

alles Infos eines Autodidakten, bitte richte dich an die
herren Dipl. Ing. für verbindliche Auskünfte.

beste Grüsse aus Frankreich
Dr. Torsten Böhm



Infos



Hallo Andreas,

geh mal auf die Seite von KF konrad-fischer-info.de.
Ist zielich detailliert, aber auch langatmig und redundant.
Am besten gleich runterladen und offline lesen.
Gruß aus BS



@Bernd



Hi Bernd,
die Seiten von Herrn Fischer kenn ich schon. Mitunter sind die auch sehr interessant. Aber für mich ist das alles zu geheimnistuerisch und zu kommerziell. Klar die Infos sind schon sehr umfangreich. Aber versuchen Sie doch mal irgendwo einen Bezug zum Lieferanten seines "XY"-Kalks zu finden.

Viel Information, viel Politik und Polemik.



@Torsten



Leider kann ich - einen ganz "schlimmen" Satz ausgenommen - gar nichts französiches. Schade eigentich, denn das Buch klingt sehr interessant. Aber vielleicht hat der Kollegen aus dem deutschsprachigen Raum ja was ähnliches. Dennoch vielen Dank



Welchen Kalk?



Hallo Andreas,

bei Deiner Dachdämmung müßtest Du Weißkalkhydrat nehmen. In diesem Bereich stecke ich aber nicht allzu tief drin, bzw. ist noch nicht meine Baustelle ;-)
Sumpfkalk nimmt man für bessere Mörtel oder auch für Farben.
Den ganzen Bereich der hydraulischen Kalke kannst Du hier vergessen.
Stell doch diese Frage noch einmal detailliert im Forum - unter der jetzigen Rubrik steckt das Thema wohl in der Sackgasse.
Gruß



@Bernd



Hmm, klingt interessant, deckt sich aber gar nicht mit dem,
was tausende Altbaurenovierer hier praktizieren. Von denen
nimmt keiner Weisskalkhydrat, sondern immer (kosten!)
hydraulischen Kalk. Was sollte denn deiner Meinung nach
am Ende den Unterschied machen?
...jetzt hast du mich stutzig gemacht...

gruss
torsten



Unterschiedliche Einsatzgebiete



Hallo Thorsten
ich habe im Prinzip garnichts gegen Trasskalk, z.B. bei einem Außenputz der stark der Witterung ausgesetzt ist, oder Trasszement bei Fundamentarbeiten etc.
Für normalen Mörtel oder Innenputze würde ich aber immer das ganz normale Weißkalkhydrat nehmen. Meine Ablehnung bei Andreas‘ Beitrag bezog sich nur als Vermutung auf den Einsatz in der Dämmung.
Zu beachten ist auch weiter – insbesondere beim Fachwerk – daß hydraulische Kalke immer fester sind als Luftkalke. Bei relativ weichen Untergründen kann es dann schon Probleme geben, Ablösungen durch Spannungen etc.
Grüße



@Bernd



Bin 100% bei dir. Aber: in Dämmungsfragen als Perlit-
oder Hanf-Mischung ist sicherlich hydraulischer Kalk
völlig ok. Hängt auch stark davon ab, ob du NHL2, NHL3.5
oder NHL5 nimmst, letzterer ist in der Tat ziemlich "hart"
wenn er abbindet. Alles ist scheints eine Preisfrage, und
reiner (=tonanteilloser Kalk) ist dementsprechend
wesentlich teurer als hydraulischer Kalk. Übrigens,
was ist die europäische Bezeichnung (norm) für
Trasskalk? Ist doch nicht identisch mit hydraulischem Kalk,
oder? Hätte auf so etwas wie "Puzzolane" getippt, kann mich
aber auch irren.

Resumee: die Aufgabe von Kalk in Andreas Dachschüttung
scheint lediglich die einer geringfügigen Festigung
zu sein, da werden alle Kalkarten sehr gut funktionieren

(immer ohne Gewähr).
Ach ja: ich probiers einfach aus...

Torsten



Kalk – die nächste



Hallo Thorsten,

zuerst schnell einmal die Kostenfrage. Habe jetzt zwar schon ca. 2 Jahre keinen Weiß-Kalk mehr gekauft. Aus der Erinnerung würde ich sagen: ca. 6 – 7 EUR für einen Sack (40kg). Mit den anderen habe ich keine Erfahrungen.
Europäische Normen für die hydraulischen Kalke kenne ich nicht. M.W. ist Trasskalk ein schwach oder latent hydraulischer Kalk.
Hier gibt es auch reichlich babylonisches Sprachgewirr. Neben Trass gehören wohl auch die von Dir genannten Puzzolanerden dazu. Unabhängig von dem jeweiligen Gestein mit unterschiedlicher Zusammensetzung gibt es dann noch Begriffe wie Romankalk (-zement), Naturzement etc. Da diese Dinge aber im Alltag am Fachwerk wohl kaum eingesetzt werden, lese ich im Zweifel auch immer über diese Dinge hinweg.
Gruß



konfusion..?



lassen wir mal diese Sonderformen des Kalks hinten runter fallen. Den Sumpfkalk auch.

Was ist genau Weisskalkhydrat: entweder es müsste Luftkalk
sein (dann liegt der Sack aber doch eher bei 13 Euro, sooo
gross können die Preisunterschiede innerhalb der EG nicht
sein), der bindet nur unter Luft ab, das dauert Wochen.
Dies Zeug heisst in Frankreich "chaux aerienne", ist superedel, ganz pulvrig, leicht, lässt sich regelrecht aus
dem Sack giessen, ist immer hochweiss, daraus kann man auch
die schönen Kalkfarben selbst herstellen.

Wenn es hydraulischer Kalk wäre (chaux hydraulique; da wäre der Sackpreis in der
Tat identisch mit dem was dir in der Erinnerung geblieben
ist, ca 6 Euro/35kg) könnte ich alles besser verstehen.

Hmm...

gruss
torsten



Mischung



Hallo,

für die untere Schicht habe ich 1 Eimer Trasskalk, 2 Eimer Hanfschäben, 2,5 Eimer ungewaschener Sand verwendet. Oberhalb der Heizleitungen 1 Eimer Hanfschäben weniger.
Terracotta habe ich ca. 100m² aus Restbeständen für ca. 1500 € kaufen können. Immer mal im Internet und auf Auktionen suchen. Trasskalk habe ich von Tubag genommen, da kostet der 25kg Sack ca. 7,- €



Heißkalk-Boden



Hallo Herr Göttler, mein Beitrag hätte zwar zu Beginn der Diskussion mehr Sinn gemacht, vielleicht können Sie Ihn aber immer noch verwerten. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat vor einigen Jahren in eigenen Räumlichkeiten eines ehemaligen Klosters einen sogenannten "Heißkalkestrich" nach historischem Vorbild eingebaut. Vielleicht können Sie über das Landesamt bzw. dessen Resaurierungswerkstätten an Praxistips für Ihren Estrich kommen. mfG. Ulrich Arnold



Heißkalkestrich...



klingt interessant. Bayerisches Landesamt klingt schon fast wieder nach Herrn Großeschmidt. Ich werde mich mal auf die Suche machen und Bericht erstatten sobald ich was weiss.

Kennt jemand eine Firma wo man Perlit in größeren Mengen direkt vom Erzeuger kaufen kann? Für die Hanfschäben gilt gleiches.

@Trasskalk
So wie ich es verstanden habe ist Trasskalk aber eher ein sperrender Kalk, also für sehr diffusionsoffene Schichtaufbauten dann wohl eher nicht so gut geeigent, oder?



Trasskalk ...



... gilt als diffusionsoffen, Trasszement weniger. Ich kann mir allerdings vorstellen, daß die Werte aber gegenüber normalem Kalk nicht so gut sind.
Gruss



Weißkalkhydrat.



Hallo Gemeinde. Es kann nur die Kalkulation einiger Ich-AG s sein, die für einfache Baustoffe so geheimnissvolle Quellen und Apothekenpreise nennen. Ich Kauf den Sack für € 6,00 bei Hornbach. Sieh an, auch im Baumarkt gibts sowas.
Dazu hol ich Grubenbrechsand aus dem Steinbruch 0-2mm , etwas überkörnig. Gibts umsonst, da es Abfall beim Schottern ist. Zum Abmagern Mainquarz in goldbraun .
Ich verfuge gerade die Innenseiten meiner Kalksteinmauern damit und sieht super aus.



Weisskalkhydrat



Hallo Kalkfreunde,

ich habe Weisskalkhydrat im Hellweg-Baumarkt gekauft, Preis irgendwo zwischen 5.-- und 6.-- € / Sack.

Habe mir damit einen Putzmörtel angemischt und das Bruchsteinmauerwerk im Keller neu verfugt.

Fugen ca. 2 cm tief ausgekratzt. Mit elektrischer Drahtbürste gereinigt. Fugen kräftig vorgenässt. Mörtel angerührt (Weisskalkhydrat : Sand im Verhältnis 1 : 3,5 - 4,5 , wobei ich den Sand zu jeweils 50% aus Rheinsand 0-2 und Mauersand gemischt habe), Mörtel grob in die Fugen geworfen / gespachtelt, anschließend mit Schwamm Mauerwerk abgewaschen (ähnlich wie beim Fliesen verfugen), dabei den Fugen die endgültige Form gegeben. In den nächsten 14 Tagen Fugen leicht feucht halten, Steine mit Drahtbürste reinigen. Sieht toll aus! Wer hat, kann auch mit einer Sandstrahlpistole den Steinen den letzten Schliff geben ...

Für oberflächliche Fugen-Restaurierungen und nicht zu Feuchte Wände ist diese Mischung geeignet. Da sie der Mörtelgruppe I entspricht, ist sie für weitergehende Vermörtelungen im Keller nicht zugelassen.

Ein wunderbarer Baustoff, der leider sehr zurückgedrängt wurde (mein Baustoffhändler meinte, 80% seines Kalkumsatzes würde gekauft, um die Linien auf Sportplätzen zu ziehen).

Gruß an alle Kalkfreunde!