Sumpfkalk selbstgemacht

21.12.2011



Hallo allerseits,
ich habe auf meinem Grundstück in Spanien vor 15 Jahren in 10 ehemaligen Weinfässern (Kunststoff mit Schraubdeckel) Kalk eingesumpft. Es war allerdings kein sog. Stückenkalk, der dort früher verwendet wurde, sondern Kalk in Säcken aus dem Baustoffhandel. Also vermutlich Kalkhydrat oder teilgelöschter Kalk. Nun habe ich den Bau aber nicht ausgeführt und das Grundstück nun verkauft. Der Kalk macht einen sehr feinen, cremigen Eindruck, mit kleinen Körnchen drin. Die Konsistenz, zumindest oben unter einer Schicht Wasser, würde ich als cremig bezeichnen. Wenn ich den Kalk mit feinem Sand 1:3 mische und irgendwo auftrage, wird er ziemlich fest. Nicht wie Beton, aber schon sehr viel härter als wenn ich ihn so frisch aus dem Sack Verarbeiten würde.
Meine Frage ist nun: Wie ist solch ein Kalk zu bewerten und was kann man damit alles anfangen? Lohnt es sich, ihn mit im Container mitzunehmen nach Deutschland? Was ist solch ein Kalk wert? Es sind ca. 2000 Liter.





Hallo,
mit Kalk ist das wie mit Männern, je älter um so besser.

Je länger der Kalk sumpft umso fetter wird er und der Weißgrad erhöht sich.

Zum Streichen ist dieser optimal, nur bedenke beim Putzen den Aufbau von mager nach fett. Arbeite bei den ersten Lagen mit einfachen Kalk und erst bei beim Oberputz mit dem fetten Kalk.
Obwohl angemerkt, dieser 15-jährige Kalk zu schade wäre für einen einfachen Putz. Für einen Fresko ist aber sehr gut.

Was deine Frage betrifft ob du diesen mitnehmen sollst? Natürlich oder willst du nochmal 15 Jahre warten.

Frohe Weihnachten





Nun ist mein Kalk ja aber kein "richtiger" Sumpfkalk, also hat er sicher andere Eigenschaften als Löschkalk, den man aus Stückenkalk hergestellt hat.
Der Punkt ist auch: Ich brauche nur wenig davon in Deutschland, und vermutlich müßte ich die 2000 Liter in Kunststofftonnen frostfrei lagern, was mir gar nicht möglich ist. Aber einfach stehen lassen mag ich ihn hier in Spanien auch nicht. Ich weiß nicht recht, wie ich damit verfahren soll. Die Gebinde sind ja auch nicht eben leicht. Ich schätze, so eine Tonne wiegt 300-400 kg! Läßt sich jedenfalls nur mit dem Bobcat bewegen...