Nochmal Schimmel




Liebe Mitglieder,

hatte soeben einen kleinen Hilferuf vom Sohn von Bekannten. In der "Studentenbude" wächst der Schimmel.

Das Zimmer liegt im Dachgeschoss - mit Schräge über die gesamte Außenwand (Mansarddach) und Velux-Dachfenster - s. Skizze.

In den rot markierten Bereichen gibt es massive Schimmleprobleme im unteren Bereich der Wände. Die Wände sind aber nicht merklich feucht.

Ein Flachheizkörper ist schräg an der Außenwand angebracht (s. Skizze-in-Skizze).

Nach den bisherigen telefonischen Angaben tippe ich auf Wärmebrücken im Bereich der Anschlüsse Fußboden-Dach-Innenwände. Mich irritiert nur etwas, daß die Schimmelbildung auch im unmittelbaren Bereich des Heizkörpers stattfindet.

Als Sofortmaßnahme würde ich empfehlen: Tapeten u.ä. herunter und ggf. mit einem alkalischen Anstrich versehen. Kalk oder Kalk-Kasein.

Damit ist aber die Ursache noch nicht beseitigt.

Da zu befürchten ist, daß der Vermieter das Problem erst einmal schnell mit harter Chemie bekämpfen will, könnte ich gern noch ein paar weitere Ratschläge rund um die Problematik gebrauchen.

Danke erst einmal in die Runde

Bernd

PS

Ggf. bekomme ich heute abend noch ein paar Fotos.



Hmmpfh.



Gut der Heizkörper in der Ecke irritiert, aber ich würde trotzdem mal folgendes messen oder messen lassen: Temperatur und Luftfeuchte in Raummitte, sowie Oberflächentemperatur des Wandbauteiles ím Schimmelbereich.
Liegt die Oberflächentemperatur unterhalb des Taupunktes, ist das Problem erkannt.
Ich tippe auf eine geometrische Wärmebrücke.
Grüße aus Leipzig von
Martin Malangeri



Schwächen


Meine Wenigkeit im Büro  1   (der junge Kerl)

Hallo Bernd

Wie ich so interpretiere befindet sich der Befall im Ortgangbereich. Dieser ist bekannterweise ein Punkt mit massiven Schwächen.
Wie Martin bereits empfiehlt:
Taupunkt durch Luchtfeuchte und Raumtemperatur zu verschiedenen Zeiten berechnen:

Link:
http://ourworld.compuserve.com/homepages/MTEC/feuc.htm



Dann die Oberflächentemperatur an den kritischen Wänden zu verschiedenen Zeiten messen.
Ich würde auch mal mit einem Anemometer (im Notfall hilft eine Kerze, Räucherstäbchen o.ä.) die Luftströmung im Anschluß Dachschräge/Giebel messen. Undichtigkeiten sind hier (Überprüfung besonders bei starkem Wind günstig) durchaus zu vermuten.

Der Einsatz von Fungiziden im bewohnten Raum würde ich keinesfalls dulden.

Lass bitte mal hören was du gemessen hast, Bernd

Gruß

Lutz



Bild 1 - links



Hallo miteinander,

habe jetzt noch Bilder bekommen - leider nicht allzu scharf.

Bei der linken Seite muss ich mich revidieren - hier tritt der Schimmel in der oberen Ecke auf, oberhalb der Heizung. Darauf kann ich mir immer noch keinen richtigen Reim machen.

Gruß

Bernd



Bild 2 - rechts unten



Die Frtsetzung



Spekulationen



Hallo Bernd

Ich meine das auf den Bildern sich sich Strukturen abzeichnen die z.B. von der Unterkonstruktion stammen.

Richtig ?


Gruß

Lutz



??



Moin Lutz,

vielen Dank erst einmal für die schnelle Reaktion.
Ich bin in diesem Fall leider nicht vor Ort und bekomme die Infos auch nur telefonisch. Ist ja immer so ein Problem mit den Ferndiagnosen.

Versuche, mich heute noch einmal etwas schlauer zu machen.

Gruß aus BS

Bernd



Schimmel



Hallo Herr Froelich
Es währe wichtg die Tapete zu entfernen.
darunter findet man oft eine gipsglätte.
schon das entfernen der tapete wirkt sich positiv aus -niederschlag,tauwasser.
kalk-alkali Farbe würde ich nicht machen.Streichen mit Sumpfkalk ist gut, nicht zu dick anmachen und vor zu schnellem austrocknen bewahren-lieber drei mal streichen.das wäre eine günstige wariante,aber keine garantie das man die arbeit drei jahre später wieder wiederholen muss.Erkundigen Sie sich genau über den sumpfkalk;mitlerweile gibt es auch rollbaren sumpfkalk und auch solchen der nur begrenzt haltbar ist-- ein witz?nein.
Mit freundlichen Grüssen
Mladen



Problembeseitigung des Schimmelschadens



Es gibt eine Lösung für das Problem: MASTERCLIMA Kalziumsilikatplatten System. Alkalisch, Zulassung als Inndämmstoff und feuchteregulierend (wirkt als Puffer). Damit werden zum einen Wärmebrücken beseitigt und weiterer Schimmelbefall duch o. a. Eigenschaften ausgeschlossen.

Weitere Infos unter: www.redstone.de oder gerne Anfrage per Email unter: hefel.vertrieb@vol.at bitte mit Vermerk auf das "Fachwerk - Forum".

Gruss Jürgen Hefel



Kalk zur Schimmelbekämpfung?



Hallo,
ist es wirklich ausreichend, den Schimmelpilz erstmal mit einem Kalkanstrich zu bekämpfen? Bei mir ist an der Dachschalung Schimmelpilz aufgetreten. Die Ursachen und auch die Gegenmaßnahmen, wie eine hinterlüftete Dämmung sin mir klar! Aber ich möchte den Pilz nicht einfach überdecken sondern erstmal bekämpfen.
MfG Ulrich