Sumpfkalk auf Lehmputz- Renovierung der Risse nach 4 Jahren

02.01.2011



Hallo,

nach vier Jahren in unserem Haus mit gekalkten Lehmwänden steht eine Renovirung an. An sich kein Problem, Supfkalk 2x überstreichen fertig, wären da nicht an einigen Stellen unschöne Risse in den Kanten, Balkenanschlüssen und einige beanspruchte Wandstellen mit Löchern. (siehe Fotos)

Wandaufbau: Grober fetter Lehmputz mit Stroh (bis zu 10cm) > Lehmfeinputz mit Strohhäcksel (ca 2cm) > Gage > Lehmfeinputz (ca 5mm) > Kalk-Kasein-Farbe (alles selbst angemischt)

Deckenaufbau: Heraklithplatte > Lehmfeinputz mit Strohhäcksel (ca 2cm) > Gage > Lehmfeinputz (ca 5mm) > Kalk-Kasein-Farbe (alles selbst angemischt)



Wir hatten uns damals, entgegen einiger Ratschläge gegen Acryl oder Silikon als Abschuss entschieden und würden auch diesmal gern ohne auskommen, allerdings stellt sich schon die Frage, wie dann!?
Grundsätzlich sehe ich das Problem im Verfüllen mit Lehm, da er sich ja beim Erstanstrich wieder anlöst, und ich mir nicht vorstellen kann das man dann noch einen gleichmäßigen Anstrich hinbekommt.

Meine Ideen bisher:
1. Fugen aufkratzen um die losen Bestandteile herauszubekommen und den Spalt größer zu machen ==> mit Lehm auffüllen ==> kalken
2. wie 1. aber den Lehm mit etwas Supfkalk anreichern
3. Lose Bestandteile abbürsten ==> kalken
4. Fugen aufkratzen ==> Acrylfuge ==> kalken

Für Hinweise und Anregungen würde ich mich freuen...

Gruß
Nicol





noch ein Bild...





und noch eins..





...



Das



sind ganz schlicht und einfach Bewegungsfugen, wie sie in jedem Bauwerk entstehen. Entweder müssen diese dauerelastisch ausgeführt werden oder als sichtbare Dehnfuge mit sauberem Kantenabschluss ausgeführt werden, die einfachste Form stellt der Kellenschnitt dar.
MfG
dasMaurer