Wasserqualität???

08.12.2007 Inka



Hallo,


wir wohnen seit ca. einem Jahr auf unserer Baustelle, und haben m.E. seeeehr kalkhaltiges Wasser.
Der Mensch von der Wasserversorgung sagte, der Wert läge weit unter den Grenzwerten.



Meine Frage:

Gibt es irgendwo (am besten im Internet) eine Stelle, wo die Werte von den vorgeschriebenen Wasseruntersuchungen gesammelt werden und eingesehen werden können? Oder muss man das selbst beauftragen?



Und kennt sich einer von Euch aus mit Enthärtungsanlagen? Es gibt ja zig unterschiedliche Systeme zu wahnsinnigen Preisen, da möchte ich nicht das falsche einbauen... Worauf sollte man bei der Auswahl achten, was ist wirklich wirksam, und nicht nur eine rein spirituelle Reinigung des Wassers???



Danke für Eure Hilfe!!!


Gruß

Inka.



Moin,



was stört Sie denn am kalkhaltigen Wasser? Den durchschnittlichen Wert erhalten Sie bei Ihrem Wasserwerk, den aktuellen ermitteln Sie mittels Teststreifen.



Kalk/Kohlensäuregleichgewicht



Ob Kalk ausfällt oder nicht, hängt nicht (nur) vom Kalkgehalt ab, sondern vom Kalk/Kohlensäuregleichgewicht.

Mehr dazu sollte Ihnen Ihr Wasserwerk mitteilen können.

Übrigens: Auch wenn Kalkflecken nicht gut aussehen, Kalk ist gesund.

Grüsse
stt



bis zu einem



gewissen grad braucht man sicher kalk im wasser, aber wer z.b. werte um 20 grad wasserhärte und neurodermitis hat, findet das nicht mehr lustig sondern eher kratzig, auch wenn das wasser nicht die ursache ist.
ein paar grad weniger verringern den bedarf an diversen cremes bis hin zu kortison erheblich - weswegen ich eine chem. enthärtungsanlage (weil ich nicht spirituell veranlagt bin) habe, die keineswegs auf volle pulle läuft, aber eben ein bißchen.



Wasseraufbereitung



Ich möchte auch keinen Kalk im Wasser haben.
Seit Jahren befasse ich mich mit dem Medium und Phänomen Wasser.
Die meisten im Wasser gelösten Mineralstoffe kann unser Organismus garnicht so aufnehmen wie sie darin transportiert werden. Sie müssen erst über pflanzliche Nahrung aufgeschlossen werden.

Eine Filteranlage ist schon einmal ganz brauchbar.
Ich nutze für mein Trinkwasser eine (Gegen)-Osmoseanlage, die außer H2O alles draußen läßt.
In der Schule hatten wir einmal gelernt, solch reines Wasser sei "giftig". Das ist Quatsch, wenn man sich sonst ganz normal ernährt..

Reines Wasser besitzt ein viel besseres Löseverhalten, es kann also selbst ablagerungsbedingte Krankheiten im Alter wieder reduzieren. Man soll sowieso täglich ausreichend Wasser je nach seinem Körpergewicht trinken. (Nicht Kaffee, Tee oder Alkohol.) 2 - 3 Liter täglich.

Wenn ich ausreichend Taschengeld hätte würde ich mir sofort ein Hacheney-Gerät zulegen, um mir levitiertes Wasser herzustellen. Dieses Verfahren bewirkt durch hochgeschwindigkeitsverwirbeln eine sehr hohe innere Wasseroberfläche, mit der ein Kolloidalzustand erreicht wird. Es kommt damit energetisch dem Zustand unseres Blutes am nächsten. Dieses Wasser kann am besten entgiften.

Zur Trinkwasserverordnung muß man wissen, daß in der BRD über die Jahrzehnte hinweg die Grenzwerte vieler Inhaltsstoffe um mehr als das Doppelte nach oben korrigiert wurden, damit Klagen abgewendet werden können. Unsere Wasserqualität wurde also keinesfalls besser.
Noch vor 150 Jahren reichten in Wasserwerken drei Reinigungsstufen. Heute ist man bei neun Reinigungsstufen. Und trotzdem lassen sich immer wieder Fremdstoffe im Trinkwasser nachweisen, von den Informationswerten, die das Wasser behält, ganz abgesehen. Wasser wird zwar täglich geprüft, aber lediglich auf 10 - 12 Inhaltsstoffe hin.
Inzwischen gibt es ca. 50.000 chemische Substanzen in der Umwelt (also auch im Wasser), für die es noch nicht einmal Nachweisreaktionen gibt.

Wohl bekommt´s.!



Fremdstoffe im Wasser



Lb. Herr Fröhlich

was Sie schreiben, ist keinesweegs falsch, nur etwas Zusatzinformation:

Dir Grenzwerte für Schadstoffe und Pestizide liegen in Nahrungsmitteln (so es überhaupt Grenzwerte gibt) bei 0.1 bis 10 mg/kg. Im Wasser bei 0.1 bis 1 MIKROgramm pro Liter. Also Faktor 1000 niedriger. Quelle: EU.

Ihren täglichen Schadstoffcocktail nehmen Sie also sowieso vorwiegend über Nahrungsmittel und nicht über das Wasser auf. (Ja, das finde ich auch schlimm; Wasser filtern ist aber kaum eine geeignete Gegenmassnahme).

Zuwenig Kalk, kann das nicht zu Osteoporose führen? Dagegen hilft aber Milch oder auch Käse.

Grüsse
stt



Kalk ist sogar gesund....



Ich kanns kaum glauben, aber hartes Wasser ist anscheinend tatsächlich gesund! In Gegenden mit hartem Wasser gibt es wesentlich weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gibt natürlich auch Ausnahmen, bei denen es dann nicht mehr gesund ist (siehe Neurodermitis)


Habe gestern sehr viel Zeit damit verbracht, im Internet zum Thema Wasserhärte und Enthärtung zu recherchieren.


Da ich aber mein Trinkwasser von einer Quelle am Berg gegenüber hole, brauche ich im Haus eigentlich nur Wasser fürs Waschen, Spülen, Pflanzen gießen und später mal zum Heizen.

Ein Wasserenthärter macht aber auch nur da Sinn, wo Wasser erhitzt wird.


Also denke ich, dass es sinnvoll ist, das Wasser nur da zu enthärten, wo man es braucht (z.B. im Badezimmer, bei der Waschmaschine und Spülmaschine, evtl. auch für Tee- und Kaffeewasser)


Ich recherchiere noch ein bissel weiter, und werde dann hier meine Ergebnisse posten.


Gruß

Inka



Filter verschmutzen gerne



Hallo Inka

danke sehr dafür. Noch eine Erfahrung, die ich gemacht habe: Filteranlagen brauchen regelmässige Wartung. Wird der Filter nicht regelmässig gewechselt (i.A. alle 1/2 Jahre) dann kann er sich zusetzen und mit Keimen überwuchert werden. Das mindert dann die Wasserqualität. Dieses Problem gibt es öfter, wenn ein zentraler Wasserfilter, z.B. in einem Mehrparteienhaus, im Keller installiert ist, und sich keiner drum kümmert.

Grüsse
stt



Nochmals zum Thema Wasser



Hier ein Link, daß sogar Wasserwerke einlenken:
http://www.vb-schick.de/Wasser/Wasser.htm

Wasser als wesentlicher Teil unserer Nahrung:
http://www.naturundheilen.info/cgi-tdb/basics/markt/basics.prg?r_index=2

Osmose-Prinzip + Ernährung:
Dr. Eisenbarth...Prävention www.dr-eisenbarth-online.de

Levitation des Wassers:
Hacheney-Technologie http://www.nanodynamik.de/

Einfachere Filtersysteme:
http://www.carbonit.com/
http://www.filopur.de/
http://www.dooyoo.de/wasserfilter/ (Testvergleiche)

Grundsätzlich ist härteres, kalkhaltiges Wasser nicht so gesund wie weiches Wasser.
Man stelle sich vor: Im Laufe eines 80-jährigen Lebens nimmt man über das Trinkwasser 150 kg Kalk auf. Wenn sich davon nur 10 % in den Weichteilen im Körper ungelöst ablagern würden, sind das 15 kg.
Diese Menge müßte der Körper ebenso wieder los werden. Das geht wiederum nur langsam über das Wasser.

Also Kalk- und Feststofffilter sind schon mal sehr brauchbar.
Die Frage ist: Wie gesund soll mein Wasser sein, das ich trinken möchte ?
Es ist ganz richtig, daß man zur Gerätepflege jeweils etwas tun muß.! Und auch Kosten hat.
Doch wieviel ist uns unsere Gesundheit wert ?

Adventsgrüße
D.Fr.



Gesund



Herr Fröhlich

"Grundsätzlich ist härteres, kalkhaltiges Wasser nicht so gesund wie weiches Wasser."

Sie können meinen, was Sie wollen.

Meine Meinung (und da bin ich nicht alleine): Kalk (genauer: Calcium) ist ein lebenswichtiger Bestandteil unserer Nahrung und unseres Wassers. Calciummangel (im Allgemeinen verursacht durch Stoffwechselstörungen) führt zu Mangelerscheinungen, zum Beispiel zu Osteoporose ("weiche Knochen"). Die empfohlene Taageszufuhr liegt bei 1 Gramm – das ist eine ganze Menge, selbst über hartes Wasser kaum zu decken.

Mehr zum Calcium und zu seiner Bedeutung z.B. hier.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kalzium

Grüsse
stt





@ Hallo, S Trapp,
Wenn jemand so viel Kalk im Wasser hat, daß sich dieser schon als Schicht an den Kochtöpfen absetzt, kann das m.E. niemals "gesund" sein. Solche unlöslichen Bestandteile möchte ich nicht in meinem Trinkwasser als wirksame Bestandteile haben. Wieviele Schäden "Verkalkungen" anrichten können sieht man doch wohl häufig, wenn man Menschen beobachtet.
Woher kommt das ?
Es ist freilich alles auch eine Bewußtseinsfrage.

Grüße wieder
D.Fr.



Aaaaalso



Ich denke wir stimmen alle miteinander überein, dass Kalk in Maßen gesund ist. Aber egal um was es sich handelt, eine Überdosis ist immer ungesund.

Ich habe früher in einer Gegend mit sehr weichem Wasser gelebt, und fand das toll!!! Das Wasser schmeckte mir trotz Weichness, ich hatte weiche Haare nach dem Waschen, die Klamotten waren sauber etc. etc.

Und das will ich erreichen. Bin halt verwöhnt :-P

Und das sind die Dinge, die ich herausgefunden habe, die man bei der Auswahl der Enthärtungsanlage beachten sollte:

- Nach DVGW-Richtlinie W512 sollte eine Wirkung nachweisbar sein (viele Hersteller geben an, Ihre Geräte seien "DVGW-geprüft" das reicht aber nicht, es sollte schon "DVGW-zertifiziert" sein, denn geprüft sind die alle, nur das Zertifikat bekommen nicht alle)

- bei Geräten auf magnetischer Basis kann nach DVGW-Richtlinie W512 keine Wirkung nachgewiesen werden, das ist dann eine Glaubensfrage.

- die meisten Enthärtungsanlagen funktionieren auf Salz-Basis. Dieses muss dann in regelmäßigen Abständen aufgefüllt werden.

- Es gibt meistens eine "Regenerationsphase", während der keine Enhärtung stattfinden kann. Wenn man durchgängig weiches Wasser braucht, sollte man sich eine Doppelanlage zulegen, die abwechselnd 2 Ionentauscher einsetzt. Für einen privaten Haushalt reicht aber eine Einzelanlage.

- Die Enthärtungsanlage sollte einen Rückstauschutz haben, oder man kann einen Rohr- bzw. Systemtrenner einbauen.

- Laut DVWG sollte die Anlage auch einen Keimschutzmodus haben.

- Man sollte darauf achten, dass die Rohre aus einem Material sind, was weiches Wasser verträgt (verzinkte Rohre rosten schnell)

-Als Alternative zum Ionentauscher gibt es noch Anlagen, die auf Elektrolyse-Basis funktionieren. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird hier der Kalk absichtlich zum Ausfallen gebracht, und wird dann im Wasser rausgespült.

Ich persönlich finde die letzte Variante gut, da hier keine Chemikalien eingesetzt werden, und weil kaum Wartung von Nöten ist und ich doch so ein fauler Mensch bin :-P

Der große Nachteil, den alle Anlagen miteinander haben, ist, dass sie alle nur mit Strom funktionieren, und dass sie den Wasserverbrauch steigern.

Die besten Infos habe ich auf dieser Seite gefunden:
http://www.wasseraufbereitungsseiten.de/enthaertung_faq.htm

Tja, soweit die Infos, die ich herausfinden konnte.

Gruß
Inka.



weiches Wasser



Weiches Wasser hat schon Vorteile bei den technischen Geräten - wenn das Wasser erhitzt wird, fällt viel weniger Kalk aus. Die Hauptquelle von Calcium für die Ernährung ist eh nicht das Trinkwasser, sondern Milch und Käse.

Es gibt viele Diskussionen, ob und wie die "physikalischen" Wasserenthärtungsgeräte funktionieren, sicher wirksam sind Ionenaustauscher, die Calcium gegen Natrium austauschen (wer das haben will).

Das da unten habe ich eben noch in einem anderen Forum gefunden.

Gute Nacht!
stt


"Auch auf die Gefahr hin, wieder mal von netten Mitmenschen im Forum als Klugscheißer oder was weiß ich hingestellt oder bezeichnet zu werden. Der Begriff "Physikalische Wasserbehandlungsgeräte" hat absolut nichts mit den o.g. Geräten, die nach DVGW-Arbeitsblatt W510 zertifiziert sind, zu tun. Man sollte ihn also bitte tunlichst dafür auch nicht mehr verwenden, sondern wenn, dann von "[alternativen] Kalkschutzanlagen" sprechen.

Ganz wichtig!!! Es gibt Hersteller oder Anbieter, die Geräte anbieten und nur mit einem Untersuchungsbericht nach DVGW-Arbeitsblatt W512 werben. W512 ist nur ein genereller Nachweis für die Wirksamkeit - unter welchen Bedingungen auch immer - und stellt keine Zertifizierung dar."





@ Hallo, Inka,
die Gegen-Osmose-Anlagen laufen ohne Strom. Nur mit dem Wasserdruck aus der Leitung.
Es sei denn, Ihr wohnt im neunten Stock und der Druck ist dort oben zu gering.
Oder Ihr seid nicht zentral versorgt.

Eine Kombination aus mehreren Systemen gibt es wohl noch nicht.

Freundliche Grüße
D.Fr.



Danke für den Tipp!



@Dietmar Fröhlich

Das ist ja toll! Zwar funktionieren Gegenosmoseanlagen meistens auch nur mit Strom, jetzt habe ich aber auch welche ohne Strom gefunden, nämlich mit einem "Turbinenmesswerk" auf rein mechanischer Basis.

Funktioniert wohl wie eine Wasseruhr.

Bei den Enthärtungsanlagen scheint es wirklich so zu sein, dass man für mehr Qualität mehr Geld hinlegen muss.... :-S

Gruß
Inka.