und wieder feuchte Wände

19.11.2008



Liebe Fachleute,

nachdem wir endlich die Schlüssel zu unserem neuen Haus bekommen haben, sind uns Feuchte Wände aufgefallen.
Gestern war jemand von Isotec da, der aber den Auftrag wegen Selbstentzündungsgefahr der Trägerbalken abgelehnt hat. Als wir nun gestern zwei Wände aufgemacht haben, ist uns bei der einen Wand eine Verpressung aufgefallen (allerdings wurde darüber mit Rotband verputzt), bei der anderen Wand ist ein Träger (mehr Träger haben wir noch nicht freigelegt) im unteren Bereich bereits morsch. Auffällig ist, dass die Feuchtigkeit verschiedene Höhen hat, an den Stellen, wo Schrägbalken sind, ist die Feutchtigkeit am höchsten.

Meine Frage ist nun, ist das Haus überhaupt noch zu retten? Wo das Wasser herkommt, konnten wir bisher noch nicht klären, muss aber sicher noch gemacht werden, wenn wir einziehen wollen.

Anderes Problem: Der Eigentümer der anderen Haushälfte hat eine Wand aufgemacht, die morschen Balken abgesägt, Löcher verfüllt und verputzt, also keine neuen Balken eingesetzt. Ist hier die Statik noch gegeben?

Wir hätten noch die Möglichkeit vom Kauf zurückzutreten - wäre dies zu empfehlen?

Für ihre Hilfe vielen Dank im Voraus.



Habe



Sie ein neues Haus erworben? Wohl eher nicht.

Hört sich leicht nach verdeckten Mängeln an.

Das sollte Sie sich schnellst möglich mit einem Fachmann anschauen.

Grüße



Natürlich



haben wir kein neues Haus erworben, es ist ca. 65 Jahre alt. Für "Uns" ist es neu wegen Kauf :-)

Leider handelt es sich eher um einen verschwiegenen Mangel.

Die nächsten Tage steht auch noch ein Termin mit einer weiteren Firma an. Ich hoffe, hier ist das Ergebnis dann positiver.



Das Haus mit dem Bestellformular des Hochglanzsprospektes



der Immovertriebsfirma Raff u. Co. geordert?

... sorry, aber das musste sein ;-)

Wenn da noch ein Rücktritt möglich ist und die jetzt erst erkannten Schäden im Kaufpreis nicht einkalkuliert waren, dann zurücktreten. Das ist unter Umständen ja erst die Spitze vom Eisberg.

wenn der Verkäufer dann noch bereit ist und Sie auch noch Interesse haben, das Objekt von einem Fachmann bewerten lassen, der sicherlich sein Geld kostet - aber solche unliebsamen Überraschung weitgehendst ausschließen kann.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Ihre



Bemerkung finde ich nicht Ihre beste Idee, lieber Frank von Natural-Farben.de

Die Schäden konnten nicht gesehen werden, da die meisten feuchten Stellen mit Möbeln zugestellt waren. Hinzu kommt, dass wir in Vorgesprächen die Verkäufer auf Verfärbungen im Putz angesprochen haben. Es hieß, das sei nichts, die eine Wand wurde aufgemacht, ein Mangel wurde nicht entdeckt. Bei der anderen Wand hieß es, die Verfärbung käme von der Versottung des Kamins. Auch jetzt ist der Verkäufer nicht bereit zuzugeben, dass die feuchten Wände bekannt waren. Er wäscht seine Hände in Unschuld.

Ich denke nicht, dass irgendjemand mit Hammer und Meißel zu einer Hausbesichtigung geht um sich das Mauerwerk unter Putz anzusehen.



65 Jahre altes Haus ...



das wäre Baujahr 1943 - eine schwierige Zeit für einen Hausbau. In die Volllen konnte da kaum einer langen. Es wurde gespart - nur das Nötigste, oft mit Abbruchmaterial verbaut.

Sorry, aber ich wollte überspitzt sagen: Ein Laie läßt sich schnell blenden, ablenken, übersieht Merkmale, geht der Sache nicht genug auf den Grund.

Unabhängig davon: Bei einem Hauskauf brauchen Sie die Beurteilung durch einen Fachmann, der an dem Haus nichts verdienen will. Der erfahrene Blick sieht einfach mehr. Die Bewertung wird realistischer. Das kostet einen Bruchteil von dem Kaufpreis - schützt aber vor solchen unliebsamen Überraschungen.

Wenn nötig hat ein Begutachter auch einen Hammer dabei...

Grüße

Frank



Leider



ist man im Nachhinein immer schlauer.

Wir haben glücklicherweise bisher noch nicht den Kaufpreis anweisen lassen.

Schöne Grüße



Im Nachhinein muss bei Ihnen ja nicht sein...



... wenn Sie wirklich noch ein Rücktrittrecht haben, dann gut überlegen, ob Sie dass nicht auch nutzen sollten.

Wenn der Verkäufer sich bedeckt hält, dann ist vielleicht noch mehr im Busch.

Rücktritt geltend machen - dem Verkäufer anbieten, dass man weiterhin Interesse hat, aber aufgrund des Vorfalles erst mal ein Fachmann das alles überprüfen muss, damit Ihr Kostenrahmen nicht gesprengt wird.

Wenn der Verkäufer Ihr weiteres Interesse gelten läßt, dann können Sie den Fachmann kommen lassen. Wenn nicht - dann trauern Sie diesem Haus nicht hinterher.

Wie der Ablauf juristisch funktionieren kann? - Hier bitte Notar fragen - oder es kennt sich hier einer aus und gibt noch Rat.

Grüße

Frank



Vielen Dank



für die Tipps.

Wenn wir gewusst hätten, was auf uns zukommt, hätten wir sicher den Kaufpreis gedrückt und vor allem, auf was wir uns einlassen. Und das noch etwas kommen kann, daran haben wir auch schon gedacht.

In erster Linie würden wir dann um das Grundstück trauern, da wir hauptsächlich nach einem bezahlbaren Haus mit großem Garten gesucht haben. So etwas noch einmal zu finden ist eher schwierig.

Mit dem Notar haben wir auch schon telefonisch gesprochen, für nächste Woche wird dann wohl ein Vorort-Termin anstehen.

Wir müssen also abwarten, was der nächste Fachmann uns sagen wird.



erstmal abwarten...



was bei dem Ortstermin rauskommt.
Vielleicht lässt sich dann ja immer noch soviel am Preis machen, dass ihr nicht um das Grundstück trauern müsst. ;-))
Wenn nicht, dann seid froh, dass ihr das " Überraschungsei" nicht gekauft habt.
Ich würde keinem zu einem Hauskauf raten ohne vorher einen Fachmann hinzuzuziehen.
Wir haben ständig mit Leuten zu tun, die es bedauern dass sie nicht vorher sich haben beraten lassen. Und wenn der finanzielle Rahmen ausgereizt ist, dann ist es zu spät.
Entscheiden müsst ihr - ich habe es aber schon öfter erlebt,
das Käufer nach solchen Bestandsaufnahmen durchaus mit sich reden lassen...
Also Kopf hoch und nocht verzagen....



Danke



für die Worte.

Den Kaufpreis drücken ist denke ich das größte Problem, bisher ist die Rede von max. 7000 €, den Rest sollen wir tragen - was wir als Frechheit empfinden. Wir bewohnen ja auch das Haus.

Wir hatten vor dem Haus einige Häuser angeschaut, da hat man auf den "ersten Geruch" die Feuchtigkeit mitbekommen. Von diesen Häusern haben wir sofort die Hände gelassen. Das besagte Haus hat nicht feucht gerochen, Salzausblühungen sind erst aufgefallen, nachdem die Möbel wegwaren. Der wahrgenommene Geruch hätte auch der Eigengeruch vom Haus bzw. den Bewohnern sein können.

Beim zweiten Termin war zwar ein Bauing. dabei, sein Fach ist aber ein anderes. Zudem hat er selbst sein eigenes Haus gebaut und bei anderen mitgeholfen. Er ist also kein 100%iger Profi, aber ein wenig mehr als ich versteht er schon. Und dennoch ist ihm nichts aufgefallen. Alles sah gut aus.

Im Haus ist viel in Eigenleistung gemacht wurden, was nicht das Problem wäre, wäre es fachmännisch gemacht wurden.

Schöne Grüße



Nachtrag zum



vorigen Beitrag.

ich meine natürlich, es sei nur gerecht, wenn wir uns an den Kosten beteiligen, da wir das Haus bewohnen würden.



Es ist zwar viel geschrieben, aber wo ist denn das eigentliche Problem?



Der Nachbar hat doch auch eine Lösung gefunden. Machen Sie es doch genauso.
Oder was spricht dagegen?
Wenn das ganze durch Tauwasser geschädigt ist, kann doch sein, dass dann der Balken angefault ist.
Was kostet denn die Reparatur eigentlich, einschließlich Statiker?
.
Gibt es denn auch Fotos?



Lieber Herr Bromm,



den genauen Grund für die Feuchte kennen wir noch nicht. Tatsache ist aber, dass das Haus in einem Bergbaugebiet liegt und dadurch der Grundwasserspiegel relativ hoch ist. Die verfaulten Holzbalken liegen auf mit Stein gemauertem Fundament.

Wo das Problem liegt? Für uns ist es interessant, ob eine Sanierung überhaupt möglich ist.

Dass ich bisher noch keine detaillierte Antwort bekommen habe ist mir auch schon aufgefallen. Aber weg gibt schon gern Ferndiagnosen. Bilder habe ich im Moment nicht.

Zudem hatte ich gehofft, dass mit jemand in rechtlicher Hinsicht etwas hätte sagen können, ob der Verkäufer zahlen muss, weil er diesen Mangel verschwiegen hat. Und das nicht "aus Versehen"



rechtlichen Rat kann nur ein Anwalt geben



und zwar am besten ein Notar oder ein Fachanwalt für Vertragsrecht. Gut zu wissen, wie lange er/sie dieses Rechtsgebiet schon "bearbeitet" und welche Erfahrungen gemacht wurden mit den örtlich entscheidenden Richtern in ähnlichen Fragen. Dann könnt Ihr eben diesen schweren Weg beschreiten,damit erfolgreich zu sein, dass Euer Haus das Geld nicht wert ist, für den es Euch verkauft werden soll.

Der Rechtsanwalt braucht Infos zum tatsächlichen Zustand des Hauses mit Kostenvoranschlag, für welche Maßnahmen welche Mittel aufzuwenden wären. Am besten mehrere.

Diese Kostenvoranschläge würde ich wiederum für weitere Verhandlungen mit dem Verkäufer nutzen und selbstverständlich vorher nicht zahlen !!!

Sollte dies dem Verkäufer nicht passen, kann er wiederum vom Vertrag zurücktreten.