GIEBEL-SEITENWÄNDE EINER HOLZSTÄNDERKONSTRUKTION DÄMMEN

14.04.2011



Guten Abend liebes Forum.

Zu "Dämmmaßnahmen" bereit stehen eine Giebel- sowie zwei Seitenwände eines Anbaus von 38m2 Größe, erstellt aus 200 x 120 mm starkem Ständerwerk mit einer Außenbeplankung von Fichte/Tanne Holz mit einer Stärke von 21 mm. Bei demDach handelt es sich um ein Satteldach, welches jedoch nicht direkt zur Diskussion stehen sollte, da hier die Auswahl des Dämmmaterials bereits steht( Gutex Thermo Top/flex.HWF und innen zwischen den Sparren Holz mit 20-30mm Stärke ohne Dampfsperre).
Da zwischen den Riegeln(?) nun also praktisch Gefache mit einer Tiefe von 200 mm vor- liegen, bin ich hinsichtlich des weiteren Aufbaus noch unsicher.
Geplant ist von innen nach außen:

1. 10 mm Kalkputz/Lehmputz
2 . 115 mm Leichtlehmsteine (NF 700)
3. 25 mm Kalk- oder Lehmputz
4. 60 mm HWF (z.B. Thermoroom)
(5. 21 mm Fichte/Tanne Außenhaut)

Den Abschluß bildet nach außen eine hinterlüftete Deckelschalung aus Holz (Lerche). Nach "Glaser" sind die Übergänge Thermoroom außen bzw. Fichte innen feuchtigkeitskritisch. Vom Bauchgefühle würde ich die Thermoroom am liebsten als eine Art Innendämmung vor die Leichtlehmsteine in Lehm-/Kalkputz einbetten, aber der große "Glaser" sagt: noch mehr Feuchtigkeit!!!
Welche Meinung vertreten insbesondere die Lehmpraktiker hier im Forum?

(Ergänzung : Vor den Seitenwänden/Drempel bis zur Giebelwand verlaufen Sockelheizleisten, so daß hier eine leichte Erwärmung der Wand stattfinden wird.)

Lieben Dank.

Jochen



sorry,



ich glaube nicht, dass Glaser über Singvögel geschrieben hat .... :-))



Kein Problem



...ich hoffe allerdings die restliche Fragestellung hat "Dein banges Ohr durchdrungen", lieber ROMEO. ;-)

Jochen



Moin Jochen,



vielleicht solltest du mal an deinem "Bauchgefühl" arbeiten....;-)

Was deine Heizleisten eigentlich temperieren sollen, wenn du von innen dämmst, kapier' ich jedenfalls nicht - egal was Herr Glaser dazu sagt.

Gruss, Boris



Das würde ich gerne tun,



wenn denn ein paar stichhaltige Argumente genannt werden. Ich bin für jeden Lösungsvorschlag dankbar! Den Hinweis mit den "Heizleisten" hatte ich in Klammern platziert, da es sich in erster Linie um Vor- Rücklaufleitungen der Heizung handelt, welche natürlich Wärme abgeben und so bei einer Trocknung unterstützend wirken können.

Gruss, Jochen



Moin Jochen,



jede Menge stichhaltiger Argumente findest du beim rumlesen hier im Forum zum Themea "Innendämmung".

Auf www.u-wert.net kannst du dann mehrere Wandaufbauten mal durchspielen und auch die Parameter für Temperatur und Luftfeuchtigkeit verändern = deinen Aufbau unter verschiedensten Bedingungen durchsimulieren.

Vielleicht wird's dann klarer.

Gruss, Boris



U-Wert.net



Danke Boris,

ich glaube Du warst derjenige durch welchen ich bereits auf diesen Rechner aufmerksam geworden bin. Durchgespielt habe ich schon mehrere Male, aber bei den unterschiedlichsten Meinungen welche ich hier im Forum in den letzten 2 Jahren(!) lesen konnte wird die Entscheidung auch nicht unbedingt einfacher und man hat Angst Fehler zu machen. Und rechnen bzw. berechnen lassen ist nicht alles, wie die Lösungsansätze von G.Meurer, U.Mühle und vielen anderen zeigen. Insofern warte ich mal ab was noch an Vorschlägen oder auch Einwänden kommt.



Moin Jochen,



klar musst du beim lesen ein wenig herausfiltern, welche Beschreibung auf deine Situation zutrifft und wirst du auch immer verschiedene Ansätze zu hören bekommen - das ist ja der Sinn eines Forums.

Den weisen Onkel der dir genau sagt, was zu tun ist, gibt's nunmal nicht. Uns allen fehlt bei der Dämmerei die entsprechende Langzeiterfahrung, da es die Systeme noch nicht lang genug gibt. Die Lösungen sind hauptsächlich "Hochrechnungen" aus den bekannten Fehlern der Vergangenheit.

Dass eine Aussendämmung der sinnigere Weg ist(wenn keine erhaltenswerte Aussenfassade im Spiel ist), kann man aber deutlich herauslesen, finde ich.

Für konkretere Antworten bräuchte es mehr Infos und Fotos deinerseits. Je Input, desto output.

Gruss, Boris



Mehr "input"



Als Ergänzung noch ein Bild. Damit das "Laien" Geschreibsel etwas deutlicher wird.

Lieben Dank

Jochen



Moin Jochen,



ich dächte da ja eher an sowas:

http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/index.php?&d0=1&mid0=75&d1=20&mid1=774&d2=2.1&mid2=36&d3=6&mid3=227&d4=3&mid4=90&x4=60&lid4=96233&d5=3&mid5=36&x5=4&lid5=96233&d6=2.1&mid6=99&bt=0&T_i=20&RH_i=50&T_e=-10&RH_e=80&outside=0

Hast du genug Dachüberstand für die 6cm mehr?

Gruss, Boris



Kein Dachüberstand mehr,



denn die Fassade ist von außen fertig! Das heißt die Deckelschalung, die Luftschicht und die Holzschicht (21mm Fichte)-von außen nach innen gesehen- wurden fertiggestellt. Durch die Architektin/Statikerin war nun von innen eine Einblasung vorgesehen (Iso...).
Meine Aufbauidee sollte durch die Leichtlehmsteine noch ein wenig Speichermasse einbringen.Hier die beiden Rechenergebnisse. Die Trochnungszeit ist zumindest lt. Rechner heikel; allerdings fehlen ja auch sämtliche Grundlagen zur Kapillarität.

1.) http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/index.php?cid=r1TGkWY%2F&d0=2&mid0=79&d1=11.5&mid1=774&d2=2.5&mid2=78&d3=6&mid3=227&d4=2.1&mid4=36&bt=0&T_i=20&RH_i=50&T_e=-10&RH_e=80&outside=1&name=wand1&PHPSESSID=nspufsivn91opv6rs91r19vpj5

2.)http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/index.php?cid=FfmCrDWy&d0=1&mid0=79&d1=6&mid1=227&d2=2&mid2=78&d3=11.5&mid3=774&d4=2&mid4=78&d5=2.1&mid5=36&bt=0&T_i=20&RH_i=50&T_e=-10&RH_e=80&outside=1&name=wand2&PHPSESSID=nspufsivn91opv6rs91r19vpj5

Sorry, da sind die kleinen Übermittlungsfehler welche dann auf anderer Seite für Missverständnisse sorgen.

Dank Dir bisher.

Jochen



Moin Jochen,



ich würde die Gefache nur mit einem Material ausfüllen, je homogener desto fehlertolerant.

Die Rechnerei macht zwar einen durchdachten Eindruck, gibt ja aber nur stationäre Werte wieder, die vielleicht 10 Minuen am Tag genauso eintreten.

Als Gefachfüllung kämen noch Hanflehmsteine aus der Uckermark oder Korklehmsteine der Manufaktur Freiburg in Frage, beide mit Lambda 0,1... um die Dämmwerte bei gleicher Speichermasse noch zu verbessern.

Oder doch Hanf/Flocken und nochmal Holz innen? Die Rispenbänder wolltest du ja nicht mehr sehen, oder?

Gruss, Boris



Hanf-Lehm-Steine



Die beste Dämmwirkung eines Lehm-Baustoffes erzielt der Hanf-Lehm-Stein 2DF. Hinter einer HWF braucht er nicht mal vermörtelt werden. Einfach mörtellos aufbauen.



Hallo Boris, hallo Felix



die Steine sind mir geläufig. Es gibt je nach Hersteller auch Varianten mit Blähglas (http://www.dnb-handel.de/lehmbaustoffe/leichtlehmsteine.html). Alles in allem sehr interessant. Da es bzgl. der Werte für Wärmespeicherkapazität -leitfähigkeit und Dampfdiffusionswiderstand noch keine Daten auf der Homepage aus der U....mark gibt, habe ich dort nachgefragt. Bisher mehrmals, aber außer der Zusicherung eines Rückrufes noch nichts gehört. Sobald ich mehr weiß, kann ich auch mal spaßeshalber den Aufbau nachrechnen/eingeben (U-Wert.net). Euch Beiden erst einmal ein schönes Osterfest und Grüße vom sonnigen Niederrhein.